Die Altdorfer Handballer sinnen auf Revanche

Gegen Dagmersellen will der KTV Altdorf die Schmach aus der Hinrunde vergessen machen.

Urs Hanhart
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Zählt zu den hoffnungsvollen Talenten beim KTV Altdorf: Rückraumspieler Luca Aschwanden.

Zählt zu den hoffnungsvollen Talenten beim KTV Altdorf: Rückraumspieler Luca Aschwanden.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Vor etwas mehr als einem Monat ist der KTV Altdorf denkbar schlecht in die 1.-Liga-Abstiegsrunde gestartet. Damals setzte es eine blamable 30:34-Auswärtsniederlage gegen den morgigen Gegner Dagmersellen ab. Blamabel deshalb, weil die Altdorfer diesen Gegner in der 1.-Liga-Hauptrunde noch zweimal besiegt hatten.

Immerhin haben sich die Urner inzwischen von diesem unerwarteten Taucher gut erholt. Die drei nachfolgenden Spiele konnten allesamt gewonnen werden, wenn auch zum Teil nur äusserst knapp. Überzeugend war bisher einzig der letzte Auftritt vor der Fasnacht. Dank dem souveränen 35:22-Kantererfolg über den vormaligen Wacker Thun II, den Tabellenführer der Abstiegsrunde, setzten sich die Gelb-Schwarzen an die Spitze der Rangliste.

Dieser Spitzenplatz ist allerdings in Gefahr, denn morgen kommt es in der Altdorfer Feldli-Arena zum Rückkampf gegen Dagmersellen, das mit einem Rückstand von nur einem Punkt auf Altdorf an dritter Stelle lauert. Dieses mit Spannung erwartete Derby wird im 18 Uhr angepfiffen.

Den Schwung aus letzten Spiel mitnehmen

Für Altdorfs Spielertrainer Mario Jelinic ist die Devise klar: «Wir wollen an die starke Leistung aus dem Wacker-Spiel anknüpfen und die schwache Vorstellung vom Hinspiel gegen Dagmersellen vergessen machen. Die Form stimmt.» Mit einem Heimsieg würden die Urner einen grossen Schritt Richtung Ligaerhalt machen. Im Falle einer Niederlage könnte der Abstand zum Strich wieder recht bedrohlich zusammenschmelzen. Morgen kreuzen nämlich die beiden Schlusslichter Wohlen und HBC West die Klingen. Somit wird eines dieser Teams nach der fünften Runde besser dastehen als vorher.

«Zurücklehnen dürfen wir uns sicher nicht. Wir müssen weiterhin Vollgas geben», ist Jelinic überzeugt und fügt gleich noch an: «Für uns sind die verbleibenden Abstiegsrundenspiele auch im Hinblick auf die nächste Saison sehr wichtig. Wir möchten unseren jungen Spielern möglichst viel Einsatzzeit ermöglichen, damit sie wertvolle Erfahrungen sammeln können.» Beim Galaauftritt gegen Wacker Thun II vermochten sich gleich mehrere Jungspunde aus den eigenen Reihen sehr gut in Szene zu setzen, allen voran Rückraumspezialist Luca Aschwanden, der vor allem in der zweiten Halbzeit als Spielmacher und Vollstrecker in Personalunion richtiggehend brillierte. Zu gefallen wussten auch Kreisläufer Marc Häusler und Linksaussen Flavio Fallegger. Man darf gespannt sein, ob es insbesondere den jungen Eigengewächsen gelingt, morgen im Spitzenkampf gegen Dagmersellen an diese vielversprechenden Leistungen anzuknüpfen.

Handball, 1.-Liga-Männer

Abstieg, Gruppe 3. Samstag. 16.00: Muri AG – Muotatahl (Bachmatten). – 17.00: Lyss – Kriens (Grien). – 18.00: Altdorf – Dagmersellen (Feldli-Arena).
Rangliste: 1. Altdorf 4/6. 2. Wacker Thun II 4/6. 3. Dagmersellen 4/5. 4. Visp 3/4. 5. Wohlen 4/1. 6. West HBC 3/0.