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Die Triengerin Inola Blatty sichert sich einen EM-Startplatz über 100 Meter

Der Fokus von Inola Blatty liegt in dieser Saison auf der 100-Meter-Distanz. In Nottwil steigert die 20-Jährige ihre Bestzeit auf 11,78 Sekunden. Nun wird die Triengerin an der U23-EM in Schweden teilnehmen.
Stefanie Barmet
Inola Blatty (links) ist bereit für die U23-EM in Schweden.Bild: Hanspeter Roos (Nottwil, 29. Juni 2019)

Inola Blatty (links) ist bereit für die U23-EM in Schweden.Bild: Hanspeter Roos (Nottwil, 29. Juni 2019)

Das Niveau im Schweizer Frauen-Sprint ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dies zeigt sich auch in der Kategorie U23, wo in diesem Jahr über 100 Meter vier Athletinnen die Limite für die U23-Europameisterschaften erfüllt haben. Eine davon ist Inola Blatty. Die 20-Jährige erwischte anlässlich des Meetings Bonus Track einen idealen Wettkampf. «Ich hatte in den Vorwochen sehr gute Trainings und habe mich dementsprechend sehr auf das Rennen gefreut. Mit Géraldine Frey und Coralie Ambrosini traf ich zudem auf starke Konkurrenz.»

Im Vorlauf egalisierte sie trotz schlechtem Start ihre Bestzeit von 11,85 Sekunden. «Im Final nahm ich mir vor, besser zu starten und mehr Druck zu geben, was mir auch gelang. Dennoch war der Lauf noch nicht optimal. Ich richtete mich zu früh auf, die zweite und dritte Phase des Laufes waren dann aber sehr gut.» In 11,78 Sekunden stellte sie trotz nicht perfektem Lauf eine persönliche Bestzeit auf. «Das zeigt, dass noch mehr möglich ist.»

Stärker durch mentales Training

Aufgrund von Hamstringproblemen, die kurz vor der Hallen-Saison auftraten und Starts unter dem Hallendach verhinderten, stieg die ehemalige Fussballerin erst spät in die Saison ein. «In vier Rennen konnte ich die EM-Limite, die bei 11,90 Sekunden festgelegt wurde, erfüllen. Durch mentales Training bin ich stärker geworden. Dass meine Gegnerinnen ebenfalls schnell laufen, pusht mich heute.» Inola Blatty, die fünfmal wöchentlich trainiert, hat bereits jung Erfahrungen an Grossanlässen im Nachwuchsbereich gesammelt. Sie nahm bereits an U20-Europa- und Weltmeisterschaften teil. Im Schwedischen Gävle wartet nun eine Kategorie höher ein Start über 100 Meter. Möglicherweise lockt auch noch ein Einsatz mit der 4x100-Meter-Staffel. «Im Einzel ist der Halbfinal mein Ziel. Ich bin sicher, dass ich noch um einiges schneller laufen kann.»

Im Fokus steht in Schweden jedoch die Sprintstaffel. Dort ist noch nicht klar, wer starten darf. «In den bisherigen Rennen mit der Nationalstaffel wurde ich jeweils als Startläuferin eingesetzt. Am Freitag werden wir anlässlich des Meetings Athletissima in Lausanne laufen. Die Formation, die dort läuft, wird auch in Schweden am Start sein, wo eine Top-5-Platzierung das Ziel ist. Eine Nicht-Selektion für diese Staffel käme für mich einer grossen Enttäuschung gleich», so Inola Blatty, die in einem 40-Prozent-Pensum als Kauffrau arbeitet und nebenbei die wirtschaftliche Berufsmaturität absolviert.

Vor drei Jahren musste sie sich einer Hüftoperation unterziehen lassen. «Bei einzelnen Trainings merke ich die Hüfte immer noch, dementsprechend habe ich das Training angepasst, meide Kurvenläufe und arbeite mit Pilates und Stabilisationseinheiten intensiv an meiner Stabilität im Hüft- und Fussgelenksbereich.» Um die Hüfte zu schonen, wird sie in dieser Saison nicht über 200 Meter – ihre eigentliche Paradedisziplin – antreten. Stattdessen steht in dieser Saison die 100-Meter-Distanz, die in den letzten Jahren vernachlässigt wurde, im Fokus. «Ich will eine gute Basis legen und die Stabilität zurückgewinnen. Gelingt mir dies, kann ich auch über 200 Meter wieder schnell laufen.»

Manuela Schär nahe am Weltrekord

Auch die Rollstuhl-Leichtathleten Marcel Hug und Manuela Schär waren einmal mehr eine Klasse für sich und dominierten die nationale Konkurrenz. Bei idealen Verhältnissen siegte das Duo sowohl über 100 wie auch über 800 m überlegen. Schär kam über 800 m im Alleingang mit einer Zeit von 1:43,00 Minuten nahe an ihren in Arbon aufgestellten Weltrekord (1:41,83) heran. Ihr nächstes Rennen bestreitet die Krienserin anlässlich des «Peachtree»-Strassenrennens vom 4. Juli. In Atlanta startet die 34-Jährige über 10 km. Auch Marcel Hug fuhr über die zwei Bahnrunden ein einsames Rennen und siegte in 1:33,17 Minuten mit einem Vorsprung von fast 16 Sekunden auf den Zweitplatzierten.

An der Junioren-Gala in Mannheim konnte der Sempacher Jonas Schöpfer in einem Einlagerennen über 800 m die Schweizer Saisonbestleistung auf 1:49,23 Minuten steigern. Im selben Rennen lief Angus Fölmli (Rotkreuz) in 1:49,79 Minuten persönliche Bestzeit.

Hinweis

Resultate: www.bonus-track.ch

Ruckstuhl erfüllt Hürden-Limite

Am internationalen Meeting Résisprint in La Chaux-de-Fonds vom Sonntag steigerte die bereits für die U23-EM qualifizierte Silke Lemmens (LK Zug) ihre Bestzeit über 200 Meter auf 24,13 Sekunden. Auch Géraldine Ruckstuhl (STV Altbüron) durfte die Heimreise mit einer neuen Bestzeit im Gepäck antreten. Die Siebenkämpferin aus dem Luzerner Hinterland lief über 100 Meter Hürden mit 13,76 Sekunden so schnell wie noch nie und erfüllte auch in dieser Disziplin die U23-EM-Limite. (stb)

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