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Lena Häcki begeistert 180 Jugendliche im Langis-Langlauflager

Lena Häcki ist das Aushängeschild des Schweizer Biathlon-Frauenteams. Im Swiss- Jugend-Langlauflager auf dem Glaubenberg wurde die 23-jährige Engelbergerin als Stargast herzlich empfangen.
Roland Bösch
Die Biathletin Lena Häcki (vorne) lässt sich von den Jugendlichen feiern. (Bilder: Fabian Scheuber/PD (Glaubenberg, 28. Dezember 2018))

Die Biathletin Lena Häcki (vorne) lässt sich von den Jugendlichen feiern. (Bilder: Fabian Scheuber/PD (Glaubenberg, 28. Dezember 2018))

Beim Sprintrennen in Nove Mesto (CZE) kurz vor Weihnachten verpasste Lena Häcki den erstmaligen Sprung auf das Weltcup-Podest nur knapp. Die sympathische Engelbergerin wurde Fünfte und erzielte damit ihr zweitbestes Karriereresultat. Beim Besuch im Swiss-Jugend-Langlauflager (Julala) auf dem Glaubenberg ging Lena Häcki am vergangenen Freitag hingegen als grosse Siegerin hervor. Die 23-Jährige war Stargast im grössten Breitensport-Langlauflager der Schweiz und entschied mit ihrem Team «Lena» das Duell gegen das Team «Julala». Die Herausforderung beim Format «Schlag den Star» bestand für einmal nicht aus Langlaufen und Schiessen. Viel mehr galt es, drei Geschicklichkeitsspiele erfolgreich zu meistern.

Im Vorfeld ihres Besuches gestand Lena Häcki ein: «Ich bin schon ein wenig nervös. Es liegt mir am Herzen, dass die Kinder den Abend mit mir geniessen können.» Die Nervosität war umsonst. Mit ihrer offenen und herzlichen Art zog Lena Häcki die 180 Teilnehmenden und das 50-köpfige Leiterteam schnell in den Bann. Während des Duells verwandelte sich die Truppenunterkunft in einen kleinen Hexenkessel. Die Begeisterung des Besuchs von Lena Häcki war auch in der Lagerleitung gross und für den Rahmenprogramm-Verantwortlichen Samuel Müller keine Selbstverständlichkeit: «Wir schätzten es sehr, dass Lena ­Häcki trotz vollem Wettkampf­kalender und den wenigen freien Tage zu Hause in Engelberg den Weg zu uns gefunden hat.»

Zu Beginn des Abends erzählte Lena Häcki aus ihrem vielfältigen Sportlerleben und präsentiert das Olympia-Diplom von Pyeongchang sowie eine Medaille der Junioren-Weltmeisterschaften. Als Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft forderte Lena Häcki die Jugendlichen auf: «Geniesst mit euren Freunden den Spass am Langlaufen und Biathlon. Für mich ist die Freude am Sport noch heute das Wichtigste. Nur wenn man sich wohlfühlt, kann man auch starke Leistungen erbringen.»

Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern

Lena Häcki hat im Verlaufe des Abends auch verraten, dass ihr Besuch eine Premiere rund um das Swiss-Jugend-Langlauflager darstellt: «Als ich mich als 15-Jährige anmelden wollte, war das Lager leider schon ausgebucht. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder coole Geschichten aus dem Lager gehört. Deshalb bin ich froh, jetzt endlich einmal hier zu sein.» Für Lena Häcki war es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, da das Leiterteam mit vielen Gleichaltrigen bestückt ist. Noel Christen, den technischen Leiter des Lagers, kennt sie beispielsweise aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Nordic Engelberg bestens. «Ich bin beeindruckt, wie professionell das ganze Lager organisiert ist und wie viele aufgeweckte Kinder ich angetroffen habe», ist Lena Häcki voller Lob und blickt in die Zukunft: «Nach meiner Sportkarriere kann ich mir durchaus vorstellen, auch solche Einsätze für die Jugend zu leisten.»

Auf alle Fragen eine passende Antwort

Die vielen strahlenden Kinderaugen haben es der Obwaldnerin angetan. Etwas verlegen, aber auch stolz nahm Lena Häcki zur Kenntnis, dass rund 75 Prozent der Kinder ihren Namen kannten. Spannend waren auch die Fragen, mit welchen Lena Häcki von den Jugendlichen konfrontiert wurde. Nebst den Standardfragen rund um den Biathlon wollte jemand beispielsweise wissen, was sie gegen den Klimawandel mache. Lena Häcki hatte auf alle Fragen eine passende Antwort, so auch zum Klimawandel: «Als einzelne Athletin kann ich keine Berge versetzen. Wir bilden aber wenn immer möglich Fahrgemeinschaften. Zudem haben wir beispielsweise den Verband via Athletenkomitee gebeten, die Menge an Plastiksäcken für die Startnummern zu reduzieren.» Die Kinder beschäftigten aber noch viele andere Sachen: Sind deine Freunde noch echte Freunde oder nur Freunde aufgrund des Erfolgs? Wirst du auf der Strasse erkannt? Wie viele Autogramme verteilst du im Tag?

Der Besuch im Swiss-Jugend-Langlauflager dürfte bezüglich der Anzahl Autogramme pro Tag nicht massgebend sein. Musste doch die Autogrammstunde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und nach dem Verteilen von rund 150 Autogrammkarten abgebrochen werden. Lena Häcki stellte zudem fest: «Auf der Strasse kann ich mich fast immer frei bewegen. So bekannt wie Dario Cologna bin ich nun doch wieder nicht.»

