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Dem FC Sarnen gelingt ein guter Auftritt, aber wieder vergebens

Im 2.-Liga-inter-Match zwischen Sarnen und Willisau kassieren die Obwaldner im 3. Spiel die 3. Niederlage.
Ruedi Vollenwyder
Der Sarner Nando Omlin (links) im Kopfballduell mit dem Willisauer Zeljko Karajcic. Bild: Dominik Wunderli (Sarnen, 22. August 2019)

Der Sarner Nando Omlin (links) im Kopfballduell mit dem Willisauer Zeljko Karajcic. Bild: Dominik Wunderli (Sarnen, 22. August 2019)

Neun Punkte trennen den FC Willisau nach dem dritten Sieg und den FC Sarnen nach eben so vielen Niederlage in der Tabelle. Nimmt man diese grosse Punktedifferenz zu Rate, ist man geneigt, auf einen einseitigen Match zu setzen. Dem war aber überhaupt nicht so. Die Sarner spielten bei der 1:3-Niederlage einen frechen Offensivfussball. Trotz des frühen 0:1-Rückstands (7. Christian Binde verwandelte einen Foulpenalty) sah «Spion» Jean-Daniel Gross, der Trainer von Liga-Konkurrent FC Emmenbrücke, einen FC Sarnen, der «dem Leader bis zur Halbzeitpause absolut ebenbürtig war, aber auch viel riskierte».

Nach dem tollen Weitschusstor von Randy Würsch, er traf aus 25 Metern ins hohe Toreck (21.), vielleicht auch eine Spur Risiko zuviel und entblösste so die eigene Defensive. Nach einem Ballverlust im Aufbau nützte das Team um Trainer Roger Felber das dadurch entstandene 5:2-Überzahlspiel resolut aus: Ndue Daka, der schon den Penalty herausholte, traf kurz vor der Pause (43.) zur 2:1-Führung. «In diesen letzten Minuten vor der Pause spielten wir zuwenig clever», sinnierte Randy Würsch, einer der wenigen Routiniers in der Mannschaft von Trainer Roger Mathis. «So wurden wir für den betriebenen grossen Aufwand nicht belohnt. Ein 1:1 zur Pause wäre auch fürs Selbstvertrauen gut gewesen.»

Dieses Selbstvertrauen muss man bei den Spielern des FC Willisau nicht suchen. Das eingespielte Team forcierte im zweiten Spielabschnitt mit einer aggressiven Spielweise eine schnelle Entscheidung. In der 50. Minute hielt Sarnen-Goalie Ivo Sigrist nach einem Abschlussversuch von Luca Frey sein Team mit einer tollen Parade im Rennen. In der 62. Minute setzte derselbe Spieler einen Ball an den Pfosten. Ehe vier Minuten später Supertechniker Zeljko Karajcic sein Team nach einem weiteren Sarner Faulpass in der Vorwärtsbewegung mit dem 3:1 definitiv auf die Siegesstrasse schoss. Das schnelle, überfallartige Umsetzen bei gegnerischen Fehlern und die sehr gute Effizienz der spielstarken Willisauer machten in dieser animierten und unterhaltsamen Partie den Unterschied aus.

Der fehlenden Erfahrung wegen Tribut gezollt

Dass Willisau die Leaderposition nicht unberechtigt inne hat, verdankt Zeljko Karajcic einer sehr guten Vorbereitung. «Unglaublich, wie sich das Trainer-Duo Roger Felber/Reto Purtschert für uns Spieler ins Zeug legte. Auch Trainingslektionen ‹der alten Schule› können begeistern und die Leistung fördern», meinte der 29-jährige Karajcic, der seit sieben Jahren für den FC Willisau spielt, schmunzelnd. Beim FC Sarnen nimmt man die dritte Niederlage im dritten Spiel nicht allzu tragisch. «Wir wussten, dass wir in den ersten Partien Lehrgeld bezahlen müssen», bemerkt der neue Trainer Roger Mathis. «Die Mannschaft mit den wenigen verbliebenen Routiniers und den vielen jungen Spielern muss sich zuerst finden. Die Fortschritte sind da, die Leidenschaft, wie mein Team zur Sache geht, stimmt mich für die nächsten Partien zuversichtlich», hofft der Sarner Trainer auf baldige erste Punkte. Denn das Auftreten gegen den aktuellen Leader war passabel. Bis auf das Resultat, welches, wie bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Brunnen, auch diesmal nicht stimmte. Und Randy Würsch legte nach: «Meine jungen Mitspieler bereiten mir Freude. Wegen der fehlenden Erfahrung mussten wir aber gegen das starke Team von Willisau Tribut zollen.»

Sarnen – Willisau 1:3 (1:2)

Seefeld. – 250 Zuschauer. – SR Miehle. – Tore: 7. Binde (Foulpenalty) 0:1. 21. Würsch 1:1. 43. Daka 1:2. 66. Zeljko Karajcic 1:3. – Sarnen: Ivo Sigrist; Omlin, Koch, Tschopp; Lopes, Würsch; Brnic (65. Jasarevic), Merola (84. Holtz), Wirz; Rohrer (77. Paulo), Braschler. – Willisau: Bolliger; Salihaj, Ostojic, Dirlik (46. Mijatovic), Fischer; Daka, Bühler; Zeljko Karajcic; Lang (67. Kohler), Binde (90. Keller), Frey (85. Eugster). – Bemerkung: 62. Pfostenschuss Frey.

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