Giswiler Langläufer Janik Riebli schafft den Einzug in den WM-Halbfinal

Die ersten drei Wettkampftage an der Junioren- und U23-WM sind vorbei. Janik Riebli ist bester Zentralschweizer.

Roland Bösch
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Janik Riebli.

Janik Riebli.

Archivbild: Manuela Jans-Koch

Dank der Silbermedaille des Davosers Valerio Grond und Bronze von Siri Wigger vom Skiclub am Bachtel darf die Schweizer Delegation auf einen geglückten Start der Junioren- und U23-WM im Langlauf in Oberwiesenthal zurückblicken. Beide Medaillen erkämpften sich die Junioren im Sprint am Samstag. Dem Beckenrieder Avelino Näpflin gelang als 23. im Prolog ein guter Start. An zweiter Stelle liegend verhinderte ein Stockbruch aber den Einzug in den Halbfinal. «Dieser Zwischenfall hat mich im Ziel schon etwas geärgert», erklärte der 20-jährige C-Kaderathlet. Die tolle Atmosphäre in Oberwiesenthal und die gute Stimmung im Team haben Näpflin nicht lange hadern lassen. Beim Rennen über 10 km im klassischen Stil wurde er gestern als bester Schweizer guter 21.

Am Sonntag beim U23-Sprint war für die Engelbergerin Lea Fischer und den Eigenthaler Cyril Fähndrich in den Viertelfinals Endstation. «Im Viertelfinal hat es kurz vor meinem Einsatz begonnen, richtig fest und nass zu schneien. Die dadurch verlangsamten Verhältnisse haben mir nicht in die Karten gespielt», bilanzierte Fischer. Fähndrich analysierte: «Als 17. belegte ich den gleichen Platz wie im Vorjahr als Junior – und das in einem Skating-Sprint.» Für das grösste Ausrufezeichen sorgte B-Kaderathlet Janik Riebli. Der Giswiler beendete den Prolog als Drittschnellster. Den Viertelfinal überstand er an der Spitze laufend souverän. «Aufgrund des Schneefalls war die Strecke langsamer geworden, entsprechend kostete die Führungsarbeit mehr Kraft als erwartet», sagte Riebli. Die nur 20 Minuten Erholungszeit bis zum Halbfinal reichte dem Obwaldner nicht, um die Batterien voll aufzuladen. Zu Beginn seines Halbfinals konnte er noch um einen Finalplatz mitlaufen, beim langen Aufstieg war dann aber die Luft wortwörtlich draussen. Am Ende klassierte er sich auf Rang 11. «Ich habe meine Topleistung abrufen können, bin technisch sauber gelaufen und war mental auf gutem Niveau. Wie ich in dieser Saison bereits bei anderen Rennen bemerkt habe, fehlt es mir an der Substanz. Dies wurde mir bei dieser selektiven Strecke und aufgrund des Neuschnees zum Verhängnis.»