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«Im Tessin hat Basketball eine andere Bedeutung»

Der Luzerner Nikola Stevanovic hat schon für viele Klubs gespielt: Nun hat der 25-Jährige im Tessin eine zweite Heimat gefunden. Heute Sonntag (18.00 Uhr, Maihofhalle) trifft er mit den Lugano Tigers auf Swiss Central.
Interview Daniel Schriber
Freut sich auf das Wiedersehen mit Luzerner Kollegen: Nikola Stevanovic. (Bild: Dominik Wunderli (27. November 2015))

Freut sich auf das Wiedersehen mit Luzerner Kollegen: Nikola Stevanovic. (Bild: Dominik Wunderli (27. November 2015))

Nikola Stevanovic, nach drei Siegen zum Saisonstart musste Lugano drei Niederlagen in Folge einstecken. Wie ist die Stimmung im Team?

Die Atmosphäre ist trotz der Niederlagen gut. Unser Team ist jung, viele Spieler müssen noch ihre Rolle finden. Ich bin jedoch überzeugt, dass uns die Niederlagen aus den vergangenen Wochen noch näher zusammenschweissen.

Lugano gehört Jahr für Jahr zu den Topteams in der Schweiz. Nebst den US-Profis gehören Sie zu den Schlüsselspielern im Team. Wie fühlen Sie sich in dieser Rolle?

Sehr gut, ich spiele derzeit meine fünfte Saison in der NLA und habe mich im Laufe der Zeit vom Rollenspieler zur Leaderfigur entwickelt. Ich gehöre nicht mehr zu den ganz jungen Spielern im Team und versuche einen positiven Einfluss auf unser Spiel zu nehmen. Und das nicht nur spielerisch auf dem Spielfeld, sondern auch mit einer positiven Kommunikation daneben.

Vor dem Wechsel ins Tessin spielten Sie unter anderem für Winterthur und Swiss Central. Welche Unterschiede stellen Sie zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin fest?

Ich habe ja schon früher im Tessin gespielt (Massagno; Anm. der Red.). Hier hat der Basketballsport eine ganz andere Bedeutung als in der Deutschschweiz. Diesen Unterschied spürt man auch als Spieler in ganz vielen Bereichen.

Wie ist das zu verstehen?

In Lugano ist mehr Geld vorhanden und damit auch professionellere Strukturen. So ist zum Beispiel in jedem Training nebst dem Coaching-Staff ein Physio dabei. Bei Bedarf können wir uns jederzeit zu einer Sportmassage einschreiben lassen. Unterschiede zeigen sich auch an den Spieltagen: An die Auswärtsspiele reisen wir im Car statt im Minibus. Zudem essen wir vor und nach den Spielen jeweils gemeinsam im Restaurant. Kommt hinzu, dass die meisten Spieler ein Auto von unserem Sponsor zur Verfügung gestellt bekommen. Das sind alles Benefits, die es in der Deutschschweiz nicht gibt.

Wie leben Sie im Tessin?

Ich lebe in Lamone, einer kleinen Gemeinde ausserhalb von Lugano. Das Tessin ist so etwas wie eine zweite Heimat für mich. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben hier. Auch mein Italienisch wird immer besser. Nebst meinem Engagement bei den Tigers absolviere ich zudem ein Fernstudium als Ernährungsberater.

Verfolgen Sie die Spiele von Swiss Central?

Ja, wenn immer möglich. Und ich bin sicher, dass die Mannschaft besser ist, als es der Saisonstart (1 Sieg und 5 Niederlagen; Anm. der Red.) vermuten lässt. Dass bei Swiss Central mehr junge Eigengewächse als in jedem anderen Verein spielen, spricht für die tolle Arbeit, die Nachwuchschef Zoran Popovic seit Jahren mit der Jugend leistet.

Was bedeutet Ihnen das Spiel gegen den Ex-Klub?

Gegen Swiss Central zu spielen, bedeutet mir sehr viel. Ich erwarte viele Freunde und Verwandte in der Halle, weshalb ich vor dem Spiel positiv aufgeregt bin.

Männer, NLA, 8. Runde: Regio Basel – Massagno 68:74 (27:38). Monthey – Fribourg Olympic 76:87 (47:44). Boncourt – Genève 103:107 (50:44) n. V. – Sonntag, 18. November. 16.00: Union Neuchâtel – Pully Lausanne. – 18.00: Swiss Central Basket – Lugano Tigers (18.00, Maihof, Luzern). Rangliste: 1. Genève 8/14 (723:610). 2. Fribourg Olympic 7/10 (569:515). 3. Union Neuchâtel 7/10 (535:487). 4. Massagno 8/10 (579:578). 5. Monthey 7/8 (529:511). 6. Lugano Tigers 6/6 (494:510). 7. Boncourt 7/6 (576:568). 8. Vevey Riviera 7/6 (559:569). 9. Pully Lausanne 6/4 (455:483). 10. Swiss Central Basket 6/2 (407:473). 11. Starwings Regio Basel 7/0 (439:561).

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