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Urner Unihockey-Torjägerin glänzt mit grosser Reichweite und Technik

Jasmin Gnos gehört zu den Teamstützen der NLB-Frauen von Floorball Uri. Nun ist der routinierten 26-Jährigen erstmals in dieser Saison in einem Meisterschaftsspiel ein Hattrick gelungen.
Urs Hanhart
Jasmin Gnos (links): Trotz ihrer Grösse ist sie antrittsschnell, wendig und stocktechnisch versiert. Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 19. Januar 2019)

Jasmin Gnos (links): Trotz ihrer Grösse ist sie antrittsschnell, wendig und stocktechnisch versiert. Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 19. Januar 2019)

Die am Samstag vor heimischer Kulisse ausgetragene Heimpartie gegen den Ranglistenzweiten Mendrisiotto war an Spannung und Dramatik kaum mehr überbieten. Floorball Uri, der Tabellenvorletzte, lag gegen die klar favorisierten Tessinerinnen nach fünf Minuten bereits mit 0:2 im Hintertreffen.

Nach diesem veritablen Fehlstart steigerten sich die Gastgeberinnen aber gewaltig. Sie boten dem vermeintlichen Favoriten, von dem sie in der Hinrunde mit 7:1 vom Platz gefegt worden waren, im weiteren Verlauf des Spiels Paroli und schafften in der 50. Minute den 4:4-Ausgleich. Rund fünf Minuten vor Schluss bescherte Regula Arnold ihrem Team die erstmalige Führung in dieser umkämpften Partie. Den knappen Vorsprung konnten die Urnerinnen schliesslich – trotz einer längeren Unterzahlphase – geschickt über die Runden schaukeln.

Im Schulturnen auf den Geschmack gekommen

Einen ganz grossen Anteil an diesem Überraschungscoup hatte Jasmin Gnos, die drei der fünf Urner Treffer erzielte und dafür nach dem Spiel verdientermassen zur besten Spielerin ihres Teams gekürt wurde. Sie war es auch, die mit ihrem Ausgleichstreffer zum 4:4 die Wende einleitete. Zu diesem Hitchcock-Spiel und zu ihrer Leistung meinte die Matchwinnerin: «Wir haben trotz verpatzter Startphase nicht aufgesteckt und mit vollem Einsatz weitergekämpft. Dafür sind wir letztlich belohnt worden. Diesen Sieg haben wir uns redlich verdient. Ich freue mich riesig über meinen Hattrick. So ist der Erfolg umso schöner.» Dem weiteren Saisonverlauf sieht Gnos nun optimistisch entgegen: «Wir haben seit Mitte Dezember einen super Lauf und vier der letzten fünf Partien gewonnen. Wenn wir das jetzige Niveau halten können, bin ich sehr zuversichtlich, dass uns der Sprung in die Playoffs doch noch gelingt.»

Gnos ist auf dem Spielfeld jeweils leicht zu erkennen. Sie ist nämlich mit 1,80 Metern die grösste Spielerin im Kader von Floorball Uri und trotzdem erstaunlich antrittsschnell, wendig und stocktechnisch versiert. Ihre grosse Reichweite mit dem Stock setzte sie im Match gegen Mendrisiotto jeweils geschickt ein, indem sie den Gegnerinnen mehrfach geschickt den Ball abluchste. Die Optikerin, die in ihrer Freizeit sehr gerne auch andere Sportarten, insbesondere Skifahren, betreibt, spielt inzwischen schon seit zwölf Jahren für Floorball Uri. Via Nachwuchsmannschaften arbeitete sie sich bis ins Fanionteam hoch und hat dort inzwischen längst einen Stammplatz auf sicher. «Wir haben im Schulturnen recht häufig Unihockey gespielt. Das hat mir immer grossen Spass gemacht. Deshalb habe ich mich seinerzeit entschieden, richtig in diese Mannschaftssportart einzusteigen und bei Floorball Uri mitzumachen», verriet Gnos zu ihrem Einstieg. Dann fügte sie noch an: «Unihockey ist ein sehr dynamisches Spiel. Es läuft immer etwas. Das gefällt mir sehr.»

Zwischenzeitlich hatte Gnos eine Doppellizenz und spielte vorübergehend auch für Zug. Nun konzentriert sie sich aber wieder auf Uri. Ihre Begründung: «Bei Floorball Uri stimmt einfach alles. Wir haben einen ausgezeichneten Teamgeist. Alle ziehen am gleichen Strick und geben immer ihr Bestes. Zudem haben wir ein versiertes Trainerteam. Ich fühle mich wohl bei meinem Stammverein.» Zu ihrer sportlichen Zukunft sagte die gefährliche Torjägerin: «Die nächste Saison ist schon fest eingeplant. Danach werde ich schauen, ob ich weiterspiele oder nicht.»

NLB. 16. Runde: Rümlang-Regensdorf – Zäziwil 4:3. Waldkirch-St. Gallen – Trimbach 5:2. Basel Regio – Yverdon 4:1. Uri – Mendrisiotto 5:4 (1:2, 2:1, 2:1). Dürnten-Bubikon-Rüti – Appenzell 5:4. – 17. Runde: Trimbach – Basel Regi 3:11. Yverdon – Dürnten-Bubikon-Rüti 2:3 n. V. Uri – Zäziwil 5:4 (1:0, 2:4, 1:0, 1:0). Appenzell – Rümlang-Regensdorf 1:2 n. V. Mendrisiotto – Waldkirch-St. Gallen 5:4.

Rangliste (alle 17 Spiele): 1. Rümlang-Regensdorf 38. 2. Dürnten-Bubikon-Rüti 3. 3. Mendrisiotto 36. 4. Basel Regio 28. 5. Appenzell 27. 6. Waldkirch-St. Gallen 26. 7. Zäziwil 22. 8. Uri 18 (53:71). 9. Yverdon 18 (45:67). 10. Trimbach 5.

1. Liga, Gruppe 2: Winterthur – Zurich Lioness 5:1. Nesslau – Reinach 4:3. Sarnen – Bronschhofen 4:2 (0:0, 0:1, 4:1). – Rangliste (alle 17 Spiele): 1. Nesslau 32. 2. Rychenberg Winterthur 18. 3. Ad Astra Sarnen 16 (35:41). 4. Lok Reinach 14. 5. Bronschhofen 14. 6. Zurich Lioness 12. 7. Kloten-Dietlikon 2. 8. Zugerland 0.

Grossfeld, Gruppe 2: Luzern – Bassersdorf-Nürensdorf 6:10 (1:4, 1:2, 4:4). Zuger Highlands – Limmattal 10:9 (2:3, 2:3, 5:3, 1:0) n. V. Widnau – Zürisee 8:4. Herisau – Toggenburg Bazenheid 4:2. Vipers Innerschwyz – Bülach 8:9 (1:2, 4:3, 3:3, 0:1). Frauenfeld – Jona-Uznach 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0). n. V.

Rangliste (20 Spiele): 1. Jona-Uznach 49. 2. Bülach 44. 3. Zürisee 39. 4. Limmattal 39. 5. Luzern 33 (120:109). 6. Zuger Highlands 33 (134:128). 7. Bassersdorf-Nürensdorf 31. 8. Herisau 26. 9. Vipers Innerschwyz 24 (124:135). 10. Widnau 21. 11. Frauenfeld 21. 12. Toggenburg Bazenheid 0.

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