Jetzt brauchen die Altdorfer Handballer dringend Punkte

Dem KTV Altdorf steht eine schwierige Rückrunde bevor. Im Vergleich zur Vorrunde müssen die Urner eine klare Steigerung zeigen, sonst ist der Abstieg in die 1. Liga kaum mehr zu verhindern.

Urs Hanhart
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Greift Coach Marc Fallegger gegen Stäfa wieder persönlich ins Spielgeschen ein? (Bild: Urs Hanhart)

Greift Coach Marc Fallegger gegen Stäfa wieder persönlich ins Spielgeschen ein? (Bild: Urs Hanhart)

Mit einer derart schlechten Ausgangslage ist der KTV Altdorf noch nie in die zweite Hälfte der NLB-Meisterschaft gestartet. Die Vorrunde schlossen die Urner mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz ab. Einzig der Aufsteiger aus Emmen steht mit fünf Zählern noch schlechter da als der Urner Traditionsclub. Yellow/Pfadi Winterhur, Biel, Steffisburg und auch Wädenswil/Horgen liegen für die KTV-Truppe noch immer in Reichweite.

Doch diese Ausganglage könnte sich in den nächsten Wochen ändern. Denn der KTV Altdorf muss in den ersten sechs Partien der Rückrunde ausschliesslich gegen Teams antreten, die allesamt in der oberen Tabellenhälfte klassiert sind. Aufgrund dieses denkbaren happigen Startprogramms ins neue Jahr ist zu befürchten, dass der Abstand zu den rettenden Plätzen bis zur Hälfte der Rückrunde weiter anwachsen könnte.

Lakers Stäfa ist haushoher Favorit

Einer der grössten Widersacher steht bereits zum Startrundenstart im Weg. Altdorf muss am Samstag (18.00 Uhr, Frohberg) gegen den bisher noch nahezu makellosen Tabellenzweiten Lakers Stäfa antreten. Die Zürcher haben von den bisherigen 13 Spielen deren 12 souverän gewonnen. Ihre bis dato einzige Niederlage kassierten sie im Spitzenkampf gegen Leader Endingen – und dies relativ knapp mit 36:39-Toren. Demgegenüber sieht die Bilanz der Altdorfer mit zwei Siegen und zwei Unentschieden äusserst bescheiden aus. Die Lakers steigen demzufolge als haushoher Favorit in dieses Heimspiel. Doch auch die Zürcher stehen unter Druck. Gegen einen Underdog wie Altdorf dürfen sie sich keinen Ausrutscher erlauben, wollen sie den Kontakt zum Spitzenreiter Endingen nicht verlieren.

In der Hinrunde lange mitgehalten

Immerhin steigen die Altdorfer nicht chancenlos in dieses David-gegen-Goliath-Duell. In der Auftaktpartie zur Meisterschaft Anfang September bewiesen sie nämlich, dass Stäfa keineswegs ein übermächtiger Gegner ist. Die Urner heizten den Zürchern damals 45 Minuten lang tüchtig ein. Zwischenzeitlich lagen sie sogar in Führung. Aber eine lange Unterzahlphase zu Beginn des letzten Spielviertels brachte die Gelb-Schwarzen aus dem Rhythmus, womit sich die Lakers einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten konnten. Letztlich resultierte eine keineswegs zwingende 27:31-Heimniederlage.

Für die Altdorfer geht es morgen nun darum, an diese Leistung anzuknüpfen und sich möglichst keinen Durchhänger mehr zu erlauben. Ganz besonders gefordert sein wird die Abwehr, denn Stäfa verfügt über eine ausgesprochen starke Offensivabteilung, die in der Vorrunde fast gleich viele Treffer erzielt hat wie Leader Endingen. Ein spezielles Augenmerk gilt es auf Torjäger Philipp Alexander Seitle zu richten, der mit den bisher erzielten 103 Torerfolgen an zweiter Stelle der NLB-Torschützenliste liegt.

Durchsetzungsvermögen verbessern

«Jetzt kann es nur noch bergauf gehen», sagte Marc Fallegger Mitte Dezember nach dem mit 23:26 verlorenen Kellerduell gegen Biel. Für den Altdorf-Coach war damals klar, wo der Hebel anzusetzen ist: «Wir müssen in der Winterpause hart an uns arbeiten, insbesondere aber das Durchsetzungsvermögen verbessern. In der Hinrunde haben wir mehrere Partien nur knapp verloren, wobei teilweise auch Pech im Spiel war. Mit einer Steigerung und dem nötigen Wettkampfglück ist es bestimmt möglich, die nötigen Punkte für den Ligaerhalt einzufahren.»

Männer. NLB. 14. Runde. Heute: Baden – Birsfelden (20.15). – Samstag: Solothurn – Stans (17.00, CIS). Steffisburg – Möhlin (17.00). Stäfa – Altdorf (18.00, Frohberg). Wädenswil/Horgen – SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen (18.45). Emmen – Endingen (20.00. Rossmoos). – Mittwoch: Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur – Biel (20.30).

Rangliste (alle 13 Spiele): 1. Endingen 26 Punkte. 2. Lakers Stäfa 24. 3. Möhlin 19. 4. SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen 17. 5. BSV Stans 15. 6. STV Baden 13. 7. SG Solothurn 13. Birsfelden 11. 9. SG Wädenswil/Horgen 9. 10. Steffisburg 9. 11. HS Biel 8. 11. SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur 7. 13. KTV Altdorf 6 (324:370). 14. Emmen 5.