«Gehören schweizweit zu den Stärksten»

In Willisau stand die nationale Spitze am Start: ein Zeichen dafür, dass die nationalen Titelkämpfe im Geräteturnen näher rücken. Ein Thema sorgt dabei für besonders viel Gesprächsstoff.

Stefanie Meier
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Blicken der Reglementsänderung positiv entgegen: die beiden SM-Verantwortlichen Simon Stalder und Flavia Imfeld. (Bild: Marianne Baschung (Willisau, 1. September 2018)

Blicken der Reglementsänderung positiv entgegen: die beiden SM-Verantwortlichen Simon Stalder und Flavia Imfeld. (Bild: Marianne Baschung (Willisau, 1. September 2018)

Nach den Sommerferien ist vor den Schweizer Meisterschaften. Folglich war an der Schweizer-Meisterschaft-Challenge in Willisau alles am Start was Rang und Namen hatte. Es war ein wegweisender Wettkampf auch für die beiden SM-Verantwortlichen Flavia Imfeld (Obwalden) und Simon Stalder (Rickenbach). Kaum im Amt angekommen, beschäftigen sie sich bereits mit einer wichtigen Reglementsänderung.

Bislang wurden die Schweizer Meisterschaften der Frauen und Männer auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt. Der Modus soll jetzt vereinheitlicht werden. Konkret heisst das, dass auch bei den Frauen Schritt für Schritt der Modus der Männer zur Anwendung gelangt. Eine Änderung, die nicht nur Vorteile mit sich zieht. Es bedeutet, dass am Mannschaftswettkampf pro Verband und pro Kategorie nur noch ein Team mit fünf Sportlern an den Start gehen darf. Damit ist der Kampf um einen Platz in der Mannschaft um einiges grösser als noch in den Vorjahren, wo bis zu zehn Turnerinnen starten konnten. Schade sei vor allem, dass somit weniger Turnerinnen Wettkampferfahrung an einem Grossanlass sammeln können, moniert Imfeld. Dennoch ist sie grundsätzlich doch positiv auf die Reglementsänderung gestimmt.

Luzern mit dem grössten Kontingent

Denn was das Mehrkampffinale anbelangt, profitiert der Verband Luzern, Ob- und Nidwalden dahingehend, dass mehr Turnerinnen für den Wettkampf zugelassen werden. Jeder Verband kriegt ein gewisses Kontingent. Dieses wird anhand der Anzahl startender Turnerinnen am ersten Qualifikationswettkampf der Saison festgelegt. «Je mehr Turnerinnen am ersten Wettkampf mit dabei sind, desto grösser wird unser Kontingent», erklärt Imfeld. Der Verband Luzern, Ob- und Nidwalden gehört schweizweit zu den Stärksten und kann somit mit 32 Turnerinnen am Finale im zürcherischen Dietikon antreten.

Im vergangenen Jahr haben sich in der Kategorie 5 nur vier Turnerinnen für das Mehrkampffinale qualifiziert. Neu dürfen dank dieser Regelungänderung sechs Athletinnen an den Start. In der Kategorie und bei den Frauen sind es sogar neun. «Es ist toll, dass so viele im Finale mit dabei sind», ist sich Imfeld sicher. Im Fokus steht dabei die Titelverteidigung in der Königsklasse Kategorie 7. Dort werden acht Turnerinnen, unter anderem die letztjährigen Gold-, Silber- und Bronzegewinnerinnen Sandra Garibay (BTV Luzern), Paciane Bo Studer (Nidwalden) und Nicole Strässle (BTV Luzern), ins Geschehen eingreifen. «Es freut uns, dass wir mit 32 das grösste Kontingent aufweisen und somit beste Voraussetzungen für weitere Top-Ergebnisse haben», resümiert Imfeld stolz.

Fluch – oder doch Segen?

Flavia Imfeld selbst erlebt diese Modusänderung als aktive Turnerin der Kategorie 7 hautnah mit und bestätigt, dass dieses Thema im Vorfeld für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Zu Recht? «Wie gesagt, hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber eine schrittweise Anpassung an die Modalitäten der Männer macht Sinn», relativiert Imfeld. Das sieht auch der Verantwortliche der Männer, Simon Stalder, so. Er beobachtet derweilen genau, welche Turner er für den Teamfinal aufstellen soll. Mit dieser Entscheidung lässt er sich Zeit, denn noch sind nicht alle Qualifikationswettkämpfe absolviert.

Für Stalder persönlich war die SM-Challenge einmal mehr ein voller Erfolg. Er siegte in der Kategorie 7 und in der SM-Super-Challenge zusammen mit Kaya Dimmler vom BTV Luzern – eine Bilanz, die sich sehen lassen darf. Bei den Frauen gewann in der Kategorie 7 Lara Borner (Frauenfeld) vor Sandra Garibay und Nicole Strässle. Das Punktesammeln nun munter geht weiter. Ein nächstes Aufeinandertreffen gibts am Mammut-Cup in Eschenbach von Mitte September. Dort werden die definitiven Startplätze für die diesjährigen Schweizer Meisterschaften vergeben.

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