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Janko Pacars Profikarriere ist vorbei, seine Ziele bleiben hoch

2.-Liga-inter-Aufsteiger Emmenbrücke rüstete in der Sommerpause auf. Zu den Verstärkungen gehört der frühere Profi Janko Pacar.
Michael Wyss
Der frühere Profi Janko Pacar verstärkt den Aufsteiger Emmenbrücke in der Offensive.Bild: Michael Wyss (Emmenbrücke, 5. August 2019)

Der frühere Profi Janko Pacar verstärkt den Aufsteiger Emmenbrücke in der Offensive.Bild: Michael Wyss (Emmenbrücke, 5. August 2019)

«Ich habe nicht zum Plausch oder einfach zum etwas ‹Tschüttele› zum FC Emmenbrücke gewechselt. Das Ziel für unser Team muss klar lauten, um den Aufstieg mitzuspielen. Wir wollen Ende Saison ganz oben ­stehen», zeigte sich der kroatisch-schweizerische Doppelbürger Janko Pacar kampfbetont. «Das war mir beim Gespräch mit den Verantwortlichen auch sympathisch, diese Vorwärtsstrategie und das Streben nach noch höheren Zielen.» Bei seinem jüngsten Wechsel von Yverdon (Promotion League) als Profi zum 2.-Liga-inter-Neuling war auch der Weg von seinem Wohnort entscheidend. «Ich wohne in Rothenburg und werde ab September in Emmenbrücke in der Administration arbeiten. Ich suchte deshalb in der Region einen neuen Verein. Das passte nun perfekt.»

Zudem trifft Pacar, der am Sonntag in einer Woche seinen 29. Geburtstag feiern kann, auf frühere Wegbegleiter: «Teammanager Sava Bento, mit dem ich beim FCL spielte, ist seit Beginn ein guter Freund von mir, und Trainer Jean-Daniel Gross kenne ich aus früheren Zeiten, als ich unter ihm spielte. Der Kreis schliesst sich nach vielen Jahren getrennter Wege.»

Zehn Jahre lang Profi

Die Freude zum Fussball entdeckte der 183 Zentimeter grosse Stürmer, der in der Stadt Luzern aufgewachsen ist, beim Luzerner SC, seinem Stammverein. «Später kam es zum Wechsel in die Nachwuchsabteilung des FC Luzern. Sozusagen war es einfach die Tribünenseite, die ich wechselte», lachte der im Sternzeichen Löwe geborene Offensivspieler. Was danach folgte auf der Karriereleiter, waren Stationen beim FC Luzern in der Super League, Kriens, Winterthur, Chiasso, Wohlen (alle Challenge League), Servette und Yverdon (Promotion League). Auch ein kurzer Abstecher zum rumänischen Club Petrolul Ploiești in die höchste Liga war dabei.

Seine Trainer waren unter anderem Jean-Daniel Gross (Luzern U21/Kriens), Rolf Fringer (Luzern), Maurizio Jacobbaci (Kriens), Francesco Gabriele (Wohlen) und Kevin Cooper (Servette). «Ich habe von allen Trainern profitiert. Ich konnte von jedem ein Stück Kuchen abschneiden. Diese Zeiten möchte ich nicht missen. Ich durfte während zehn Jahren Profi sein. Dafür bin ich dankbar, denn es ist keine Selbstverständlichkeit. Viele junge Spieler träumen von einer Profikarriere. Die Wenigsten schaffen es aber zum Profi. Ich durfte es erleben.» Hat Pacar mit dem Profitum abgeschlossen? «Das ist definitiv Geschichte. Ich konzentriere mich nun auf meine Aufgabe bei Emmenbrücke. Ich bin auch Realist und weiss, dass meine Zeit als Profi abgeschlossen ist. Ich habe nun andere Prioritäten, wie der Einstieg ins Berufsleben. Ich wusste, dass eines Tages eine neue Ära nach dem Profifussball beginnt. Und darauf freue ich mich auch.»

Eines seiner schönsten Erlebnisse als Profi «war in der Saison 2010/11. Ich erzielte in der Qualifikation zur Europa League im Zürcher Letzigrund gegen den niederländischen Vertreter Utrecht im Rückspiel den Ehrentreffer zum 1:3. Als damals 20-Jähriger war das ein Glücksgefühl, auch wenn wir ausgeschieden sind, überwog bei mir die Freude. Als Team war der 4:1-Auswärtssieg mit Luzern beim FC Basel am 14. August 2010 vor knapp 30000 Fans ein bleibendes Erlebnis. Ich durfte für den FC Luzern das 4:0 mar­kieren.»

Sein grösster Rückschlag war «die Knieverletzung im 2017, als ich bei Wohlen spielte. Ich erlitt in einem Meisterschaftsspiel gegen Xamax einen Kreuzband-, Seitenband- und Meniskusriss. Ich musste 10 Monate pausieren, das war eine schwierige Zeit für mich, wenn man seiner Leidenschaft nicht nachgehen kann.»

Ein Führungsspieler, «aber kein Polteri»

Über seine künftige Aufgabe beim neuen Club sagt er: «Ich bin sicher ein Vorbild für die jüngeren Spieler und werde meine Leistung auf dem Platz zeigen. Das ist nicht nur auf das Spiel bezogen, sondern beginnt bereits im Training. Ich bin der Positivdenkende und sicher kein ‹Polteri› auf dem Rasen, eher der ­ruhige Typ. Ich erwarte aber von jedem einzelnen Spieler auch Leistungsbereitschaft über 95 Minuten und 110 Prozent zu geben. 90 Minuten Fussball spielen und 100 Prozent Einsatz genügen heute nicht mehr. Wer Weiterkommen und langfristig Erfolg haben will, muss einfach mehr machen.»

Am Samstag (20.00, Gersag) trifft Emmenbrücke zum Meisterschaftsauftakt auf Ägeri. Pacar: «Wir wollen den Sieg. Das täte dem Team sehr gut, wenn wir mit einem Erfolgserlebnis starten könnten, und bringt etwas Ruhe in die Mannschaft. Für die Moral und das Selbstvertrauen ist ein positiver Start die beste Medizin.»

In der ersten Vorrunde der Cup-­Qualifikation (6. November) für die Saison 2020/21 trifft Emmenbrücke auswärts auf Zofingen, das in der gleichen Liga spielt.

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