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Lemmens springt auf den EM-Zug auf

Am Pfingstmeeting in Zofingen unterbietet Silke Lemmens über 200 Meter die Limite für die U23-Europameisterschaften. Dabei verpasst die Zugerin ihre persönliche Bestzeit um eine Hundertstelsekunde.
Stefanie Barmet
Die Formkurve von Silke Lemmens (in Schwarz) zeigt nach oben. (Bild: Hanspeter Roos (Zofingen, 8. Juni 2019))

Die Formkurve von Silke Lemmens (in Schwarz) zeigt nach oben. (Bild: Hanspeter Roos (Zofingen, 8. Juni 2019))

Ziemlich warm sei es am Samstag in Zofingen gewesen – ideale Bedingungen für Sprinter könnte man meinen. Doch der Wind war für einmal nicht auf der Seite der 200-Meter-Läuferinnen. «Auf den ersten 100 m hatten wir Gegenwind, auf den zweiten 100 m Seitenwind. Ich wusste, dass ich gut in Form bin, und habe mich auch während des Laufes gut gefühlt», resümiert Silke Lemmens. Trotz nicht idealer Windbedingungen zeigte die Zugerin ein gutes Rennen. Mit 24,25 Sekunden blieb sie lediglich eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen Bestzeit aus dem Vorjahr. Die Limite für die U23-EM, welche für Athletinnen der Jahrgänge 1998 und 1999 bei 24,45 Sekunden fixiert wurde, unterbot sie damit klar.

Ende Mai hatte die Wirtschaftsstudentin an der Uni Zürich Prüfungen zu absolvieren. «Ich war dadurch etwas gestresst, konnte daher in den Wettkämpfen noch nicht jene Leistungen abrufen, die ich zum Leisten imstande bin. Seit einer Woche sind nun alle Prüfungen geschrieben und ich kann mich ganz auf den Sport konzentrieren.» Bereits an der Schweizer Vereinsmeisterschaft in Hochdorf vor einer Woche gelang der 19-Jährigen über 100 m eine Leistungssteigerung. Mit 11,91 Sekunden war sie so schnell wie noch nie und verpasste die U23-EM-Limite lediglich um eine Hundertstelsekunde. «Auch wenn ich beide Limiten schaffe, ich werde in Schweden über 200 Meter, meiner Lieblingsdisziplin, starten. Meine Stärken liegen auch aufgrund meiner langen Beine auf den zweiten 100 m. Am Start lasse ich oft etwas Zeit liegen.»

24-Sekunden-Grenze als Ziel

In Zofingen stand Silke Lemmens zudem gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Géraldine Frey, der Rothenburgerin Inola Blatty und der Westschweizerin Coralie Ambrosini in der Staffel (4 × 100 m) im Einsatz. «Wer an der U23-EM in der Staffel laufen wird, ist noch nicht klar. Als Team zu laufen, ist immer etwas Spezielles. Wir kennen uns schon sehr lange, so sind wir auch gute Kolleginnen geworden.» Am Pfingstmontag trat die Zugerin, die in Belgien geboren und seit dem Vorjahr in Besitz des Schweizer Passes ist, in Basel über 100 Meter an. Regen und Kälte prägten das Meeting. «Das war kein idealer Lauf. Aufgrund der schlechten Bedingungen geht die Zeit von 12,06 Sekunden aber in Ordnung.»

Bis zur U23-EM, die vom 11. bis 14. Juli in Gävle stattfindet, bleiben noch ein paar Wochen Zeit, um an der Form zu feilen. «Ich möchte diese Saison eine persönliche Bestzeit laufen. Mein grosses Ziel ist, die 24-Sekunden-Grenze zu knacken, was ich mir durchaus zutraue. Ende Saison möchte ich dann meinen ersten 400-Meter-Lauf bestreiten und so testen, was über diese Distanz möglich ist.»

Innerschweizer mit Bestleistungen

(stb) Am Pfingstmeeting in Zofingen überzeugte Eveline Rebsamen (Ballwil) über 100 m Hürden mit einer Saisonbestzeit von 13,68 Sekunden. Géraldine Frey lief im selben Rennen eine Zeit von 13,83 Sekunden, womit sie nicht ganz an die U23-EM-Limite (13,65) herankam. Saisonbestzeiten stellten auch Maurus Meyer über 110 m Hürden (14,25) und Linn Helfenstein (beide Rothenburg) mit 5,75 m im Weitsprung auf. Derweil sprang Zehnkämpfer Fabian Steffen (Altbüron) im Weitsprung mit 7,06 m persönliche Bestleistung. Mit Inola Blatty, Silke Lemmens, Géraldine Frey (Zug), Céline Schwarzentruber (Willisau) bei den U23 sowie Eric de Groot (Luzern) bei den Junioren kamen mehrere regionale Cracks zu einem Einsatz in der Nationalstaffel. In Basel blieb Blatty in 11,85 Sekunden erneut unter der U23-EM-Limite über 100 m, während Tina Baumgartner (Nidwalden) über 400 m Hürden noch zwei Zehntelsekunden zur U20-EM-Limite (61,40) fehlten. Mehrfach im Einsatz stand Nicole Zihlmann, die beste Hammerwerferin des Landes. Am Sonntag warf sie in Fränkisch-Crumbach 61,91 m, am Montag folgten in Basel 61,96 und 61,74 Meter, womit die Luzernerin ihre Saisonbestweite (64,16) verpasste.