Annina Zberg: «Dieses Lager schadet mir bestimmt nicht»

Das Swiss-Jugend-Langlauflager gehört bei der Familie Zberg aus Sarnen in der Altjahreswoche dazu, wie in anderen Familien das Fondue chinoise am Weihnachtsabend. Die fünfköpfige Familie verbringt in der Regel die Lagertage auf dem Glaubenberg. Vater Leo hilft in der Küche mit, Mutter Angelika engagiert sich beim Biathlonstand, die älteste Tochter Silja steht als Leiterin im Einsatz, und Annina Zberg, die Jüngste der Familie, geniesst das Lager als Teilnehmerin. Auf das Lager verzichten musste heuer einzig Simon Zberg. Der ambitionierte 17-jährige Biathlet ist am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und fällt aus sportlicher Sicht voraussichtlich längere Zeit aus.

Für Annina Zberg ist es bereits das achte Lager. «Weil meine Eltern als Leiter im Einsatz standen, durfte ich bereits als Achtjährige das erste Mal teilnehmen», erzählt die Oberstufenschülerin mit Stolz. Trotz der knappen Schneeverhältnisse ist Annina Zberg vom Lager 2018 begeistert: «Einmal mehr ist die Stimmung sehr gut. Ich treffe hier viele Kolleginnen und Kollegen.» Etwas Besonderes ist für Annina Zberg und die restlichen 180 Teilnehmenden jeweils auch das Rahmenprogramm und die Disco zum Lagerende.

Annina Zberg wird von ihren Eltern Angelika (links) und Vater Leo sowie der Schwester Silja (rechts) im Swiss- Jugend-Langlauflager auf Händen getragen. (Bild: Fabian Scheuber/PD (Glaubenberg, 30. Dezember 2018))

Annina Zberg wird von ihren Eltern Angelika (links) und Vater Leo sowie der Schwester Silja (rechts) im Swiss- Jugend-Langlauflager auf Händen getragen. (Bild: Fabian Scheuber/PD (Glaubenberg, 30. Dezember 2018))

«Dieses Lager schadet mir bestimmt nicht»

Die Frage: Ist Annina Zberg als Kaderläuferin des Zentralschweizer Schneesportverbandes in einem Breitensportlager am richtigen Ort? Seit dieser Saison bestreitet die 15-Jährige Biathlon-Wettkämpfe in der Jugend-1- Kategorie mit Kleinkaliber-­Ge- wehren und auf eine Distanz von 50 Metern. Während des Langlauflagers besteht jedoch lediglich die Möglichkeit, mit dem Luftgewehr auf die 10-Meter-Distanz zu schiessen. «Die Biathlon-Animation ist für mich im Lager keine grosse Herausforderung», gibt Annina Zberg zu Protokoll und ist zugleich aber auch überzeugt: «Dieses Lager schadet mir bestimmt nicht. Wir sind am Morgen und Nachmittag auf der Loipe. In unserem Alter absolvieren wir nicht nur Spiele, sondern auch intensive Lauftrainings.»

Am Neujahrstag ist vorerst ausruhen angesagt. Danach fokussiert sich Annina Zberg auf das erste Alpencup-Rennen, welches am Wochenende vom 11. bis 13. Januar 2019 stattfindet. «Es ist mein erster internationaler Einsatz auf dieser Stufe», verrät Annina Zberg. Entsprechend verspürt die Athletin des Skiclubs Schwendi-Langis auch eine gewisse Anspannung. Dass es Annina Zberg mit dem Spitzensport ernst meint, beweist sie in Bezug auf ihre berufliche Ausbildung. Im Sommer beginnt sie bei der Firma Leister in Sarnen die Lehre als Kauffrau.

Die Firma Leister hat sich bereit erklärt, sich als leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb von Swiss Olympic auszeichnen zu lassen. «Wir haben neben dem normalen Lehrvertrag einen Zusatzvertrag abgeschlossen, der mir den nötigen Freiraum zugesteht, um zu trainieren und an den verlängerten Rennwochenenden teilzunehmen.» Für Annina Zberg eine ideale Ausgangslage. Die Sarnerin hofft unter anderem, dank dieser Unterstützung, ihrem Traum bezüglich Teilnahme an den Olympischen Spielen der Jugend im Jahr 2020 einen Schritt näherzukommen.

Der Schnee reichte knapp, atmen Sie auf?

Nachgefragt bei Lagerkoordinatorin

Petra Degen, der Schnee hat knapp bis ans Lagerende gereicht, atmen sie auf?
Wir sind glücklich, dass das Lager trotz wenig Schnee durchgeführt werden konnte. Loipenchef Jörg Kathriner hat einen super Job gemacht. Die Schaufel war ein ständiger Begleiter des Leiterteams.

Wie haben die Kinder auf diese Situation reagiert?
Aufgrund der Reaktionen stelle ich fest, dass die Sonne wichtiger ist als die Schneemenge. Die Kinder waren mit viel Elan und Spass dabei. Das kreative Leiterteam hat das Nötige dazu beigetragen.

Gab es Zwischenfälle?
Eine definitive Bilanz können wir ziehen, wenn alle 180 Kinder wieder gesund zu Hause sind. Wir blieben glücklicherweise von Unfällen verschont. Kleinere Blessuren und Kinder mit Heimweh gibt es immer.

Ihr persönlicher Höhepunkt des Lagers 2018?
Der Besuch von Lena Häcki hat mich ebenso gefreut wie die strahlenden Kinderaugen auf und neben der Loipe. Überwältigt bin ich vom guten Zusammenspiel der Leiter, Supporter, Behörden, Sponsoren und Gönner. Dies macht die Durchführung des grössten Breitensport-Langlauflagers als ehrenamtliche Organisation erst möglich. (rb)

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