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Kampf des EV Zug wider die unnötigen Strafen

Der EV Zug verlor zuletzt gegen Lausanne die Disziplin. Ohne diese dürfte auch in Langnau wenig zu holen sein.
René Barmettler
Zug-Verteidiger Miro Zryd (rechts) im Zweikampf mit dem ZSC-Stürmer Fredrik Pettersson. Bild: Patrick Straub/Freshfocus (Zug, 14. September 2019)

Zug-Verteidiger Miro Zryd (rechts) im Zweikampf mit dem ZSC-Stürmer Fredrik Pettersson. Bild: Patrick Straub/Freshfocus (Zug, 14. September 2019)

Der Auftritt des EV Zug am Dienstagabend stiftete viel Verwirrung. Nicht die 5:6-Niederlage an sich gegen ein starkes Lausanne, sondern die Art und Weise, wie diese zu Stande kam. Die Zuger erlitten in den ersten 14 Minuten einen kollektiven Kollaps und gerieten mit 0:4 ins Hintertreffen. Ein Aussetzer folgte dem nächsten, die Westschweizer bestraften diese mit äusserster Konsequenz. EVZ-Goalie Leonardo Genoni beendete seinen Arbeitstag so, wie er ihn sich niemals vorgestellt hatte: Der Meistergoalie liess sich nach dem vierten Gegentreffer entnervt auswechseln. Er konnte die Fehler seiner Vorderleute für einmal nicht ausbügeln, zu sträflich wurde er von diesen im Stich gelassen.

«Die Strafen, die wir diesmal erhielten, waren vorentscheidend», sagte EVZ-Verteidiger Miro Zryd nach dem Donnerstagstraining. Fünf kleine Strafen waren es im ersten Spielabschnitt, wovon die Lausanner zwei ausnützen konnten. Die beiden anderen Treffer markierten sie nach wenigen Sekunden wiederhergestelltem Vollbestand der Zuger: Neun Sekunden nach dem 0:1 und 58 Sekunden nach dem 0:3 doppelte Lausanne jeweils nach.

Intern sorgen die oft unnötigen Strafen seit Längerem für Diskussionsstoff. Zryd: «Die vielen Unterzahlsituationen waren bereits letzte Saison ein Thema bei uns.» Selten hatten diese schlimme Auswirkungen, die Zuger entwickelten sich zum besten Team der Liga im Unterzahlspiel. Dies half, nach solch schwierigen Situationen doch noch einen Weg zu finden, um knappe Spiele zu gewinnen. Gegen Lausanne klappte dies nicht, die grosse Aufholjagd war schliesslich vergebens. «Wir glaubten noch daran, riefen uns das Spiel gegen die ZSC Lions in Erinnerung», sagte Zryd. Zug gewann am letzten Samstag nach einem 2:4-Rückstand noch 5:4 nach Verlängerung. «Wir wissen, dass wir im Stande sind, in jedem Spiel mindestens drei bis vier Tore zu erzielen. Wir kamen nach dem 0:4 dann auch wieder auf unser gewohntes Level, doch sechs Gegentore waren dann einfach zu viele.»

Miro Zryd will zurück in die Top 6 der Verteidiger

Im heutigen Auswärtsspiel wartet mit den SCL Tigers ein Team auf die Zentralschweizer, das ebenfalls auf Fehler des Gegners lauert. «Gegen Langnau ist es schwierig zu gewinnen. Sie sind gut organisiert und warten auf ihre Chancen», warnt Zryd. Das aufsässige Spiel bereitete den Zugern in der vergangenen Saison Mühe, die letzte Begegnung in der Ilfishalle am 4. Januar endete sogar mit einer 0:3-Niederlage. Doch die letzten 40 Minuten des Dienstagsspiels geben dem EVZ Mut für diese kommende Aufgabe: «Wir können mit einem guten Gefühl in dieses Spiel steigen. Ich erwarte, dass wir diesmal einen guten Start erwischen werden», verspricht sich Zryd, der vor seinem Engagement in Zug während vier Saisons bei den Emmentalern gespielt hatte.

So richtig hat der 24-jährige Berner den Rhythmus beim EV Zug noch nicht gefunden. «Der Start in die Vorsaison 2018/19 verlief gut, doch dann verletzte ich mich im Oktober.» Der Weg zurück war ein steiniger, Zryd kam auf insgesamt 28 Qualifikations- und 10 Playoff-Partien und leider nicht mehr wie gewünscht auf Touren. Nun fühlt er sich fit, hat aber einen schweren Stand, sich in die Top Sechs der Verteidiger hinein zu spielen. Er wirkt deshalb auch nicht, als strotze er vor Selbstvertrauen. Aber er kennt das Rezept, wie er seine Situation verbessern kann: «Es ist wichtig, dass ich derzeit die einfachen Sachen richtig mache. Es ist der falsche Zeitpunkt, brillieren zu wollen.» Auch seine Teamkameraden hatten am Dienstag zu oft nicht das richtige Timing erwischt. Die einfachen Sachen richtig machen, ist wohl das beste Mittel, um heute in Langnau zu gewinnen. Dann kehrt das Selbstvertrauen von alleine zurück.

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