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Die Fussballer des FC Hochdorf verkaufen sich in Gunzwil unter Wert

Der FC Gunzwil (2. Liga regional) holt beim 2:2 gegen den FC Hochdorf mit viel Glück den ersten Heimpunkt.
Ruedi Vollenwyder
Duell zweier Mittelfeldspieler: Der Gunzwiler Thimo Fleischli (rechts) versucht den Hochdorfer Levin Weibel am Vorbeikommen zu hindern. Bild: Jakob Ineichen (Gunzwil, 21. September 2019)

Duell zweier Mittelfeldspieler: Der Gunzwiler Thimo Fleischli (rechts) versucht den Hochdorfer Levin Weibel am Vorbeikommen zu hindern. Bild: Jakob Ineichen (Gunzwil, 21. September 2019)

«Ja, diesen verpassten Sieg hätten wir gut gebrauchen können», sinnierte Hochdorf-Trainer Eduard von Moos noch völlig aufgewühlt. Denn bis zwei Minuten vor Spielende führte Hochdorf nicht unverdient mit 2:1. Doch dann wurden die Gunzwiler für das «nie Aufgeben» belohnt. Der kurz davor eingewechselte Sergio Ramundo versenkte einen Rückpass direkt zum 2:2-Ausgleich. Ein glücklicher Gunzwil-Trainer Sascha Imholz: «Ich glaubte immer daran, dass wir noch einen ins Tor hineindrücken können.» Doch auch er gibt, wie auch der sehr gut spielende Abwehrspieler Fabian Dominé, zu: «Ein sehr glücklicher Punktgewinn für uns, den wir gleichwohl gerne entgegennehmen.»

Denn das mit viel Zug nach vorne spielende Hochdorf hatte genug Torchancen, um diesen auf einem bescheidenen spielerischen Niveau ausgetragenen Match schon frühzeitig auf Siegeskurs zu lenken. Gunzwil ging in der 19. Minute mit 1:0 in Führung. Till Fleischli köpfelte einen Freistossball, getreten durch Thimo Fleischli, ins Netz. Neun Minuten später glich Marcell Wicki nach einem zügig vorgetragenen Angriff zum 1:1 aus. Diese erste Halbzeit war wahrlich kein spielerischer Leckerbissen. Totaler Kampf und ein intensiver Chrampf liessen beidseits kein durchdachtes Spiel aufkommen.

Hochdorf hat drei Matchbälle auf den Füssen

Die zweite Halbzeit wurde mit einem Paukenschlag eröffnet: Raphael Wildisen überlobbte nach einem Flankenball von Nico Bucher den unglücklich herausgelaufenen Gunzwil-Goalie Moses König mit einem Kopfball: 1:2 (47.). Anschliessend passierte eben das, was Hochdorf-Trainer bei der Matchanalyse «in Rage brachte». Zweimal Raphael Wildisen (56./85.) und Brian Kötzle (66.) verstolperten gleich drei Matchbälle ohne Not. «Einfach unglaublich, was wir an Torchancen vermasselten. So kann man keinen Match gewinnen», haderte Eduard von Moos. Die Quittung folgte, wie schon erwähnt, postwendend. Nach einem Pfostenschuss von Till Fleischli (81.), gelang Gunzwil der 2:2-Ausgleich und zwackte Hochdorf zwei sicher geglaubte wichtige Punkte ab.

Für Gunzwil ist es übrigens der erste eingespielte Zähler auf der heimischen Linden. Mit dem Saisonverlauf (acht Punkte) kann der 31-jährige Gunzwil-Trainer Sascha Imholz leben. «Gegen die beiden Absteiger Altdorf (1:2) und Eschenbach (2:3) spielten wir gut mit, hatten das Glück aber nicht auf unserer Seite. Pachteten dieses dafür umso mehr beim 1:0-Sieg gegen Aufsteiger Entlebuch. Und dank dem 5:2-Sieg in Schattdorf und dem jetzigen Punktgewinn sind wir im Fahrplan.»

Zweiter Umbruch innert Kürze bei den Seetalern

Der FC Hochdorf konnte das sicher vorhandene Potenzial mit nur sechs Punkten aus ebensovielen Spielen noch nicht konsequent abrufen. Für das Trainer-Duo Eduard von Moos/Stefan Suter ist dies verständlich. Auf diese Saison hin erfolgte nach wiederum namhaften Abgängen der zweite Teil des Umbruchs im Team. Ersetzt wurden diese, getreu der Vereinsphilosophie, mit lauter jungen Spielern aus der 3. Liga. «Klar, dass dabei die Erfahrung und Qualität etwas auf der Strecke bleibt. Von den vier 17-Jährigen im Kader kann ich zum Beispiel ja keinen Zauber erwarten. Das Team muss sich zuerst finden», monierte Eduard von Moos. Deshalb setzt er das Saisonziel mit seiner Mannschaft (Durchschnittsalter 23 Jahre) nicht zu hoch an: «Ein vorderer Mittelfeldplatz muss aber schon drinliegen.» Um dieses Ziel zu erreichen, muss in Zukunft aber die Effizienz vor dem gegnerischen Tor deutlich verbessert werden. Dann muss sich der Hochdorf-Chef nach den nächsten Partien auch nicht so sehr aufregen, wie zuletzt nach dem verpassten Sieg in Gunzwil.

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