Fussball: Auswärtscoup lässt Kriens vorrücken

Wieder ein Krienser Ausrufezeichen: Mit dem 2:1(1:1)-Sieg in Schaffhausen hüpft der SC Kriens in der Tabelle auf Rang 7.

Turi Bucher
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Der Trainer des SC Kriens - Bruno Berner - ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Schaffhausen. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 29. Januar 2019))

Der Trainer des SC Kriens - Bruno Berner - ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Schaffhausen. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 29. Januar 2019))

Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage im Nachtragsspiel in Lausanne vom Mittwoch tut das der Krienser Seele gut: 2:1-Auswärtscoup des SCK in Schaffhausen. Und vor allem ist der Blick auf die Tabelle wohltuend: Der Aufsteiger macht mit diesem vierten Saisonsieg einen Schritt vom vorletzten Rang 9 auf Platz 7.

Doch wieder, wie schon in Lausanne, missriet den Kriensern der Start in die Partie. Es war allerdings ein sehr hart diktierter Penalty in der 5. Minute – Schaffhausens Tunahan Cicek verwertete diesen zum 1:0. Und – wie gehabt – auch von diesem Rückschlag liess sich der SCK nicht entmutigen. Praktisch mit dem nächsten Angriff gelang Kriens-Topskorer Nico Siegrist schon der Ausgleich: Edmond Selmanis fleissiger Einsatz in der rechten Defensivzone der Platzherren zahlte sich aus, liess den Ball in den Schaffhauser Strafraum prallen – da stand Siegrist, der sich den Ball kurz zurechtlegte und flach zum 1:1 einschoss. Siegrist ist mit 12 Toren weiterhin der Topskorer der Liga. Zieht man seine letzten Pässe zu 8 weiteren Kriens-Toren dazu, erzählt die Statistik: Siegrist hatte bisher bei 20 von 31 Kriens-Toren seine Füsse im Spiel.

Die Entscheidung im gestrigen Spiel führte allerdings FCZ-Transfer Omer Dzonlagic herbei: Schaffhausen-Goalie Rafael Zbinden wehrte einen Schuss von Saleh Chihadeh zur Seite ab, der fünf Minuten zuvor eingewechselte Dzonlagic konnte mit dem linken Fuss zum Siegtreffer einschiessen.

«Das ist ein Sieg der mentalen Stärke. Die Mannschaft glaubt an sich, und sie hat sehr diszipliniert gespielt.»

Mit diesen Worten freut sich Kriens-Trainer Bruno Berner über den 2:1-Coup in Schaffhausen. «Unsere Fortschritte sind deutlich erkennbar, das gibt uns Selbstvertrauen.» Grund für ausgelassenes Feiern gibt es aber nicht wirklich. In der Tabelle liegen Kriens, Chiasso, Vaduz und Rapperswil weiterhin ganz nahe beieinander – und nun kommt am nächsten Samstag (17.30) die nächste schwierige Aufgabe auf den SCK zu: Die Star-Equipe von Tabellenleader Servette gibt sich in Kriens die Ehre.

Schaffhausen – Kriens 1:2 (1:1) Lipo Park. – 1024 Zuschauer. – SR Staubli. Tore: 5. Cicek (Foulpenalty) 1:0. 8. Siegrist 1:1. 82. Dzonlagic 1:2. Schaffhausen: Zbinden; Demhasaj, Mendy, Mevlja, Qollaku; Pugliese, Paulinho, Del Toro, Tranquili (67. Barry); Cicek (81. Dindamba), Nikci (61. Sessolo). Kriens: Enzler; Elvedi, Fanger, Berisha; Sadrijaj; Urtic, Wiget, Selmani (65. Cirelli), Costa (77. Dzonlagic); Siegrist, Chihadeh (83. Sulejmani). Bemerkungen: Schaffhausen ohne Helbling (gesperrt), Castroman und Grasseler (beide verletzt). Kriens ohne Bürgisser (verletzt).