Die Buochser Kanutin Hannah Müller fährt in die Weltspitze

Beim Wildwasserrennen im deutschen Fulda trumpfen die Schweizer gross auf. Hannah Müller siegt im Kajak-Einer der Frauen, dank einer ganz riskanten Routenwahl.

Heinz Wyss
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Die Buochserin Hannah Müller bei ihrem Sieg im Kanadier-Einer. Bild: Heinz Wyss (Fulda, 17. März 2019)

Die Buochserin Hannah Müller bei ihrem Sieg im Kanadier-Einer. Bild: Heinz Wyss (Fulda, 17. März 2019)

Einen grossen Teilnehmer-Aufmarsch erlebte die 50. Ausgabe der Wildwasser-Rennen in Fulda (GER) mit Kanuten aus Deutschland, Holland, Belgien und der Schweiz. Die vielen Niederschläge der letzten Tage stellten die Organisatoren vor einige Herausforderungen. So musste beispielsweise die Sprintstrecke am Samstagmorgen kurzfristig auf einen einfacheren Streckenabschnitt verlegt werden. Das Classic-Rennen vom Sonntag konnte plangemäss auf der Originalstrecke durchgeführt werden. Der hohe Wasserstand sorgte für sehr schnelle Rennzeiten.

Die grosse Schweizer Equipe sorgte vor allem im anspruchsvolleren Rennen am Sonntag für sehr gute Resultate. Dabei zeigte die junge Buochserin Hannah Müller, dass ihr der Übergang in die Elitekategorie problemlos gelungen ist. Sie siegte im Kajak-Einer der Frauen, dank einer ganz riskanten Routenwahl, knapp vor ihrer favorisierten Nationalmannschaftskollegin Melanie Mathys. Im Sprintrennen vom Samstag lautete das Resultat exakt umgekehrt. Die extrem talentierte Müller startet schon seit längerer Zeit auch im Kanadier-Einer, wo sie an beiden Renntagen die Ranglistenspitze für sich beanspruchte.

Luis Clavadetscher überrascht mit Bestzeit

Bei den Männern bot Nico Meier eine starke Leistung und verpasste das Podest um minimale vier Hundertstelsekunden. Der Solothurner schaffte damit schon im ersten Anlauf die Selektion für die EM im Mai.

Sehr erfreulich präsentierten sich die Schweizer im Junioren-Rennen. Dort gewann wie erwartet ein Belgier vor dem Solothurner Häfeli. Der Buochser Cornel Bretscher schaffte es im ersten Juniorenjahr ebenfalls auf das Podest, noch vor allen geschlagenen Einheimischen. Eine weitere Überraschung folgte in der Jugendkategorie, wo Luis Clavadetscher aus Ennetbürgen der Schnellste war und der Beckenrieder Janis Amstad mit Rang 3 ebenfalls sein erstes Spitzenresultat erzielte.

Im Kanadier-Einer der Junioren zeigte der Buochser Jonah Müller mit zwei Siegen, dass er in dieser Kategorie seiner Favoritenrolle gerecht wurde, wenngleich die Konkurrenz eher gering war. Alle sie qualifizierten sich damit schon frühzeitig für die Junioren-Weltmeisterschaften in Banja Luka im Juli 2019.