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Alissa König lässt die jungen Wilden am Sempachersee Triathlon stehen

Florin Salvisberg und Alissa König heissen die Sieger am Sempachersee Triathlon. Der Sieger bei den Männern wäre beinahe falsch abgebogen.
Jörg Greb
Alissa König ist zwar erst 23 Jahre alt, die Siegerin vom National-League-Rennen ist dennoch die Routinierteste im Feld. Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 7. Juli 2019)

Alissa König ist zwar erst 23 Jahre alt, die Siegerin vom National-League-Rennen ist dennoch die Routinierteste im Feld. Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 7. Juli 2019)

Der Termin war nicht der günstigste in Bezug auf die grossen Namen. Weil am selben Wochenende das WM-Serie-Rennen in Hamburg zur Austragung kam, fehlten sie beim Sprint 
um die National League in Nottwil. Der Attraktivität tat dies 
keinen Abbruch – im Gegenteil. Die Entscheidungen über die 750 m Schwimmen, 20 km Velo (5 Runden) sowie die 5 km Laufen (4 Runden) hätte kaum spannender sein können. Sowohl bei den Männern wie den Frauen blieb die Frage nach dem Sieger lange offen. Die Premiere mit diesem Format ist also mehr als geglückt.

Bei den Frauen setzte sich die routinierteste Athletin durch: Alissa König, 23, aus Dürnten. Sie wechselte am schnellsten in die Laufschuhe und baute die Führung sodann weiter aus. «Grossartig, ein solches Resultat nach einem solchen Rennen tut gut», sagte sie. Sie war mit Respekt ins Rennen gestiegen. Einerseits hatte sie Respekt «vor den jungen Wilden» – zu denen sie sich selbstredend nicht mehr zählte. Ebenso fürchtete sie eine «durchaus naheliegende Wettkampf-Konstellation». Dass sie auf den 750 Metern im Sempachersee den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren würde.

Ein Quartett 
spannt zusammen

König konnte dagegenhalten und unter den fünf Besten bleiben. Und sodann kam sie zu einer Erkenntnis, die sie mit grosser Freude verkündete: «Was sich auf dem Velo abspielte, war richtig toll, das lässt sich kaum im Weltcup, und nicht auf oberster Stufe in der WM-Serie so erleben.» Sie meinte damit das Harmonieren, sprich Abwechseln in der Spitzengruppe. «Grossartig, wie sich die Jungen ins Zeug legten», richtete sie ihr Lob an Nora Gmür, Anja Weber, und Rebecca Beti – alles Widersacherinnen, die fünf oder sechs Jahre jünger sind.

Die rasch herbeigeführte Vorentscheidung im Laufen entsprach ihrem Wunschszenario. «Ich schlug sofort einen hohen Rhythmus an, so konnte ich überspielen, dass sich die Beine nicht gut angefühlt hatten.» Nora Gmür, die spätere Zweite, versuchte anfänglich dagegenzuhalten. Bis ins Ziel verlor sie allerdings 32 Sekunden. Die Dritte Anja Weber (18) und Vierte Rebecca Beti (17) büssten 1:34 und 2:02 Minuten ein.

Leana Bissigs Aufholjagd 
auf der Laufstrecke

Und auch eine Innerschweizerin freute sich über ein vorzügliches Resultat: Leana Bissig, 20, vom Tri Team Zugerland. Die Studentin der Gesundheitswissenschaften an der ETH Zürich freute sich: «Endlich wieder ein Rennen, in dem ich meine Leistung abrufen konnte.» Sie fand sich nach der Auftaktdisziplin Schwimmen in der dritten Velogruppe wieder. «Leider schafften wir es fortan nicht aufzuschliessen», sagte sie. Doch sie kämpfte weiter und vermochte sich auf der Laufstrecke um vier Positionen nach vorn zu schieben. Schlussrang 8 wertete sie als «tolles Ergebnis». Und wichtig: Im Hinblick auf die Heim-WM in Lausanne Ende August hat sie ihre Ausgangsposition weiter gestärkt.

Im National League Rennen der Männer blieb die Entscheidung bis auf die letzten 150 m auf der Rundbahn des SPZ Nottwil offen. Und fast hätte der Stärkere den Kürzeren gezogen: Florin Salvisberg verpasste den Eingang auf die Zielgerade. Seine Freundin machte ihn auf das Missgeschick aufmerksam. Er konnte sofort reagieren und seinen letzten Konkurrenten Simon Westermann um 1,4 Sekunden schlagen. «Zum Glück», sagte auch Westermann, «denn Florins Spurt war ich nicht gewachsen. Er war der Bessere.» Salvisberg hingegen sagte selbstkritisch: «Ich hatte mich im Rennen überlegen gefühlt, aber man müsste sich auf allen Ebenen vorbereiten, sprich die Streckenanlage studieren.»

Im Competition-Rennen mit Einzelstart am Vormittag realisierten Luca Re Cecconi (Bonstetten) und Lina Miglar (Wallisellen) die besten Zeiten. Daniel Wicki (Luzern) und Sibylle Matter (Hergiswil), die Olympia-Teilnehmerin von 2000, sorgten mit Rang 2 und 4 für die besten Innerschweizer Resultate. Beide siegten in ihrer Altersklasse.

Resultate: services.datasport.com/2019/tri/sempach/

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