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Stans-Trainer Benji Hess nach Niederlage gegen Rotkreuz: «Mir tun meine Spieler leid»

Der FC Stans verliert gegen den Favorit Rotkreuz in der Nachspielzeit mit 0:1. Während sich Stans in der 2. Liga regional nach hinten orientieren muss, peilt der FC Rotkreuz den Aufstieg in die 2. Liga inter an.
Ruedi Vollenwyder
Der Stanser Nicolas Schneuwly (links) will vorbeiziehen, Luca Eigensatz (Mitte) hält ihm gegen den Rotkreuzer Alan Nabarro (rechts) den Weg frei. Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 27. April 2019)

Der Stanser Nicolas Schneuwly (links) will vorbeiziehen, Luca Eigensatz (Mitte) hält ihm gegen den Rotkreuzer Alan Nabarro (rechts) den Weg frei. Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 27. April 2019)

Es lief die 96. Spielminute. Atdhe Gashi zog einen weiten Flankenball auf den hinteren Torpfosten. Da sauste Balu Ndoy an und drosch den Ball direkt ins Netz: 1:0 für Rotkreuz. Riesenfrust im Lager des FC Stans. Nicht nur über den entschwundenen Punktgewinn, den sich die personell arg geschwächten Nidwaldner mit einem taktisch hervorragenden Defensivspiel redlich verdient hätten. Sie ärgerten sich über den Schiedsrichter, der unbegründet so lange nachspielen liess. Weshalb, das weiss nur er. Erst diese lange Nachspielzeit ermöglichte den spielerisch überzeugenden Rotkreuzern den allerdings verdienten Erfolg. «Diesen Sieg haben wir nicht gestohlen. Sicher taten wir uns schwer, denn der Gegner liess defensiv nicht viel zu. Doch unsere Geduld zahlte sich aus. Wir gaben nie auf und wurden schliesslich doch noch belohnt», freute sich Aussenverteidiger Mattia Palatucci, der vor vier Jahren über den SC Cham (1. Liga) und FC Ägeri (2. Liga inter) zum FC Rotkreuz stiess, über den späten Siegtreffer.

Beim FC Stans war die Gemütslage verständlicherweise im Keller. Trainer Benji Hess: «Ich leide mit meinen Spielern. Diese Niederlage haben sie nicht verdient.» Er hatte eigentlich vor, auch gegen den FC Rotkreuz offensiver aufzutreten. Doch der personelle Notstand wegen Verletzungen und Sperren (vier 4.-Liga-Spieler kamen zum Einsatz) liess dies nicht zu. «Unser Ziel war ein Punktgewinn. Diesen wollten wir mit einer defensiven Taktik sichern, die meine Spieler sehr gut umgesetzt haben», richtet er ein Lob an seine aufopfernd kämpfenden Akteure. Das heisst aber nicht, dass sich Stans total ins «Schneckenhaus» zurückzog. Wenn immer möglich setzten sie auch offensiv Nadelstiche und kamen in der ersten Halbzeit auch zu zwei guten Chancen. In der 37. Minute pfiff der Ref ein klares Handspiel im Rotkreuzer Strafraum nicht. Vier Minuten später zirkelte Marc Kuster einen Freistossball an die Latte.

René Erlachner wird Trainer beim FC Rotkreuz

Das spielerisch starke Rotkreuz hatte seine besten Momente in einem äusserst fairen Spiel mit zwei Torchancen in den ersten 20 Minuten (13./17. Balu Ndoy) und kurz nach der Pause (53. Gustavo Campello), ohne die kompakt stehende Stans-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Und als die wenigen Fans an diesem nasskalten Abend mit einem Unentschieden rechneten, musste der FC Stans, wie oben erwähnt, doch noch den bitteren Tiefschlag einstecken.

Nach dieser Niederlage muss sich das Team um das Trainer-Duo Benji Hess/Mario Schaub nach hinten orientieren. «Mir ist nicht bange, denn ich weiss, was mein Team kann. Da finden wir zusammen wieder heraus», versprüht er nach dem brutalen Dämpfer sofort wieder grossen Optimismus.

Nach dem Last-Minute-Sieg in Stans ist der FC Rotkreuz auf gutem Weg, sich in die 2.-Liga-inter-Klasse zu verabschieden. Im Sinne einer strategischen Neuausrichtung und einer erfolgreichen Weiterentwicklung des Teams haben die Vereinsverantwortlichen deshalb schon «Nägel mit Köpfen» geschmiedet. Das während sechs Saisons erfolgreich arbeitende Trainerduo Enzo Palatucci/Roger Mathis macht einem neuen Trainer Platz. In der Person von René Erlachner (zuletzt beim FC Schötz in der 1. Liga tätig) nimmt ein sehr erfahrener Trainer-Fuchs das ambitionierte Rotkreuzer Team unter seine Fittiche. Der 28-jährige Captain Mattia Palatucci bestätigt denn auch die sportlichen Ambitionen: «Ja, wir wollen aufsteigen. Wir haben auf dem Weg dorthin dank diesem Sieg gegen die hartnäckigen Stanser einen weiteren kleinen Schritt gemacht.»

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