Sarnen-Captain Omlin: «Das Kollektiv als Ganzes darbte»

Die 2.-Liga-inter-Vorrunde geht für den FC Sarnen gegen den Leader Paradiso zu Ende. Captain Nando Omlin sieht diesem Spiel zuversichtlich entgegen: «Aber nur, wenn alle Spieler mehr machen als bisher.»

Ruedi Vollenwyder
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Der Sarner Captain Nando Omlin: «Die Winnermentalität kann man sich erarbeiten.» (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 7. Oktober 2018)

Der Sarner Captain Nando Omlin: «Die Winnermentalität kann man sich erarbeiten.» (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 7. Oktober 2018)

Vor dem letzten Vorrundenmatch gegen den noch unbesiegten Aufsteiger FC Paradiso sieht die Lage für den FC Sarnen mehr als nur trist aus. Aus den zwölf Partien konnte das Team um Trainer Ricardo Pereira magere neun Punkte einfahren. Die Defensive liess 33 Tore zu, die Offensivabteilung erzielte bloss 14 Tore. Eine mehr als unbefriedigende Bilanz. Die Konsequenz: der 13. Tabellenplatz. Objektiv gesehen, steht das Team vom FC Sarnen vor einer praktisch hoffnungslosen Herausforderung, wenn es gegen den unangefochtenen Tabellenleader aus dem Tessin geht. Dieser Hoffnungslosigkeit widerspricht Sarnens Captain Nando Omlin vehement: «So mir nichts, dir nichts geben wir uns gegen die Tessiner nicht geschlagen.» Seine Zuversicht: «Von der Qualität her waren wir unseren Gegnern meist ebenbürtig. Wir bestraften uns jeweils selber mit Leichtsinnsfehlern. Oder dann hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite.»

Obwohl Trainer Ricardo Pereira versuchte, seine ihm eigene Winner-Mentalität auch auf die Mannschaft zu übertragen, aufgenommen haben seine Spieler diesen Winner-Instinkt nicht. Für Nando Omlin, der hinter Topskorer Daniel Rohrer (6) als Abwehrspieler mit zwei Toren (zusammen mit Luca Vogel) der zweitbeste Sarner Torschütze, ein entscheidender Faktor, dass der FC Sarnen so miserabel dasteht. «Diese Winner-Mentalität kann man sich erarbeiten. Insbesondere über den Kampf. Und diesen unbändigen Kampfgeist habe ich in einigen Partien denn auch vermisst», tadelt er.

Teamleader übernehmen zu wenig Verantwortung

Dass der FC Sarnen gegenwärtig so schlecht dasteht, hat den Ursprung im Sommer-Training. Die Vorbereitung war unbefriedigend. Die Trainingsabsenzen zu gross. So konnte das Team nach dem Einbau von jungen Spielern nicht zu einer Einheit wachsen. Dazu kam, dass Trainer Ricardo Pereira praktisch nie mit der gleichen Mannschaft in die Meisterschaftsspiele steigen konnte. Ein Manko, das sich sehr negativ aufs Mannschaftsgefüge auswirkte. «Wir mussten deshalb einiges an Lehrgeld bezahlen. Als es der Mannschaft nicht lief, haben die Routiniers, und da schliesse ich mich nicht aus, viel zu wenig Verantwortung übernommen, um den festgefahrenen Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen.» Nando Omlin mit anderen Worten: «Das Kollektiv als Ganzes darbte.»

Morgen Samstag haben die Obwaldner nochmals Gelegenheit, sich von der besseren Seite zu zeigen. Denn im Match gegen den Leader FC Paradiso hat das Team von Ricardo Pereira nichts zu verlieren. Frei nach dem Motto von Captain Nando Omlin: «Alle Spieler müssen mehr machen als bisher. Das Wettkampfglück kann man nur mit unbändigem Willen auf seine Seite zwingen.»