Innerschweizer Meisterschaft
Mit einem Luzerner Knüller ist die Korbball-Meisterschaft lanciert

Die Menznauer Korbballer gewinnen zum Auftakt das 1.-Liga-Derby gegen Neuenkirch knapp mit 7:6.

Ruedi Vollenwyder
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1.-Liga-Meisterschaft in der Alpenquai-Halle: Unter dem Neuenkircher Korb geht es gegen Menznau (weisse Trikots) ruppig zu und her.

1.-Liga-Meisterschaft in der Alpenquai-Halle: Unter dem Neuenkircher Korb geht es gegen Menznau (weisse Trikots) ruppig zu und her.

«Freude herrscht»: Dieser legendäre Spruch von alt Bundesrat und Sportförderer Adolf Ogi schwappt auf die Innerschweizer Korbball-Familie über. Die Freude darüber, dass man endlich wieder dem Hobby-Korbball frönen kann.

«Ja, diese Freude ist bei den Korbballbegeisterten riesengross. Ich sah nur strahlende Gesichter»,

freute sich die OK-Chefin Vera Wicki vor dem 1.-Liga-Match ihres SVKT Menzingen gegen den Turnierfavoriten Urtenen (5:8-Niederlage).

Dass nach eineinhalb Jahren Corona-Absenz für die Organisation der Innerschweizer Hallenmeisterschaft einiges an Arbeit anstand, ist klar. «Dank dem gut aufgestellten Mitarbeiterstab schafften wir die verschiedenen Herausforderungen rund um die Coronakrise – wie die Zertifikationspflicht – recht gut», windet Wicki ihren Helferinnen und Helfern ein Kränzchen.

«Gegenüber den Vorjahren haben sich coronabedingt etwas weniger Teams angemeldet. Sonst läuft dieser Anlass, wenn sich nicht höhere Gewalt breitmacht, in gewohntem Rahmen ab.»

Die wichtigste Änderung: «Aus Gründen der Fairness gegenüber coronabedingt abgemeldeten Teams, welche gemäss Reglement sonst wieder ganz unten einsteigen müssten, gibt es in allen Kategorien keine Absteiger», so Wicki.

Drei Teams kämpfen um den Titel

Wie meist in den vergangenen Jahren zeichnet sich auch in der diesjährigen 1.-Liga-Meisterschaft der Männer ein Dreikampf zwischen dem Rekordmeister Neuenkirch, dem Titelverteidiger Wikon und dem «ewigen Zweiten» Menznau ab. Der Spielplan wollte es, dass bereits in der ersten Runde der Knüller Neuenkirch gegen Menznau auf dem Programm stand. Die Wogen auf dem Spielfeld wie auch bei den Fans auf der Galerie gingen denn auch hoch. In einer hochklassigen, teils mit harten Bandagen geführten Partie behielt Menznau mit 7:6 knapp die Oberhand.

In der ersten Halbzeit konnte die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht weniger als zehn Körbe (5:5) bejubeln. Im zweiten Teil der immer hektisch werdenden Partie führte Neuenkirch durch Roman Wey mit 6:5, ehe Christoph König mit einem Penalty den Ausgleich realisierte und Andrin Achermann knapp zwei Minuten vor Spielende zum umjubelnden 7:6-Siegkorb traf. Andri Schärli, der Aggressivleader der Menznauer, bilanzierte:

«Wir nützten die uns zugestandenen freien Würfe und brachten Neuenkirch mit unserem harten Abwehrspiel etwas aus dem Konzept. Und in der Schlussphase spielten wir wirklich clever.»

Dem hatte Neuenkirchs Captain Samuel Schaller nicht viel entgegenzusetzen: «Uns fehlte es an der Effizienz bei unseren Würfen. Wir hätten bei den freien Würfen der Menznauer früher und energischer eingreifen müssen.»

Die diesjährige Hallenmeisterschaft ist mit diesem knapp ausgegangenen Derby-Knüller voll eingeläutet. In der zweiten Runde vom nächsten Wochenende steigt auch Titelverteidiger Wikon ins Turniergeschehen ein. Ohne den Leader Menznau (4 Spiele/8 Punkte) und Neuenkirch (4/6), welche pausieren.

Cup: Nur die Küssnachter Frauen in der 3. Runde

In der zweiten STV-Cuprunde (1/16-Final) kam für Neuenkirch das Aus. In einer spannenden Partie verloren die Luzerner gegen Oberaach knapp mit 16:17. Auch Menznau steht vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Sie treffen am Mittwoch (20.30 Uhr, Turnhalle Menznau) auf den amtierenden Schweizer Meister und Cupsieger Pieterlen. Captain Peter Haas: «Das wird für uns Spieler ein genialer Match.» Bei den Frauen schaffte nur Küssnacht nach einem 18:13-Sieg über Hausen am Albis den Einzug in die 3. Runde. In der zweiten Runde verlor Willisau 9:18 gegen Urtenen, Menznau musste sich Täuffelen mit 9:11 beugen.

Korbball

Männer. 1. Liga, 1. Spieltag: Menznau – Boswil 7:3. Schwyz – Küssnacht 8:6. Neuenkirch – Menznau 6:7. Boswil – Schwyz 4:6. Neuenkirch – Schwyz 9:5. Boswil – Küssnacht 3:4. Neuenkirch – Boswil 8:2. Küssnacht – Menznau 4:7. Schwyz – Menznau 5:8. Küssnacht – Neuenkirch 2:10. – Rangliste: 1. Menznau 4/8. 2. Neuenkirch 4/6. 3. Schwyz 4/4. 4. Küssnacht 4/2. 9. Boswil 4/0. – Bözberg, Wikon, Willisau, Wolhusen ohne Einsatz.