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Hier wollen sie Titel holen

Bei den Junioren sind die Lokal-Matadoren vom Ruderclub Reuss Luzern die Gejagten an den kommenden Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee. Aber der Zeitplan meint es nicht nur gut mit ihnen.
Regula Schweizer
Die Junioren des Ruderclubs Reuss (von links) posieren im Rotsee: Felician Bossart, Kai Schätzle, Maurin Lange und Andrin Bossart. Dieses Quartett kämpft am übernächsten Wochenende um nationale Titel. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 22. Juni 2018))

Die Junioren des Ruderclubs Reuss (von links) posieren im Rotsee: Felician Bossart, Kai Schätzle, Maurin Lange und Andrin Bossart. Dieses Quartett kämpft am übernächsten Wochenende um nationale Titel. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 22. Juni 2018))

Rückblende: 2. Juli 2017, Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee in Luzern: Die Junioren des Ruderclub Reuss Luzern überzeugen auf der ganzen Linie: Siege im Achter, Doppelvierer, Vierer-ohne sowie in der Renngemeinschaft im Zweier-ohne. Ein Jahr später hat es altersbedingt Veränderungen gegeben. Das Team ist nicht mehr breit genug, um einen Achter zu formieren. Doch eines ist gleich geblieben: der Erfolgshunger.

Zu Recht. Mit Kai Schätzle (17), Felician Bossart (18), Maurin Lange (17) und Angel Sidler (17) sind gleich vier Reuss Luzerner im Junioren-Nationalteam und werden die Schweiz an den Weltmeisterschaften der Junioren vom 8. bis 12. August 2018 im tschechischen Racice vertreten. Während Schätzle, Bossart und Lange mit dem Zürcher Tim Roth im Doppelvierer selektioniert sind, wird Sidler im Vierer-ohne an die Weltmeisterschaften reisen. Komplettiert wird die äusserst erfolgreiche Trainingsgruppe Andrin Bossart (15), dem jüngeren Bruder von Felician, der mit der Teilnahme am Coupe de la Jeunesse (27. bis 29. Juli) in Cork (Irland) ebenfalls international die Schweiz in einem Doppelvierer vertreten wird.

Vier nationale Titel sind diesmal das Ziel

Am letzten Wochenende trainierte die Equipe dementsprechend noch in Sarnen mit dem Nationalteam. Nun gilt der Fokus der fünf Athleten für knapp zehn Tage auf den Schweizer Meisterschaften. Nach den drei Meistertiteln in reinen Clubbooten im letzten Jahr sollen es dieses Jahr nämlich am liebsten gleich vier werden, erklärt der diesjährige Junioren-EM-Vierte im Skiff, Kai Schätzle. Während der Gymnasiast selber im Einer, Doppelvierer und Vierer-ohne seinen Beitrag leisten will, sollen Felician Bossart und Maurin Lange im Doppelzweier für den vierten Meistertitel sorgen. Ein intensives Programm. Insbesondere, da es aktuell danach aussieht, dass die Rennen im Doppelvierer und Vierer-ohne aufgrund einer Programmänderung nur 20 Minuten nacheinander stattfinden werden: «Das ist extrem knapp, aber machbar. Wir werden es auf jeden Fall versuchen», erklärt Felician Bossart, der Team-Stratege.

Obschon die nationalen Titelkämpfe dieses Jahr für die fünf international startenden Athleten nicht der Saisonhöhepunkt ist, sind sie eine ganz besondere Regatta: Die Klubfarben werden getragen, Freunde und Familie stehen am Ufer und nicht zuletzt, sei es im Schweizer Wettkampfkalender die Regatta, die aufgrund der Infrastruktur dem Gefühl eines internationalen Grossanlasses am nächsten komme.

Hauptprobe auf dem Sarnersee geglückt

Als Standortbestimmung und gleichzeitiger Hauptprobe für die Schweizer Meisterschaften bestritten die fünf Ruderer die Ruderregatta Sarnersee Anfang Juni. Mit den angepeilten vier Siegen überzeugte die vom früheren kanadischen Nationaltrainer Diethelm Maxrath gecoachte Crew.

Geübt wurde an dieser Regatta auch eine ganz besondere Rolle: Diejenige des Favoriten. «Am Start war ich gerade im Einer unglaublich nervös, weil ich wusste, dass ich dieses Rennen gewinnen muss», gibt Kai Schätzle Einblick in die Gefühlslage kurz vor dem Startsignal. Doch sobald im Rennen die Positionen bezogen seien, sei die Nervosität schnell weg, ergänzt Teamkollege Felician Bossart. Hier ortet der international erfahrene Athlet auch den grössten Unterschied zu den Rennen mit dem Nationalteam: «International geht die Post vom ersten bis letzten Schlag ab.»

Gegenseitiges Vertrauen ist die Voraussetzung

Von dieser Erfahrung profitiert gerade auch der jüngste im Team, Andrin Bossart. An sein erstes Training im Doppelvierer an Ostern erinnert sich der Sekundarschüler bestens: «Es war mega cool. Die Pace im Doppelvierer ist anders als im Einer – und vom ersten bis letzten Schlag äusserst hoch.» Dies stellt nicht zuletzt Maurin Lange sicher. Das Wort des Gymnasiasten, der als der Ruhige im Team charakterisiert wird, hat Gewicht. Im Boot hat der Krienser das Kommando: «Ich sage einen Sprint an oder gebe ein entsprechendes Kommando, wenn die Konzentration nachlässt. Das kommt aber sehr selten vor. Unsere Stärke ist das gegenseitige Vertrauen, dass wir wissen, das jeder alles gibt.»

Alles geben ist auch das Credo für die Schweizer Meisterschaften. Das Ziel sind vier Meistertitel.

Ruderer Michael Schmid im Gespräch mit Tele 1

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