Fussball
Die Reserven von Kickers Luzern spielen in der 3. Liga unerschrocken mit

Drittliga-Aufsteiger Kickers Luzern II überrascht weiterhin und besiegt Malters 4:2.

Michael Wyss
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«Ich bin erfreut und auch stolz auf meine Mannschaft. Was sie bisher leistete, verdient viel Respekt und Anerkennung. Wir sind schnell in der Liga angekommen, und dass wir nach dem zehnten Spieltag 19 Punkte auf dem Konto haben, ist die positive Überraschung», freute sich der 50-jährige Emanuel Willi, Trainer der Stadtluzerner. Mit dem 4:2-Sieg über Malters, notabene ein Team, das um die Auf-stiegsspiele (Top-2) buhlt und zum Favoritenkreis gehört, sorgte der Liganeuling für ein weiteres Highlight in dieser Vorrunde. Mit sechs Siegen, einem Remis und drei Niederlagen steht der Aufsteiger auf Rang 5, drei Zähler hinter Gunzwil (2. Rang). Willi:

«Mit diesem Punktepolster können wir in Ruhe weiterarbeiten. Der Abstiegsbereich ist klar distanziert.»

Dass das Team viel Qualität hat, ist Willi überzeugt. «Wie wir in der starken Gruppe 2 mitmischen können, ist erfreulich. Doch ich weiss auch, was in dieser Mannschaft steckt. Wir haben ein breites Kader, dazu den einen oder anderen Spieler, der Erfahrung aus der 1. Liga und 2. Liga inter mitbringt, dazu kommen Junioren und langjährige Viertligaspieler. Der Mix stimmt perfekt. Zudem ist das Team seit mehreren Jahren zusammen gewachsen, Fluktuationen hatten wir praktisch keine, was sicher ein Vorteil ist.»

Aufstiegsspiele sind im Bereich des Möglichen

Die Aufgabe des Reserveteams sieht Willi folgendermassen: «Wir können unserem Nachwuchs eine Plattform bieten, auf 3.-Liga-Niveau Fussball zu spielen. Nicht jeder schafft den Sprung ins Fanionteam. Interessant ist dieses Team auch für Spieler, die nicht mehr 2. Liga inter spielen wollen, mit der 3. Liga aber eine neue Herausfor-derung haben, bevor sie zu den Senioren wechseln.»

Einer der jungen im Team des Aufsteigers ist das Eigengewächs Leandro Lopes. Der 23-jährige Verteidiger sagt:

«Ich will mit Kickers Luzern in die Aufstiegsspiele. Wir haben einen super Zusammenhalt und einen grossen Siegeswillen. Zudem einen tollen Trainerstaff. Ich bin überzeugt, dass wir um die Top-2 mitspielen können. Am liebsten würde ich aufsteigen.»

Gut möglich, dass die Stadtluzerner eine erfolgreiche Spielzeit erleben werden, denn die jüngsten Resultate sprechen für Lopes’ Wunsch. Lopes: «Hinter dem souveränen Leader Horw ist alles möglich. Wir müssen uns jedenfalls vor keinem Gegner fürchten.» Apropos Horw, das ist der letzte Gegner der Kickers zum Abschluss der Vorrunde. Willi: «Horw ist sicher stark, die haben viel Qualität. Am Tag X, wenn alles stimmt, kann man auch einen Grossen der Liga ärgern. Motivieren für dieses Duell muss ich keinen meiner Spieler, wenn man gegen den ungeschlagenen Leader spielt.»

Malters befindet sich in Lauerstellung

Die Niederlage bei Kickers Luzern trübt die Bilanz von Malters (3. Rang), das mit 19 Punkten auch vorne mitmischt. Co-Trainer Elvis Kqira (34): «Ich bin mit den bisherigen Leistungen sehr zufrieden. Wir haben ein praktisch unverändertes Kader, die Entwicklung im Team stimmt.» Ist das Erreichen der Aufstiegsspiele Pflicht? Kqira: «Wir dürfen, müssen aber nicht. Mit Horw und Gunzwil haben wir zwei Topteams in unserer Gruppe. Klar ist aber, dass wir gerne vorne bleiben wollen, diesen Ehrgeiz haben wir schon.»