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Luzerner Karateka Fabienne Kaufmann: «Ich will zeigen, was ich kann»

Fabienne Kaufmann aus St. Erhard nimmt die Favoritenrolle beim Swiss-League-Turnier in Sursee ein. Sie erzählt, welches ihr grosses Ziel ist und wie sie am besten runterfahren kann.
Theres Bühlmann
Fabienne Kaufmann ist bereit für das Heimturnier in der Surseer Stadthalle. Bild: pd

Fabienne Kaufmann ist bereit für das Heimturnier in der Surseer Stadthalle. Bild: pd

An Fabienne Kaufmann führt am Wochenende in der Surseer Stadthalle fast kein Weg vorbei. Die 22-Jährige geht als Favoritin beim Swiss-Karate-League-Turnier an den Start und ist als Nummer 1 gesetzt. Als ihren Lieblingswettkampf bezeichnet die in St. Erhard wohnhafte Karateka diesen Anlass, der quasi vor ihrer Haustüre stattfindet. Nervös lässt sie sich nicht allzu sehr machen, obwohl Familie, Freunde, Bekannte und Sponsoren unter den Zuschauern sein werden. «Natürlich stehe ich im Fokus, aber dies ist eine gute Übung, um mit solchen Situationen umzugehen. Ich will zeigen, was ich kann», sagt sie. Sie gehört national zu den Besten ihres Faches, ist sechsfache Schweizer Meisterin, holte schon mehrere Siege und Top-10-Plätze an internationalen Turnieren und als Höhepunkte stehen je ein siebter Rang an der U21-Welt-und Europameisterschaften 2017 zu Buche.

Sehr hohes Trainingspensum

Die Erfolge kommen nicht von ungefähr, denn Fabienne Kaufmann ordnet dem Karatesport fast alles unter. Sie arbeitet in einem 40-Prozent-Pensum als kaufmännische Angestellte bei einer Versicherungsberatung. So hat sie genügend Zeit, ihr Training zu absolvieren. 20 bis 25 Stunden beträgt ihr wöchentliches Trainingspensum, dazu kommen noch die mentalen Übungseinheiten. Viel Platz für Hobbys bleibt nicht. Wenn sie einmal Zeit findet, geht sie mit ihrer Hündin «Diva» ins Freie. «Dann kann ich runterfahren und reflektieren», sagt Fabienne Kaufmann, die der Karateschule Sursee angehört und von Jutta Wimmer und Piero Lüthold trainiert wird. Ihr Können, ihr starker Wille und ihr Ehrgeiz haben sie sehr weit gebracht, das ganz grosse Ziel hat sie noch vor sich: Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Sie fand 2017 Aufnahme im Olympiateam, trainiert ab und zu in Magglingen und bekommt vom Verband auch finanzielle Unterstützung, was ihr erlaubt, sich noch optimaler vorzubereiten. Sie konzentriert sich in dieser Saison mehrheitlich auf die Weltturniere, bei der die 50 Besten zugelassen sind, um sich im Weltranking zu verbessern, und die Chancen auf eine Olympiaselektion zu erhöhen. Drei von 15 Turnieren standen bereits auf dem Wettkampfplan, in Paris holte sie sich Platz 9, in Dubai und Salzburg schied sie früh aus. Zur Zeit ist sie in der Weltrangliste auf Platz 35 zu finden, «Ziel ist es, an Weltturnieren Medaillen zu gewinnen und Ende Jahr in den Top-20 klassiert zu sein», sagt sie. Sie betreibt ihren Sport mit Freude, Leidenschaft und Zielstrebigkeit: «Karate ist mehr als Sport, es ist ein Lebensgefühl. Er macht mich glücklich, denn sonst würde ich diesen Sport nicht schon seit 17 Jahren ausüben.»

Zurück zum Anlass in Sursee. Dieser bildet den Auftakt der dreiteiligen Turnierserie Swiss-Karate-League, der noch Stationen in Lausanne und Neuenburg folgen, bei denen Punkte für die Schweizer Meisterschaften, die im November in Aarberg stattfinden, zu holen sind. Da Fabienne Kaufmann dem Olympia-Pool angehört, ist sie direkt für die SM qualifiziert. Ob sie in Lausanne und Neuenburg dabei sein wird, entscheidet sie spontan, weil die Weltturniere Priorität geniessen. Eines weiss sie aber, zur Titelverteidigung bei der Elite wird sie antreten.

Fabienne Kaufmann ist im Projekt «Unsere Helden – Luzerner Olympia- und Topsportlerteam» integriert, die vom Kanton Luzern finanziell und ideell unterstützt werden. «Darüber bin ich sehr dankbar. Wir erhalten einen höheren Bekanntheitsgrad und auch die Möglichkeit, noch mehr in den Sport zu investieren.» Sie verwendet den finanziellen Zustupf in ihre Regeneration. Die ist auch ein Puzzleteil des Erfolges.

Hinweis

Swiss-Karate-League-Turnier in Sursee: Samstag/Sonntag.

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