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Fussball, 2. Liga inter: FC Kickers Luzern fährt den zweiten Saisonsieg ein

Der neue Kickers-Luzern-Goalie Luca Bühlmann lässt sich beim 2:0-Sieg gegen die AC Taverne nicht bezwingen.
Ruedi Vollenwyder
Kickers-Mittelfeldspieler Marko Brzovic (links) setzt sich hier im Zweikampf gegen Tavernes Nathan Muadianvita durch. Bild: Dominik Wunderli (7. September 2019)

Kickers-Mittelfeldspieler Marko Brzovic (links) setzt sich hier im Zweikampf gegen Tavernes Nathan Muadianvita durch. Bild: Dominik Wunderli (7. September 2019)

Eine Halbzeit lang sahen die wenigen Fans in der 2.-Liga-inter-Begegnung zwischen dem FC Kickers Luzern und der AC Taverne nur Kampf und Chrampf. Die gewisse fussballerische Eleganz sowie prickelnde Torszenen fehlten gänzlich. Im zweiten Spielabschnitt wurde dann endlich derjenige Fussball gespielt, welcher dem Liganiveau gerecht wurde. Doch es dauerte bis zur 59. Minute, bis diese Partie lanciert war. Taverne-Goalie Emanuele Di Graci konnte den Ball nach einem Abschlussversuch des agilen Sandro Villiger nur abklatschen. Reyneri Rodriguez erbte zur 1:0-Führung. Und als der kurz zuvor eingewechselte Prenk Marki nach einem tollen Konter, eingeleitet wiederum von Sandro Villiger, zum 2:0 (83.) einschiessen konnte, war der zweite Sieg für die engagiert kämpfenden Kickers unter Dach und Fach. «Es war von unserer Seite her ein nervöser Beginn», begründet Kickers-Trainer Faras Hayavi die schwache erste Halbzeit. «Doch dann hat sich die Mannschaft gefunden, geschickt den vermehrt freien Platz im Mittelfeld zu ihren Gunsten ausgenützt und verdient wichtige drei Punkte herausgeholt.»

Bei diesem Erfolg musste sich Kickers-Goalie Luca Bühlmann nicht übermässig bemühen. Denn bis auf einen Freistossball in der 75. Minute, den er souverän hielt, konnte er sich nicht weiter auszeichnen. Im Abschluss waren die Tessiner, bei denen kein erfolgversprechendes spielerisches Konzept auszumachen war, harmlos. «Ja, ich hatte wirklich nicht viel zu tun. Meine gut und aufmerksam spielende Abwehr nahm mir die gröbste Arbeit ab», windet der 18-jährige in Hergiswil aufgewachsene Torhüter, dessen Vater Maurus zu Zeiten von Trainer Reto Burri jahrelang beim FC Hergiswil ebenfalls im Goal stand, seinen Vorderleuten ein Kränzchen.

Zunächst erschrocken über die Körpergrösse

Dass er diese Saison das Tor der Stadtluzerner hütet, ist so eine Geschichte. Nach dem völlig überraschenden Wegzug von Fabio Zizzi nach der Vorrunde der Saison 2018/19 zum SC Buochs (diese Saison zog er weiter zum SC Kriens) sahen sich die Kickers-Verantwortlichen in einem Torhüter-Dilemma und mussten agieren. «Wir suchten und fanden, zusammen mit dem FCL-Nachwuchschef Genesio Colatrella, nach einer Lösung des offenen Torhüterproblems», umschreibt Kickers-Teammanager Robert Laurent das spätere Engagement. «Mir wurde Luca Bühlmann, der die Goalie-Ausbildung beim FC Luzern genoss, angeboten.» Doch als er den jungen Torhüter ein erstes Mal sah, kam bei ihm grosse Skepsis auf. Die Körpergrösse von 174 Zentimeter irritierte ihn gewaltig. «Der kommt ja mit seinen Händen nicht zur Latte hoch», war der erste spassig gemeinte Eindruck des Teammanagers. Die Skepsis legte sich aber schnell. «Luca macht seine Torhüterarbeit wirklich gut und integrierte sich schnell und angenehm im Team», erklärten Robert Laurent und sein Trainer Faras Hayavi unisono.

Und auch der neue Goalie fühlte sich bei den Kickers sofort wohl und aufgenommen. «Nach einer wirklich guten Saison mit dem FCL-U18-Team kam ich in der U21-Equipe nur noch in einem Spiel zum Einsatz. Für mich war dies eine unbefriedigende Situation», erklärt der talentierte Goalie. Da kam für ihn die Anfrage vom FC Kickers gerade recht. «Ich wollte ganz einfach wieder spielen, hatte das Ersatzdasein satt.» Bei den Kickers Luzern hat Luca Bühlmann, mit der abgeschlossenen Matura im beruflichen Rucksack, denjenigen Verein gefunden, bei dem er gegenwärtig glücklich ist. Und beweist mit seiner guten Leistung bei den Stadtluzernern, dass auch ein kleiner gewachsener und ruhiger Torhüter («Ich bin kein lauter Schnorri») ganze Arbeit leisten kann. Der dritte Shutout nach dem 0:0 gegen Novazzano, dem 5:0 gegen Ägeri und derjenige gegen die Tessiner von der AC Taverne unterstreicht diese Einschätzung.

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