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Fussball, 2. Liga inter: FC Sursee lässt sich vom FC Willisau vorführen - 0:4-Niederlage.

Im Derby zwischen Sursee und Willisau gibt es einen klaren Sieger. Die Luzerner Hinterländer hätten am Ende auch höher als 4:0 gewinnen können.
René Barmettler
Willisaus Christian Binde kommt zum Schuss, Sursee-Verteidiger Pascal Ehrler (rechts) ist zu spät dran. Bild: Dominik Wunderli (Sursee, 23. März 2019)

Willisaus Christian Binde kommt zum Schuss, Sursee-Verteidiger Pascal Ehrler (rechts) ist zu spät dran. Bild: Dominik Wunderli (Sursee, 23. März 2019)

In der 90. Minute wurde Christian Binde ausgewechselt. Der 14-fache Saisontorschütze verdiente sich den Sonderapplaus von den mitgereisten Anhängern der Willisauer. Der 35-jährige Routinier erzielte in diesem Spiel zwar kein Tor. Er bereitete aber das 1:0 und 3:0 für die Gäste vor. Zudem narrte er die Verteidiger der Surseer so oft er wollte. Doch der krönende Torabschluss fehlte. Was versuchte er nicht alles: Seine Direktabnahmen wurden entweder von einem Verteidiger noch geblockt oder von Torhüter Gabriele D’Ovidio abgewehrt. Der letzte Knaller, den Binde in der 87. Minute abgab, war der erfolgversprechendste. Doch mit einem fast unglaublichen Reflex blieb der Surseer Goalie auch ein letztes Mal Sieger in diesem packenden Duell.

Als Binde den Rasen verliess und auf der Ersatzbank Platz nahm, konnte er noch zusehen, wie das 4:0 fiel: D’Ovidio beging ausserhalb des Strafraums eine Notbremse, als hinterster Mann bedeutete dies: Platzverweis. Ersatztorhüter und Torhütertrainer Bruno Duarte (36.) wurde aufgefordert, sich einwechseln zu lassen. Doch das ging nicht mehr, Sursee hatte seine vier möglichen Wechsel bereits ausgeschöpft. Und so nahm Aussenverteidiger Daniel Feuchter diesen Job wahr. Der Willisauer Albert Rudaj trat den fälligen Freistoss und Feuchter konnte nur tatenlos zusehen, wie der Ball sich via Lattenunterkante ins Netz senkte – 4:0. Jetzt war endlich Schluss aus Surseer Sicht, die restlos bedient waren. «Das war eine starke Mannschaftsleistung», sagte Binde hinterher. «Ich habe es leider verpasst, mich mit Toren selbst zu belohnen, Sursee war mit dem 0:4 noch gut bedient.» Den spielerischen Gehalt bezeichnete der Deutsche als «ausbaufähig. Doch wir haben uns in dieser Liga etabliert. Zudem lieferten wir eine Laufleistung ab, die erstaunlich ist, trainieren wir doch bloss zweimal die Woche.»

Zwei Willisau-Verteidiger legen zum 2:0 vor

Sursee-Trainer Pascal Bader wirkte nach Spielschluss gefasster als seine Spieler. «Das Resultat ist happig, aber es spiegelt nicht das Spiel. Lieber einmal mit 0:4 verlieren als viermal mit 0:1. Wir spielen in einer Liga, in der die Strafpunkte und nicht das Torverhältnis zählen.» Vor dieser Partie waren die beiden Luzerner Clubs Tabellennachbarn, Willisau (3.) baute nun seinen Vorsprung gegenüber Sursee auf vier Zähler aus. Der Zug nach vorne scheint für den FCS abgefahren. Aber das ist für Bader zweitrangig. «Meine Aufgabe ist es, eine junge Mannschaft zu formen. Wir müssen nun aus diesem Spiel die Lehren ziehen, ich sehe nun nicht alles schlecht.»

Beide Teams spielten zum Rückrundenauftakt unentschieden, führten diese Tatsache auch aufgrund schlechter Platzverhältnisse zurück. Das Derby vom Samstag fand nun bei besten Bedingungen statt. Doch das Offensivspiel des Heimteams kam in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Gänge. Die leidenschaftlich verteidigenden Willis­auer liessen nichts zu, und vorne führte Binde Regie. Seine Flanke in der 33. Minute köpfelte Dominik Vogel zum 1:0 ein. Auch das 2:0 fiel durch einen Verteidiger und wiederum per Kopf: In der 45. Minute verwertete Sandro Fischer eine Flanke von Zeljko Karajcic. Vor dem 3:0 (83.) durch Elias Kohler hatten die Einheimischen einige Gelegenheiten, auf 1:2 zu verkürzen. Das hätte dieses Spiel mit einigen Frustfouls (fünf gelbe Karten) wohl nochmals nervös gemacht. «In den ersten zehn Minuten nach der Halbzeit liessen wir uns zu weit zurückdrängen», sagte Roger Felber, Trainer des FC Willisau. «Wir sind mit dem Ziel hierhergekommen, um zu gewinnen. Wir wissen was wir können und haben die Jungs in dieser Woche heiss gemacht.» Das ist dem Trainerduo Felber/Reto Purtschert gelungen. Vor allem der Motor von Christian Binde lief ganz heiss.

Sursee – Willisau 0:4 (0:2)

Schlottermilch. – 320 Zuschauer. – SR Ramp. – Tore: 33. Vogel 0:1. 45. Fischer 0:2. 83. Kohler 0:3. 93. Rudaj 0:4. – Sursee: D’Ovidio; Prenrecaj (71. Balaj), Drozd, Ehrler, Feuchter; Graf (78. Lukic); Orana, Frey (46. Malbasic), Wyder, Steinmann (46. Murati); Hasani. – Willisau: Bolliger; Fischer, Ostojic, Vogel, Dahinden; Brun (64. Kohler), Burri (74. Wirz), Prendi, Zeljko Karajcic (81. Müller); Rudaj, Binde (90. Tschopp). – Bemerkung: 92. Platzverweis D’Ovidio (Notbremse), für ihn geht Feuchter ins Tor.

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