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Internationaler Schachmeister aus Sempach spielt grossmeisterlich auf

Der Sempacher Roger Moor (43) gewinnt das Luzern Open und besiegt sogar einen Schach-Grossmeister.
Kurt Liembd
Konzentriert am Brett: Turniersieger Roger Moor (rechts) gegen den Hergiswiler Olaf Nazarenus.Bild: Kurt Liembd (Luzern, 3. November 2019)

Konzentriert am Brett: Turniersieger Roger Moor (rechts) gegen den Hergiswiler Olaf Nazarenus.Bild: Kurt Liembd (Luzern, 3. November 2019)

Luzern wurde seinem Ruf als Schachhochburg einmal mehr gerecht. Während vier Tagen, von Donnerstag bis Sonntag, kämpfen 116 Spieler in der Sportanlage Dula in den Stärkeklassen A (ab 1800 Elo-Punkte), B (1600–1700) und C (unter 1600) um die Turniersiege. Das Tableau umfasste sieben Runden mit Teilnehmern aller Altersklassen. Die Jüngsten waren kaum acht Jahre alt, die ältesten schon weit im Pensionsalter.

Als Favoriten in der höchsten Kategorie (A) galten die beiden Grossmeister Alexandre Dgebuadze (48) (2490 Elo) und Nikolay Legky (64) aus Belgien (2397 Elo). Dgebuadze siegte 1990 an der Einzelmeisterschaft der damaligen Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik und gewann später dreimal die belgische Meisterschaft. Roger Moor startete mit der dritthöchsten Elo-Zahl (2384) und traf deshalb schon früh auf die beiden Grossmeister. Roger Moor, der den Titel «Internationaler Meister» führt, spielte dabei ebenso grossmeisterlich auf: klarer Sieg gegen Legky und Remis gegen Dgebuadze. Nach der sechsten und vorletzten Runde führte der Sempacher alleine mit 5,5 Punkten. In der Schlusspartie liess er sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Sein letzter Gegner war Spitzenspieler Olaf Nazarenus aus Hergiswil. Der Nidwaldner bot Moor lange Zeit Paroli und stand phasenweise gar besser. Doch letztlich siegte Moor dank seiner höheren Spielstärke. Aber auch, weil Nazarenus ein grober Patzer passierte. «Ich hatte ein unerklärliches Blackout», ärgerte sich Nazarenu. Somit verlor Moor keine Partie und musste nur gegen den belgischen Meister einen halben Punkt liegen lassen.

Auch Surseer Ramon Suter ohne Niederlage

Auch in den Kategorien B und C waren die Innerschweizer erfolgreich. In der Kategorie B siegte der Surseer Ramon Suter mit 6,5 Punkten und verlor wie Moor keine einzige Partie. Auf den Rängen drei und vier lagen die beiden Einsiedler Peter Telser und Hans Forster, wobei Telser in der Feinwertung besser abschnitt. In der Kategorie C siegte Henk Sijbring aus Küsnacht (ZH) mit ebenfalls 6,5 Punkten. Den hervorragenden zweiten Rang in der Kategorie B erreichte der erst 15-jährige Raoul Sidler aus Meggen, Dritter wurde Moritz Isch vom Schachclub Luzern-Tribschen.

Kurt Gretener, Turnierdirektor und Präsident des Innerschweizer Schachverbandes, zeigte sich zufrieden. Es habe keinen einzigen Rekursfall gegeben, alle Teilnehmer hätten sich diszipliniert verhalten. Auch Spielleiter Urs von Wyl sorgte mit Professionalität für einen reibungslosen Ablauf.

Luzern Open. Kategorie A: 1. Moor 6,5 Punkte. 2. Dgebuadze 6,0. 3. Legky 5,0. – Ferner: 5. Albert Gabersek (Luzern-Tribschen). 6. Lubomir Kovac (Goldau-Schwyz). 9. Olaf Nazarenus (Hergiswil). 11. Nicolas Küng (Sursee). 12. Frank Neubert (Luzern-Tribschen). 13. Manuel Meier (Entlebuch). 15. Markus Eichenberger (Luzern-Tribschen). 16. Hans Speck (Luzern).
Resultate: www.schach-isv.ch

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