Der FC Entlebuch hat sich schnell mit der 2. Liga anfreunden können

Die Vorrunde ist in der 2. Liga beendet. Aufsteiger Entlebuch ist die positive Überraschung.

Michael Wyss
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Daniel Kaufmann, Spielertrainer FC Entlebuch. Bild: Michael Wyss

Daniel Kaufmann, Spielertrainer FC Entlebuch. Bild: Michael Wyss

«Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir haben uns schnell mit der 2. Liga anfreunden können nach dem Aufstieg. Wenn wir weiter an unsere Leistungsgrenze gehen, müssen wir uns vor keinem Gegner fürchten. Meine Spieler sind hungrig und lernwillig, die Entwicklung stimmt mich zuversichtlich für die Rückrunde», so Entlebuchs Spielertrainer Daniel Kaufmann. Mit 5 Siegen, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen, ziert sein Team den 7. Rang und steht mit 18 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Der Liganeuling bewies, dass er ein würdiger Aufsteiger ist. Kaufmann: «Wir waren kein Kanonenfutter und Punktelieferant. Im Gegenteil, die Gegner mussten beissen.»

Unter den Top 6 Teams steht unter anderem Emmen (4.Rang; 23 Punkte). Trainer Dragan Bijorac: «Wir sind sehr zufrieden mit der Vorrunde. Spielerisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht und werden weiter hart arbeiten. Leider hat in jüngster Vergangenheit die Verletzungshexe zugeschlagen, doch das gehört auch dazu.» Vorne im Sextett mischen auch die beiden Urner-Vertreter Altdorf und Schattdorf mit, wie auch die Chamer-Reserven.

Der Leader hat ein Problem mit der Disziplin

2.-Liga-inter-Absteiger Eschenbach wurde seiner Favoritenrolle gerecht und steht auf einem Aufstiegsplatz. Das Trainergespann Christoph Müller/Marco Zimmermann: «Wir hatten einen grossen Umbruch mit vielen Zuzügen und Abgängen nach dem Abstieg. Doch wir konnten uns schnell etablieren. Wir wollten unter die Top 4 bis zur Winterpause, was uns gelungen ist.» Steigern müssen sich die Seetaler in der Defensive (27Gegentreffer). Offensiv stellt man dagegen die stärkste Equipe mit 34 Toren.

Leader ist der Luzerner SC unter seinem Trainer Pren Spaqi: «Wir haben 27 Punkte, das ist positiv und dass wir Erster sind, macht mich stolz. Dass ich viele junge Spieler in das Fanionteam integrieren konnte, war mir wichtig und zeigt auch, dass wir im Verein auf dem richtigen Weg sind. Wir haben uns als Einheit präsentiert.» Besser werden muss die Disziplin (51 Strafpunkte).

Der Abstiegskampf verspricht Spannung

Hochdorf hat mit 18 Punkten ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze, muss aber im Frühjahr weiter punkten, damit man den Ligaerhalt schafft. Noch ist nicht klar, mit welchem Trainer die Seetaler in den Frühling starten. Das Trainerduo Edi von Moos/ Stefan Suter hatte den Rücktritt vor dem letzten Spiel erklärt, nach zuletzt nicht sportlich befriedigenden Resultaten.

Auch nicht aus dem Schneider sind die Sursee-Reserven (16) und Obergeissenstein (16), da mit Gunzwil (13), Stans (12) und Sempach (11) ein Trio im Nacken lauert. Gunzwils Trainer Sascha Imholz: «Wir sind nicht zufrieden mit der Vorrunde. Wir haben viele Punkte verschenkt. Ich denke, dass wir zehn Punkte mehr haben müssten. Auch personelle Probleme waren die Gründe, dass wir nur Elfter sind. Ich musste Senioren, Junioren und Spieler aus der zweiten Mannschaft holen. Wir müssen hart arbeiten, damit wir unsere Ziele erreichen. Die Liga ist spannend. Am Ende bekommen wir, was wir verdienen.»

Und Sursee-II-Trainer Roland Hauri sagt: «Mit einer jungen Equipe und einem Durchschnittsalter von 22 Jahren fehlt es im Team natürlich auch an Erfahrung. Wir verloren viele Spiele in den letzten Minuten. Wir werden die nötigen Lehren daraus ziehen und unseren Weg meistern. Wir sind auf Kurs und wissen, was es zu tun gibt.»

Schlusslicht ist Littau (9), welches mit sieben Niederlagen und einem Unentschieden schlecht startete, sich nun aber erholte. Aus den letzten fünf Partien resultierten acht Punkte, das Team von Trainer David Andreoli schaffte den Anschluss. Der Ligaerhalt ist wieder in Sichtweite.