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Genügsame Stanser Handballerinnen mit Fehlstart

Stans verliert gegen Brühl II (18:26) und steht in der SPL 2 ohne Punkte da. Der Trainer will, dass sein Team nach grossen Zielen strebt, die Spielerinnen scheinen darauf aber keine Lust zu haben.
Stephan Santschi
Sina Kuster (am Ball) brachte als eine der wenigen etwas Power ins Stanser Spiel. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 9. September 2018))

Sina Kuster (am Ball) brachte als eine der wenigen etwas Power ins Stanser Spiel. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 9. September 2018))

Vicente Cotrina Cabal, den alle nur Ike nennen, sitzt nach Spielschluss auf der Bank der Stanserinnen und wirkt etwas konsterniert. «Wir machen so viele einfache Fehler», sagt der Trainer. «Dabei wäre der einfachste Weg zum Sieg, dass man eben nicht mehr solche Fehler macht.» Anders formuliert: Die Nidwaldnerinnen haben sich am Sonntag im Heimspiel gegen die zweite Equipe von Brühl zu grossen Teilen selber geschlagen. 18:26 lautete das Verdikt, es war nach der Niederlage aus der Vorwoche beim LK Zug II (18:27) die zweite Schlappe im zweiten Spiel. Der Start in die neue SPL-2-Saison ist dem BSV Stans damit missglückt.

Die Geschehnisse erinnern ans letzte Jahr, als das Team ähnlich uninspiriert begann und nach zehn Niederlagen aus elf Spielen in grosse Abstiegsnöte geriet. Im Winter konnten Mannschaft und Verein dank verschiedener Massnahmen die Wende erzwingen, die Auftritte waren auf einmal derart stark, dass Trainer Cotrina Cabal für die Zukunft sogar wieder den Aufstieg in die SPL 1 thematisierte. «Wir müssen träumen», sagt der leidenschaftliche Handballlehrer aus Spanien auch jetzt. Nur verspüren seine Spielerinnen dazu offenbar nicht viel Lust.

Kuster und Schwab sorgen für Schwung

Im Heimspiel gegen Brühl schienen sie jedenfalls nicht an einen Erfolg zu glauben. Dem Angriff fehlte es gegen die robusten St. Gallerinnen an Kreativität, Genauigkeit und Durchschlagskraft. Die Abwehr wehrte sich nach Kräften, hatte in Halbzeit eins aber keine Unterstützung vom Goalie. Bereits nach 17 Minuten hatte der Rückstand klare Züge angenommen (4:9).

Später kamen vorübergehend etwas mehr Emotionen ins Spiel, weil die eingewechselten Sina Kuster und Ronja Schwab für mehr Betrieb in der Offensive sorgten – nach 40 Minuten hatte sich Stans sogar wieder in Schlagdistanz zu Brühl gebracht (16:18). Dann aber erhöhte sich die Fehleranfälligkeit wieder drastisch, bis zum Schlusspfiff gelangen den Nidwaldnerinnen nur noch zwei weitere Treffer. Selbst mit einer siebten Angreiferin anstelle des Keepers fand Stans kaum mehr einen Weg zum gegnerischen Tor, die beiden Kreisläuferinnen konnten nicht in die Angriffe integriert werden.

Ronja Schwab vom BSV Stans zeigt im Spiel gegen LC Brühl Handball II vollen Einsatz. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Dennoch verlieren die Stanserin das Spiel 18:26. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Sina Kuster vom BSV Stans. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Greta Grandjean (Mitte) im Spiel gegen LC Brühl Handball II im Eichli Stans. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Nadja Fellmann kurz vor dem Abschuss. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Julia Lussi weiss sich in Szene zu setzen. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Ronja Schwab wird von einer Gegnerin zurückgehalten. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Jsabel Kretz vom BSV Stans. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Nadja Fellmann wehrt sich gegen die Brühler Konkurrenz. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
Greta Grandjean behauptet sich gegen eine forsche Gegnerin. (Bild: Philipp Schmidli, Stans, 9. September 2018)
10 Bilder

Stans - Brühl II 18:26

Trainer Cotrina Cabal: «Die Umstände sind hart»

Klar: Die zweiten Teams von Zug und Brühl dürften in der SPL 2 zu den Topteams gehören. Trotzdem darf von Stans, das in der Saison 2016/17 noch in der SPL 1 spielte, mehr erwartet werden. Die Automatismen im Spiel greifen nicht, das Selbstvertrauen fehlt, die Trainingspräsenz ist wegen anderer Prioritäten (Schule, Arbeit) mangelhaft. Steffie Seerup aus Dänemark wird beispielsweise für einen Monat nicht verfügbar sein, weil sie aus Studiengründen zurück in ihr Heimatland gereist ist. Andere streichen gleich reihenweise Trainings- und Matchtermine aus ihrer persönlichen Agenda. «Ich muss im Dienstag-Training repetieren, was wir am Montag gemacht haben, weil nicht alle da waren. Die Umstände sind hart», erklärt Cotrina Cabal. Hinzu kommen die verletzungsbedingten Ausfälle von Lara Ernst, Alina Berchtold und Sarah Rossi.

Trotz dem Ungemach glaubt der Trainer an eine gute Saison, das sagte er seinem Team auch unmittelbar nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Brühl. «Am nächsten Samstag auswärts gegen den direkten Konkurrenten Goldach beginnt für uns die Saison erst richtig, dort brauchen wir einen Sieg.» Auch die Aufstiegsrunde der besten Zwei sieht Cotrina Cabal in Reichweite. An diesen dürfen die zweiten Mannschaften (Zug, Brühl, Spono Eagles) laut Reglement nicht teilnehmen, wodurch nur noch vier Konkurrentinnen übrig bleiben. «Hinter Kreuzlingen bewegen wir uns mit allen etwa auf einem Level.» Das heisst aber auch: Steigert sich Stans nicht, droht der Abstiegskampf.

2. Runde: Kreuzlingen – Spono Eagles II 31:16 (16:8). SG Yverdon/Crissier – Arbon 25:27 (13:13) – LK Zug II – Goldach-Rorschach 37:29 (22:15). Stans – Brühl St. Gallen II 18:26 (11:14).

Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Kreuzlingen 4. 2. Brühl St. Gallen II 2/4. 3. LK Zug II 4. 4. Arbon 2. 5. Spono Eagles II 2. 6. Stans 0. 7. Goldach-Rorschach 0. 8. SG Yverdon/Crissier 0.

Stans – Brühl II 18:26 (11:14)

Eichli. – 150 Zuschauer. – SR Eichenberger/Seper. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Stans, 3-mal 2 Minuten gegen Brühl II. – BSV Stans: Hofstetter/Schoch (ab 31.); Jonsdottir, Schardt (4), Kretz (3), Fellmann (2), Grandjean (2), Lussi, Flavia Kuster; Sina Kuster (3/2), Schwab (4), Zimmermann, Odermatt, Hurschler.

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