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Der Zuger Skirennfahrer Matthias Iten landet hart im französischen Val Cenis

Bei den FIS-Rennen in Sörenberg Ende Dezember konnte der Zuger Matthias Iten noch brillieren. Der Start ins neue Jahr ist dem 19-Jährigen hingegen gründlich misslungen.
Peter Gerber Plech
Matthias Iten, hier bei seinem Sieg in Sörenberg, blieb in Val Cenis ohne Europacup-Punkte. (Bild: rk-photography (Sörenberg, 30. Dezember 2018)

Matthias Iten, hier bei seinem Sieg in Sörenberg, blieb in Val Cenis ohne Europacup-Punkte. (Bild: rk-photography (Sörenberg, 30. Dezember 2018)

Nach dem geglückten Jahresende mit dem Sieg und einem zweiten Platz bei den FIS-Slaloms in Sörenberg hat das Jahr 2019 für Matthias Iten sportlich nicht zufriedenstellend begonnen. In Frankreich stand der 19 Jahre alte Zuger am Sonntag und am Montag bei zwei Europacup-Slaloms im Einsatz und die Hoffnung war da, dass er mit den ersten Europacup-Punkten des Winters die Rückreise in die Schweiz wird antreten können. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllen sollte. «Ich bin schon etwas enttäuscht. Ich hatte mir von den beiden Rennen mehr erhofft.»

Im Rennen vom Sonntag wurde Itens im zweiten Lauf kurz vor dem Ziel gewählte Linie für die engen Torabstände zu direkt und weil er mit der Skispitze hängen geblieben ist, kam es sogar zum Sturz. Der Zuger landete beim Aufprall auf der harten Piste unglücklich auf der Hüfte. Die vorhandenen, aber nicht beeinträchtigenden Schmerzen hinderten den Zuger aber nicht daran, am Montag auch zum zweiten Rennen anzutreten. Als 36. verpasste er jedoch die Punkte erneut. «Ich mache, wenn ich mit Risiko fahre und angreife, einfach noch zu viele Fehler», sagte Iten rückblickend auf die zwei Tage. Und angreifen wollte er als 31. nach dem 1. Lauf auch am Montag wieder. Trotz der schon gezeichneten Piste. Er habe aber von oben bis unten in Summe zu viele Fehler gemacht und müsse die Gründe für das Verpassen eines besseren Resultates bei sich und nicht etwa bei den Pistenbedingungen suchen, so der Zuger.

Dass seine Darbietung in Val Cenis nicht wie erhofft funktioniert hat, ist Fakt. Entmutigen aber lässt sich Iten deswegen aber nicht und der Athlet des Swiss-Ski C-Kaders verfolgt unbeirrt seinen Weg. Die nächste Etappe auf diesem Weg ist, dass er im Europacup richtig Fuss fassen will. Denn: «In zwei oder drei Jahren will ich die ersten Weltcup-Rennen bestreiten.» Der Eishockey- und Fussball-Fan hat klare Ziele. In welcher Disziplin der 1,82 Meter grosse Zuger letztlich den Durchbruch schaffen wird, ist derzeit noch offen.

Wechsel zwischen Slalom und Speed-Rennen

Noch zählt der junge Mann aus Unterägeri zu den Allroundern. Ein Blick auf die Liste mit den Resultaten der letzten Jahre zeigt aber Erstaunliches: Der Zuger, der mit Ted Ligety den dominierenden Riesenslalomfahrer der Vor-Hirscher-Zeit als Vorbild hat, bestreitet immer weniger Riesenslaloms, wechselt aber munter zwischen Slalom und Speed-Rennen hin und her. Waren im Winter 2015/2016 von 32 gefahrenen Rennen immerhin noch 46,8 Prozent – oder 15 Rennen – der eigentlichen Basis-Disziplin gewidmet, so sank dieser Wert 2016/1017 schon auf 35,3 Prozent (12 von 34 Rennen), erreichte 2017/1018 gerade noch knapp 16 Prozent (11 von 69 Rennen) und liegt im laufenden Winter bei 0 (0 von 15 Rennen). «Ich bin früher sehr gerne Riesenslalom gefahren, deshalb auch der Bezug zu Ligety und dessen Fahrstil.»

In letzter Zeit aber ist es in dieser Disziplin «ziemlich harzig vorwärts, oder eben gar nicht vorwärts gegangen», sagt Iten. Weil er im Slalom und in den Speed-Rennen dafür immer besser in Schwung gekommen sei, habe er den Riesenslalom etwas vernachlässigt. «Allerdings nur was den Rennkalender betrifft. Im Training ist der Riesenslalom auch bei mir die Basis-Disziplin. Ich will noch in diesem Winter wieder mehr Riesenslaloms wettkampfmässig fahren.»

Bereits in der nächsten Woche steht für Matthias Iten die Disziplin Riesenslalom wieder auf dem Trainingsplan ...

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