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Beachvolleyballerin Nina Betschart: «Ich war schon etwas nervöser»

Nina Betschart (22) blickt auf eine starke Europameisterschaft zurück, an deren Ende die Silbermedaille steht. Trotz der Niederlage im Final zieht die Steinhauserin ein positives Fazit.
Interview: Raphael Biermayr
Nina Betschart lässt ihren Emotionen freien Lauf. (Bild: Tim Buitenhuis/CEV (Utrecht, 20. Juli 2018))

Nina Betschart lässt ihren Emotionen freien Lauf. (Bild: Tim Buitenhuis/CEV (Utrecht, 20. Juli 2018))

Nina Betschart ist nach ereignisreichen Tagen zurück in der Schweiz. Mit ihrer Partnerin Tanja Hüberli erreichte sie nach teilweise dramatisch verlaufenden Begegnungen den EM-Final in Den Haag, wo sie dem holländischen Duo Keizer/Meppelink 0:2 (21:16, 24:22) unterlagen. Die Schweizerinnen zeigten sich als faire Verliererinnen und gratulierten den Gegnerinnen zur besseren Leistung. Für die zweifache Junioren-Weltmeisterin Betschart ist es die erste Medaille an einem Grossanlass der Aktiven. Diese ist mit einem Team-Preisgeld von 15000 Euro dotiert.

Nina Betschart, Sie haben als Juniorin mehrere WM- und EM-Podestplätze erreicht. Wie nehmen Sie im Vergleich dazu diese Silbermedaille bei den Erwachsenen wahr?

Es ist etwas anderes. Als Juniorin spielten wir vor allem kleinere Turniere in der Schweiz und reisten nur zwei-, dreimal zu Grossanlässen – das alleine war schon aufregend. Heute reisen wir die ganze Saison. In der letzten Woche war mir deshalb am Anfang nicht bewusst, dass es sich um eine EM handelt. Als mir dann klar war, dass es um EM-Medaillen ging, war ich schon etwas nervöser. Zudem ist das Gefühl, Vize-Europameisterin bei den «Grossen» ein anderes.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der EM?

Schöne! Natürlich war es im ersten Moment schade, den Final verloren zu haben. Wir hatten die Holländerinnen ja am Turnier zuvor in Gstaad in zwei Sätzen besiegt. Dass wir es an der EM überhaupt so weit brachten, überwiegt aber. Im Achtel- und Viertelfinal spielten wir nahe an unserem absoluten Toplevel. Wir konnten dieses Niveau nicht bis zum Schluss halten, das überrascht mich im Rückblick aber nicht. Wir sind schliesslich immer noch ein junges Team, das dazulernt. Für uns ist konstant auf hohem Niveau zu spielen noch nicht selbstverständlich.

Auf dem Weg in den Final drehten Sie vier Partien hintereinander nach verlorenen Startsätzen. Was sagt das über Ihr Team aus?

Nicht viel. Drei-Satz-Spiele sind im Beachvolleyball keine Seltenheit. Ich kenne zwar die Statistik nicht, bezweifle aber, dass das Team, das den ersten Satz für sich entscheidet, häufiger das Match gewinnt.

Viermal nacheinander ein Comeback zu schaffen, ist dennoch eine eindrückliche Willensleistung.

Das stimmt. Es zeigt unseren unbedingten Willen und die Fähigkeit, Satz für Satz zu nehmen. Über alles gesehen spielten wir an der EM ziemlich konstant. Das war zuvor selten der Fall gewesen.

Sie sprechen es an, der Saisonverlauf vor der EM war ein Auf und Ab. Wie erklären Sie sich diese Steigerung?

Das ist schwierig zu sagen, es kann auf diesem Niveau fast immer auf beide Seiten kippen. Ich bin einfach froh, dass wir in Gstaad und in Holland als Team aus dieser schwierigen Phase gefunden haben und zeitweise wieder unser bestes Spiel gezeigt haben. Hoffentlich können wir das jetzt durchziehen.

Apropos durchziehen: Bringen Sie den Sport und Ihr Fernstudium in Psychologie weiterhin unter einen Hut?

Ich setze das laufende Sommersemester aus, nachdem im letzten Jahr gemerkt habe, dass es während der Saison zu viel wird. Im Winter werde ich aber wieder einsteigen – es tut gut, Neues zu lernen und den Kopf für etwas anderes als Beachvolleyball zu brauchen.

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