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Feuerwerk des BSV Stans vor dem Guuggenüberfall

Der BSV Stans sorgt für einen explosiven Auftritt und schlägt das chancenlose Birsfelden mit 37:27. Nun flirten die Nidwaldner wieder etwas intensiver mit dem dritten Tabellenplatz in der NLB.
Stephan Santschi
Der Stanser Roger Scherer (links) erzielt hier eines seiner sieben Tore gegen Birsfelden. Bild: Roger Grütter (Stans, 23. Februar 2018)

Der Stanser Roger Scherer (links) erzielt hier eines seiner sieben Tore gegen Birsfelden. Bild: Roger Grütter (Stans, 23. Februar 2018)

Das Wichtigste vorneweg: Die Schiedsrichter trafen am Samstag rechtzeitig in der Eichlihalle ein, im Gegensatz zur Vorwoche konnte die Partie ausgetragen werden. Damals musste das Heimspiel gegen Endingen abgesagt werden, weil aufgrund eines Missverständnisses beim Schweizerischen Handballverband keine Unparteiischen aufgeboten worden waren.

Der BSV Stans liess sich die Gelegenheit nicht entgehen und baute die Kommunikationspanne anlässlich des Guuggenüberfalls gleich noch ins Fasnachtsprogramm ein. «Wer verkleidet ans Spiel kommt, zahlt nur die Hälfte des Eintritts. Wer als Schiedsrichter erscheint, kann sogar gratis rein», verkündete Präsident Philipp Bühlmann im Vorfeld. Trotz des Anreizes blieben die offiziell im Einsatz stehenden Stefan Kappler und Fabian Zürcher aber die Einzigen ihrer Gilde, auf der Tribüne konnten keine zusätzlichen Referees gesichtet werden.

Blitzstart: Gegner wird regelrecht überrannt

Damit rein ins sportliche Geschehen: Die Birsfelder, welche sich zuletzt mit den Siegen gegen Emmen und Steffisburg von der Abstiegszone lösen konnten, geniessen wegen ihrer offensiven Verteidigungstaktik den Ruf eines sehr unangenehmen Kontrahenten. Den blieben sie diesmal aber schuldig, die Gäste aus dem Basel-Landschaftlichen hatten zu Beginn kaum Zeit, um ihre Abwehrformation einzunehmen. Nach der Balleroberung oder auch im Falle eines Gegentores schalteten die Stanser ungemein schnell um und überrannten den Gegner im wahrsten Sinn des Wortes. «Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen», freute sich der Stanser Trainer Andy Gubler und lieferte gleich noch eine interessante Statistik: «In den ersten 20 Minuten haben wir neun Angriffe innerhalb von 10 Sekunden mit einem Torerfolg abgeschlossen.»

Das Kräftemessen war entsprechend früh entschieden, in der 15. Minute führte Stans bereits mit 11:4, zur Pause lag es mit 20:11 in Front. Birsfelden versuchte, treu seiner Reputation, noch die eine oder andere Umstellung in der Defensive, doch näher als auf sechs Treffer kam es nicht mehr heran – am Ende resultierte ein klarer 37:27-Erfolg für die Einheimischen. «Wir spielten geduldig, diszipliniert, schlossen nicht zu früh ab. Das war eine gute Mannschaftsleistung», resümierte Gubler. Erfreulich zudem: Mit Yves Mühlebach und Mario Christen haben sich zwei Akteure aus der Verletztenstation zurückgemeldet.

In der Tabelle stehen die Stanser damit in Tuchfühlung zu Platz drei, der aktuell von Möhlin mit drei Punkten Vorsprung bei einem ausgetragenen Spiel mehr gehalten wird. «Dieser dritte Rang reizt uns. Sehr sogar», sagt Gubler mit einem Schmunzeln und er ergänzt: «Ich hoffe bei uns jetzt auf mehr Konstanz.»

Erfolgstrainer Gubler bleibt wohl beim BSV Stans

Fest jedenfalls steht: Unter ihm hat der BSV seit dem Aufstieg in die NLB im Jahr 2017 eine sehr positive Entwicklung gemacht. Letzte Saison hatte die Mannschaft die Saison auf dem zehnten Platz abgeschlossen. Steht einer Vertragsverlängerung also nichts im Weg? «Ich weiss gar nicht, ob ich einen Vertrag habe. Wenn es passt, gibt man sich die Hand und macht weiter. Dazu brauche ich nichts Schriftliches», erklärt Gubler. Und, passt es für ihn in Stans? «Ja, wenn das Team zusammenbleibt. Wir haben ein gutes Klima. Es wäre schön, auf dem Bisherigen aufbauen zu können.» Auch vom Vorstand habe er positive Signale erhalten. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit sollte also nur noch Formsache sein.

Am kommenden Wochenende steht als nächstes der schwere Gang in die kleine Halle von Steffisburg auf dem Programm. Die Berner Oberländer haben sich, ähnlich wie Birsfelden, etwas vom Relegationsstrich distanzieren können. Der Termin für das Nachtragsspiel gegen den TV Endingen steht derweil noch nicht fest, eine Einigung mit den Aargauern ist bisher nicht zu Stande gekommen. Möglich, aber noch nicht bestätigt, ist der Sonntag, 7. April um 19.30 Uhr.

Stans - Birsfelden 37:27 (20:11)

Eichli. – 450 Zuschauer. – SR Kappler/Zürcher. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Stans, 8-mal 2 Minuten plus rote Karte für Müller (57./3-mal 2 Minuten) gegen Birsfelden. – Stans: Wenger; Mühlebach (2), Obad (4), Scherer (7), Kuster (3), Riederer (2), Imfeld (3), Achermann (7), Skrebsky Dutra (8/6); Gautschi, Christen (1), Niederberger.

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