Knappe Sarner Niederlage zum Playout-Auftakt

Ad Astra verliert das erste Playout-Spiel gegen Uster 2:3. Im Angriff fehlt den Sarner Unihockeyanern die Effizienz.

Merken
Drucken
Teilen
Sarnens Stürmer Cornel von Wyl (rechts): «Um zu gewinnen, müssen wir aber mehr als zwei Tore schiessen.»

Sarnens Stürmer Cornel von Wyl (rechts): «Um zu gewinnen, müssen wir aber mehr als zwei Tore schiessen.»

Bild: Philipp Schmidli

JH. Minute 49 zeigte die Matchuhr, als Usters Niko Juhola nach einem Techtelmechtel mit seinem finnischen Landsmann Jaska Kunelius aus den Reihen von Ad Astra auf die Strafbank geschickt wurde. Die Chance für die Sarner, beim Stand von 2:1 für die Ustermer das Spiel wieder auszugleichen. Und die Powerplay-Formation von Ad Astra stach: Lauri Liikanen legte auf für Robin Markström, dieser setzte zum Bogenlauf an und traf scharf und platziert in die weite Ecke zum 2:2. Alles konnte somit nochmals von vorne beginnen in diesem ersten Spiel der Best-of-7-Serie, eine spannende Schlussphase bahnte sich an. «Nach dem Ausgleich hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Das berühmte Momentum schien auf unserer Seite, leider konnten wir dies jedoch nicht ausnützen», meinte Ad Astra-Stürmer Cornel von Wyl. Damit ist der Ausgang der Partie vorweggenommen: Einen Eigenfehler im Aufbauspiel nützte Schubiger für das Heimteam eiskalt zum Siegtreffer aus.

Der Start in dieses Auswärtsspiel gelang den Sarnern optimal: Roman Schöni drückte in der sechsten Minute einen Abpraller zur frühen Führung über die Linie. Diese hielt bestand, bis sich je ein Spieler beider Teams auf der Strafbank wiederfand. Uster nützte den zusätzlichen Platz auf dem Feld: Beerli bediente Juhola, dieser traf per Direktabnahme zum Ausgleich (17.). Auch im Mitteldrittel blieb das Geschehen ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Zürcher. Eine Druckphase nutzte Stäubli mit einem verdeckten Schuss bei Spielmitte zur 2:1-Führung aus. «In dieser Phase konnten sie uns zwei, drei Mal einschnüren. Auch wir hatten unsere Chancen, zeigten uns jedoch zu wenig kaltschnäuzig. Defensiv spielten wir solide. Um zu gewinnen, müssen wir aber mehr als zwei Tore schiessen», resümierte Cornel von Wyl.

Trainer Vehanen krank im Bett

Positive Nachrichten aus den Reihen von Ad Astra gab es vor Spielstart: Zum ersten Mal in dieser Saison konnte Headcoach Eetu Vehanen aus dem Vollen schöpfen – kein Spieler fehlte verletzungs- oder krankheitsbedingt. Stattdessen war es diesmal Vehanen selbst, der sich für das Spiel abmelden musste: Eine Grippe hatte ihn ins Bett gelegt. Assistenztrainer Roger Hänni übernahm das Zepter hinter der Bande, unterstützt wurde er von Rückkehrer Philippe Giesser. «Das war ein rascher Aufstieg», meinte Giesser hinterher. Für ein Lächeln in seinem Gesicht reichte es trotzdem nicht ganz: «Dafür hätte es einen Sieg benötigt und dieser wäre heute definitiv drin gelegen. Unsere Leistung war ansprechend, aber am Ende zählt in den Playouts das nackte Resultat. Dieses ist leider negativ, das wurmt.»

Uster – Ad Astra Sarnen 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
Buchholz. – 265 Zuschauer. – SR Röder/Anderegg.
Tore: 6. R. Schöni (M. Schöni) 0:1. 17. Juhola (Beerli/Ausschlüsse Bolliger und C. von Wyl) 1:1. 30. Stäubli 2:1. 50. Markström (Liikanen/Ausschluss Juhola) 2:2. 54. Schubiger 3:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Juhola) gegen Uster. 1mal 2 Minuten gegen Sarnen.
Uster: Feiner; Heierli, Klauenbösch; Bolliger, Steiger; Hurni, Kanebjörk; Suter, Schubiger, Kulmala; Juhola, Beerli, Stäubli; Berweger, Gallati, Urner.
Sarnen: Britschgi; Läubli, Berchtold; Kunelius, Markström; Höltschi, J. von Wyl; R. Schöni, M. Schöni, Liikanen; B. von Wyl, Savinainen, C. von Wyl; Dubacher, Boschung, Durot. Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein, Kramelhofer, Bitterli, Gnos (alle Ersatz). 58. Timeout Sarnen, anschliessend mehrheitlich ohne Torhüter und mit 6. Feldspieler. Schubiger (Uster) und B. von Wyl (Sarnen) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.