Stanser Handballer: Gelingt ihnen wieder ein Husarenstück?

Die Stanser empfangen am Samstag den bisher makellosen NLB-Leader Endingen in der Eichli-Halle. Damit wie letztes Jahr eine Überraschung möglich werden kann, braucht es den Goalie David Wenger in Topform.

Stephan Santschi
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Der BSV Stans, hier Fernando Skrebsky beim Sprungwurf, fordert am Samstagabend den NLB-Leader Endingen. Bild: Pius Amrein (2. Februar 2019)

Der BSV Stans, hier Fernando Skrebsky beim Sprungwurf, fordert am Samstagabend den NLB-Leader Endingen. Bild: Pius Amrein (2. Februar 2019)

Am 3. Februar 2018 war es, also vor etwas mehr als einem Jahr, als der BSV Stans zu Hause auf den RTV Basel traf. Der Gegner führte die NLB-Tabelle souverän an, hatte alle 14 Spiele gewonnen und stieg am Ende in die NLA auf. In Stans allerdings kassierten die Basler an diesem Tag die erste Niederlage der Saison – 26:29 stand es aus ihrer Sicht am Ende.

Am Samstag (19.30 Uhr, Eichli) präsentiert sich nun eine fast identische Ausgangslage. Wieder gastiert ein noch makelloser NLB-Leader in Stans, Endingen diesmal mit Namen, das sämtliche 16 Partien für sich entschieden hat. Im Tor steht wie damals David Wenger (kleines Bild) und man braucht kein Prophet zu sein, um anzumerken: Der 24-jährige Krienser muss einen guten Tag erwischen, damit sein Team eine Chance hat.

Flink und schnell wegen eher kleiner Statur

Gegen Basel jedenfalls hatte Wenger mit einer Abwehrquote von 33 Prozent nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg gehabt. Auch in seiner zweiten Saison in Stans stimmt seine Form, zusammen mit Stipan Maric und Kayoum Eicher bildet er das Goalietrio der Nidwaldner. «Unsere Quote bewegt sich im Schnitt zwischen 30 und 40 Prozent, wir spielen eine stabile, solide Saison», sagt Wenger. Eine klare Nummer eins gebe es nicht, «es herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf. Es kann vorkommen, dass sich einer nicht sicher fühlt und manchmal dem anderen sogar erst wenige Minuten vor dem Spiel den Vortritt lässt», erklärt Wenger.

Seinen Spielstil beschreibt er dabei als «schnell» und «flink». Aufgrund eher geringer Körpergrösse von 1,85 Metern kommt seinem Stellungsspiel eine noch wichtigere Bedeutung zu, «weil ich nicht eine so grosse Reichweite habe». Sagt es und wendet sich Werner Zimmermann zu, der ihm gerade mitteilt: «Den hast du nicht sauber herausgeputzt.»

Wer Wenger holen will, braucht «gute Argumente»

Werner ist der Vater von Thomas Zimmermann, dem ehemaligen NLA-Flügel, der mittlerweile das Innenausbau-Geschäft in Kriens übernommen hat. Wenger ist dort als Schreiner angestellt und nicht sauber herausgeputzt, hat er den geschäftseigenen Lieferwagen. «Ich hatte es eilig. Der Schrank, den ich zusammenbaue, pressiert. Deshalb habe ich meinen Grümpel noch im Auto gelassen», rechtfertigt sich Wenger mit seinem typisch schelmischen Grinsen. Und er fügt an: «Wichtiger ist, dass ich am Samstag und an jedem Wochenende mit Stans die Bälle rausputze.»

Beim BSV jedenfalls sei er gut aufgehoben, die drei NLA-Einsätze mit Kriens als Aushilfe habe er zwar in besonderer Erinnerung, «doch die NLB ist für mich der ideale Platz. Wenn mich jemand aus Stans wegholen will, muss er gute Argumente haben.»

Hinweis

NLB, Männer. Samstag: Stans – Endingen (19.30, Eichli).