Seit Oktober trainiert die Zugerin fünf- bis sechsmal wöchentlich in der Langsprintgruppe von Nationaltrainer Flavio Zberg. «Nachdem mein Trainer Lucio Di Tizio kürzertreten wollte, haben wir nach einer neuen Lösung gesucht. In der Gruppe von Zberg habe ich optimale Bedingungen gefunden. Da meine Trainingskolleginnen fast alle schneller sind als ich, werde ich ständig gefordert. Das pusht mich extrem, führt zu Fortschritten und macht grossen Spass.» Auch in zwei Jahren ist die 19-Jährige noch in der U23-Kategorie startberechtigt. «Im Vorjahr stand ich mit der Sprintstaffel bereits im Final der U20-Weltmeisterschaft, nun bestreite ich erstmals an einem Grossanlass eine Einzeldisziplin. Ich möchte dabei eine gute Leistung zeigen und Erfahrungen für die Zukunft sammeln.» Ihre nächsten Wettkämpfe bestreitet Lemmens in einer Woche in Genf über 200 Meter und mit der Sprintstaffel.

Zofingen. Pfingstmeeting. Männer. 100 m: 1. Iang (China) 10,39. Eric de Groot (Luzern) 11,08. Jonas Luthiger (Luzern) 11,33. – 200 m: 1. Wilson (Basel) 20,63. Jonas Luthiger 23,16. Kim Lenoir (Luzern) 23,38. Thomas Züger (Luzern) 23,53. – 800 m: 1. Dupré (Le Mouret) 1:51,16. Silas Zurfluh (Steinen) 1:54,69. Sämi Duss (Sarnen) 1:55,48. Simon Schüpbach (Gettnau) 1:55,64. Roman Renner (Rotkreuz) 1:56,39. – 1500 m: 1. Suter (Regensdorf) 4:02,03. 9. Mirko Blättler (Nidwalden) 4:14,50. Philipp Renner (Rotkreuz) 4:18,44. – 110 m Hürden: 1. Joseph (Therwil) 13,41. Maurus Meyer (Rothenburg) 14,25. Fabian Steffen (Altbüron) 16,56. – Hoch: 1. Magyar (Zürich) 1,97. 7. Fabian Steffen (Altbüron) 1,85. – Weit: 1. Ullmann (Basel) 7,49. 2. Fabian Steffen 7,06. 8. Nino Portmann (Nidwalden) 6,52. – Diskus (2 kg): 1. Heid (Zürich) 49,01. 4. Jon Paul de Vera (Zug) 45,06. – Männer U20. 110 m Hürden: 1. Rüegg (Schaffhausen) 13.90. Fabio Haueter (Sarnen) 14,78. Nino Portmann 15,35. Frauen, 200 m: 1. Del Ponte (Ascona) 23,60. Silke Lemmens (Zug) 24,25. Céline Schwarzentruber (Willisau) 25,00. – 800 m: 1. Rosamilia (Aarau) 2:08,83. 5. Noëmi Jakober (Alpnach) 2:13,57. Michelle Scherrer (Willisau) 2:18,56. – 1500 m: 1. Blatter (Oberwallis) 4:43,19. 7. Amy Leibundgut (Alpnach) 4:59,39. 8. Jana Vonäsch (Brunnen) 5:04,17. – 100 m Hürden: 1. Zbären (Langnau) 13,52. 2. Eveline Rebsamen (Ballwil) 13,68. 4. Géraldine Frey (Zug) 13,83. Sandra Röthlin (Kerns) 14,22. – 300 m Hürden: 1. Giger (Amriswil) 40,25. 4. Tina Baumgartner (Nidwalden) 44,38. 5. Vera Stocker (Rothenburg) 47,85. – Hoch: 1. Gränicher (Küsnacht-Erlenbach) 1,66. 2. Lena Bussmann (Willisau) 1,66. – Weit: 1. Piffaretti (Ascona) 6,40. 6. Lynn Helfenstein (Rothenburg) 5,75. 8. Sandra Röthlin 5,71. – Speer (600 g): 1. Küffer (Thun) 41,35. 5. Fabienne Tiefenauer (Zug) 37,35. 6. Sandra Röthlin 36,57.

Basel (Rankhof). Susanne Meier Memorial. Männer. 100 m: 1. Alex Wilson (Basel) 10,38. 5. Andreas Haas (Willisau) 11,08. Eric de Groot (Luzern) 11,23. Kim Lenoir (Luzern) 11,26. Nico Wyss (Luzern) 11,41. – 800 m: 1. Leon Berthold (Arlesheim) 1:55,45. 3. Sämi Duss (Sarnen) 1:56,72. – 1500 m: 1. Simon Schüpbach (Gettnau) 4:00,29. 2. Yves Cornillie (Gettnau) 4:03,18. Philipp Renner (Rotkreuz) 4:17,18. – Stab: 1. Finley Gaio (Liestal) 4,50. 2. Fabio Kissling (Brunnen) 4,00. Frauen. 100 m: 1. Coralie Ambrosini (Bulle) 11,79. 2. Inola Blatty (Rothenburg) 11,85. 4. Silke Lemmens (Zug) 12,06. – 400 m: 1. Giulia Senn (Wettingen) 54,78. 6. Lisa Stöckli (Gettnau) 56,67. Shoelle Bruhin (Galgenen) 59,77. – 800 m: 1. Lieke Wehrung (Cham) 2:12,64. 4. Daniela Camenzind (Rotkreuz) 2:16,32. – 1500 m: 1. Nicole Egger (Langenthal) 4:24,26. 2. Priska Auf der Maur (Basel) 4:26,34. – 100 m Hürden: 1. Julia Schneider (Basel) 13,70. 4. Sandra Röthlin (Kerns) 14,34. – 400 m Hürden: Michelle Müller (Basel) 59,05. Tina Baumgartner (Nidwalden) 61,59. – Weit: 1. Minja Lu (China) 6,07. 4. Céline Schwarzentruber (Willisau) 5,55. – Hammer (4 kg): 1. Nicole Zihlmann (Luzern) 61,96.

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