Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kollektiver Tiefschlaf der Sinser

Die Fussballer des SC Obergeissenstein (2. Liga regional) wehren sich vehement gegen den Abstieg: 3:1-Sieg über Sins. Nach dieser Niederlage müssen die Freiämter zum 50-Jahr-Jubiläum ebenfalls noch um den Ligaerhalt zittern.
Ruedi Vollenwyder
Der SC Obergeissenstein mit Patrick Lingg (rechts, hier gegen den Sinser Michael Hohl) stemmt sich mit aller Kraft gegen den drohenden Abstieg. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 2. Juni 2018))

Der SC Obergeissenstein mit Patrick Lingg (rechts, hier gegen den Sinser Michael Hohl) stemmt sich mit aller Kraft gegen den drohenden Abstieg. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 2. Juni 2018))

Die Ausgangslage vor diesem Abstiegsknüller war klar. Der SC OG als Tabellenletzter musste gewinnen, um womöglich einem Abstieg zu entgehen. Dem FC Sins hätte ein Sieg gereicht, um zum 50-Jahr-Jubiläum den Ligaerhalt vorzeitig zu sichern. Es standen also beide Teams mächtig unter «Strom». Doch nur die Stadtluzerner hatten den Stecker im ersten Heimspiel nach sechs Auswärtspartien (nur vier Punkte) in die richtige Dose gesteckt. Während das OG-Team wie die Feuerwehr startete, brachte Sins «keinen Fuss vor den anderen». Sins-Captain Reto Brügger sinnierte nach dieser 1:3-Niederlage denn auch niedergeschlagen: «Ja, dieser Abstiegskampf lief total anders, als wir uns diesen vorgestellt haben. Wir fanden überhaupt nie zu unserem gewohntes Spiel.»

Die Chronologie, die zu diesem überzeugenden OG-Sieg führte: Keine vier Minuten waren gespielt, als Patrick Lingg Stürmer Manuel Bucheli in ideale Abschlussposition brachte. Der OG-Topskorer liess sich diese Chance nicht entgehen: 1:0. Und nur sechs Minuten später sah Sins-Goalie Fridolin Leuthard nach einem Freistossball von Nick Illi nicht gut aus. Julian Pauchard nützte den Fehler zur 2:0-Führung. In der 17. Spielminute fiel gar das 3:0. Nach einem Abwehrfehler in der völlig verunsicherten Sinser Hintermannschaft skorte wiederum Manuel Bucheli. Das 1:3 durch Robin Niederberger (54.), technisch perfekt erzielt, war aus Sinser Sicht der einzige Höhepunkt in einem spielerisch bescheidenen «Hauruckspiel». Ein Sinser Zuschauer bemerkte nach dem frühen 0:3-Rückstand nicht ohne Grund: «Die stecken ja noch in einem kollektiven Tiefschlaf.»

SC Obergeissenstein mit neuem Selbstvertrauen

Ganz anders die Stadtluzerner, die auf der heimischen Wartegg die Chance auf den Ligaerhalt nicht vergeigen wollten. «Die Vorfreude auf dieses Heimspiel seit langem war in unserem Team riesig und pushte uns zusätzlich. Nur ein Sieg half uns ja weiter. Und dementsprechend konzentriert stiegen wir in diesen kapitalen Match», meinte der sehr gut und aggressiv spielende Aussenverteidiger Ueli Scherer. Das 34-jährige OG-Urgestein legte nach: «Sicher, die frühen Tore spielten uns in die Karten. Doch übers ganze Spiel gesehen, haben wir diesen Sieg mit einer kompakten Teamleistung mehr als nur verdient.»

Während das Sinser Trainer-Gespann Edi von Moos/Stefan Suter ihre Spieler nach der Partie schnell vom Wartegg-Kunstrasen holte, kam bei den OG-Verantwortlichen grosse Zufriedenheit auf. «Wir konnten das Selbstvertrauen, das wir mit dem 6:1-Sieg gegen Sempach aufgebaut haben, voll mit in diesen Match nehmen», spricht Assistenztrainer Marco Häfliger den entscheidenden Punkt an. «Und da uns auch das Schlachtenglück mit dem Superstart hold war, dürfen wir uns über diesen wichtigen Sieg ehrlich freuen.»

Für Sins-Trainer Edi von Moos gilt es nun, die Moral im Team wieder aufzubauen. «Poltern bringt überhaupt nichts. Es gibt immer solche Spiele, in denen nichts gelingt. Die Spieler sind intelligent genug, um zu wissen, weshalb dieser Match verloren ging.»

Die nächste Chance, den Frust zu vergessen, haben die Sinser im nächsten Match zu Hause gegen den FC Sempach, der ebenfalls tief im Abstiegssumpf steckt. «In diesem erneuten Abstiegskampf werden wir ein anderes Sins antreffen, als im völlig missglückten Match gegen den SC Obergeissenstein», verspricht Sins-Captain Reto Brügger kämpferisch.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.