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Luzerner U21-Fussballer zahlen Lehrgeld

Luzerns U21-Junioren verlieren gegen Wohlen unnötig 2:3. Bald treffen die FCL-Profis auf denselben Gegner.
Stephan Santschi
Luzern-Stürmer Mark Marleku (links) enteilt dem Wohlener Stefan Jovanovic. Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 24. August 2019)

Luzern-Stürmer Mark Marleku (links) enteilt dem Wohlener Stefan Jovanovic. Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 24. August 2019)

Während sich der U21-Nachwuchs des FC Luzern am letzten Samstag für das Heimspiel im Leichtathletikstadion warm machte, absolvierte die Super-League-Mannschaft auf dem Nebenplatz ihr Abschlusstraining vor dem Spiel in Sion. Spielformen und Eckball-Training standen auf dem Programm der Profis, es ging intensiv zur Sache. Ebenso schwungvoll starteten kurz darauf die Luzerner Junioren in ihr 1.-Liga-Meisterschaftsspiel gegen Wohlen.

FCL-Trainer Thomas Häberli, der die Übungseinheit gerade abgeschlossen hatte, beobachtete aus der Ferne, wie die grössten Talente des Vereins innerhalb von nur sieben Minuten einen 2:0-Vorsprung herausspielten. Zunächst traf Eric Tia Chef nach feinem Zuspiel von Lorik Emini herrlich aus 20 Metern (5.), kurz darauf verwertete David Mistrafovic einen Corner von Darian Males mit einem entschlossenen Kopfball (7.).

Luzerner stellen Toreschiessen früh ein

Tia Chef, Mistrafovic, Males – sie alle stehen im Profikader des FC Luzern, kommen derzeit aber vorwiegend bei den Junioren zum Einsatz. Sie machten, wie ihre Teamkollegen, lange vieles richtig an diesem sonnigen Nachmittag. Wohlen, das 2018 freiwillig aus der Challenge League und 2019 sportlich aus der Promotion League abgestiegen war und mit Captain Marko Muslin einen Akteur in seinen Reihen hat, der einst in Monaco unter einem gewissen Didier Deschamps die Karriere als bezahlter Fussballer begonnen hatte, wirkte überfordert. Sandro Chieffo, der Luzerns U21-Auswahl seit dem Sommer trainiert, sollte später von einem «mutigen Auftritt» sprechen.

Das Problem: Die Gastgeber verpassten es vor spärlicher Zuschauerkulisse weitere Tore zu erzielen, Chancen dazu waren nämlich genügend vorhanden. Als sich in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit erste Konzentrationsmängel in der Abwehr bemerkbar machten, holten die routinierteren Aargauer in der Person von Thomas Schiavano aus abseitsverdächtiger Position zum ersten Gegenschlag aus (45.) – mit einem 2:1 ging es in die Pause.

«Giampa sollte Euromillions spielen»

Nach dem Seitenwechsel gerieten die Luzerner vorübergehend aus dem Konzept. Ein Ballverlust in der Offensive, eine zu passive Reaktion in der Defensive und Davide Giampa konnte sich nach einem sehenswerten Distanzschuss als Torschütze zum 2:2 feiern lassen (52.). Nach einer Stunde schoss Wohlens Torjäger seine Farben sogar in Führung, nachdem er den 16-jährigen Innenverteidiger Mauricio Willimann in dessen erst zweitem Erstligaspiel mit einer Körperdrehung düpiert hatte. «In diesen Szenen verhielten wir uns individuell unreif. Wir zahlten Lehrgeld», stelle Chieffo fest.

Trotz leidenschaftlichen Offensivbemühungen schaffte sein Team die Wende nicht mehr. Males traf nur den Pfosten und der aktive Ivorer Tia Chef kam trotz geringer Körpergrösse von 1,79 Meter gleich dreimal nach Eckbällen mit dem Kopf zum Abschluss, allerdings ohne Erfolg. «Schade, wir hätten mehr verdient gehabt. Giampa sollte nun Euromillions spielen», fand Trainer Chieffo mit Blick auf Wohlens Glück und Effizienz bei der Chancenverwertung, um sofort anzufügen: «Nein, dieser Giampa ist schon gut.»

Mitte September fährt FCL zum Cupspiel nach Wohlen

Mit drei Niederlagen aus vier Runden rutschen die Luzerner U21-Junioren früh Richtung Abstiegszone. Das Durchschnittsalter der Startelf gegen Wohlen betrug lediglich 18,5 Jahre. «Nun geht es darum, weiterzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln», betont Chieffo. Und die Profis? Die hatten sich längst zurückgezogen, um sich auf das Sion-Spiel zu fokussieren. Mitte September werden sie im 1/16-Final des Schweizer Cups auf eben diese Wohler treffen. Chieffos Tipp: «Schnell hinter die Viererkette kommen und dann möglichst viele Tore schiessen. Mit Giampa, Minkwitz und Muslin haben sie einige Akteure, die in höheren Ligen gespielt haben und die dir wehtun können.»

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