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Löchrige Defensive führt zu nächster Niederlage für Ad Astra Sarnen

Ad Astra Sarnen verliert auch das fünfte NLA-Unihockey-Meisterschaftsspiel. Die Entscheidung fällt im zweiten Spielabschnitt.
Der Sarner Jonas von Wyl (rechts) spielt eigentlich als Verteidiger. Gegen Winterthur fällt er aber als Flügelstürmer und Doppeltorschütze auf. (Bild: André Düsel, Winterthur, 5. Oktober 2019)

Der Sarner Jonas von Wyl (rechts) spielt eigentlich als Verteidiger. Gegen Winterthur fällt er aber als Flügelstürmer und Doppeltorschütze auf. (Bild: André Düsel, Winterthur, 5. Oktober 2019)

(jh) Mit Zuversicht reisten die Sarner in die AXA-Arena zum Gastspiel beim HC Rychenberg Winterthur. Trotz einer nach wie vor langen Verletztenliste – Ad Astra muss im Angriff zurzeit gleich auf vier designierte Leistungsträger verzichten – wurde der erste Punktgewinn in der NLA anvisiert. «Der HC Rychenberg ist gemessen an seinen Ambitionen schlecht in die Saison gestartet. Sie werden gegen uns unter Druck sein, weil alle erwarten, dass sie den ersten Sieg einfahren», meinte Ad-Astra-Headcoach Eetu Vehanen vor Spielbeginn.

Von einem von Druck gehemmten Heimteam war in der prächtigen Arena vor über 1000 Zuschauern, darunter eine Horde lautstarker Fans aus Obwalden, wenig zu sehen. Die Rychenberger waren präsent und schienen den Sarnern immer einen Schritt voraus. Spätestens nach Nussbächers 6:1 in der 45. Minute war klar, dass die Eulachstädter den ersten Drei-Punkte-Sieg in dieser Saison einfahren würden.

Zu fahrig agierten die Obwaldner in der Defensive. «Wir waren gedanklich immer einen Schritt zu spät. Unser Zweikampfverhalten war schlecht, diesbezüglich war uns der HCR klar überlegen», analysierte Ad Astra-Verteidiger Robin Markström nach Spielschluss. Sinnbildlich dafür die Szene, welche im ersten Einsatz des zweiten Drittels zum 3:1 führte: Die Sarner vertändelten leichtfertig den Ball und im Rücken der Abwehr ging der aufgerückte Verteidiger Nils Conrad vergessen, welcher unbedrängt den Pass von Studer verwerten konnte. «Dieses Tor kam zum dümmsten Zeitpunkt. Ein Tor Rückstand nach dem Startdrittel war nicht schlecht für uns, aber so dürfen wir nicht ins Mitteldrittel starten», ärgerte sich Markström. Allgemein hatten Markström und seine Teamkollegen im Mittelabschnitt allen Grund sich zu ärgern. «Statt wieder heranzukommen, sind wir in der Abwehr geschwommen», wusste der Schwede. In dieser Phase wurde sichtbar, dass die Sarner mehrheitlich mit zwei Linien agierten, währenddessen das Heimteam konsequent drei Formationen laufen liess. Mehr als einmal kamen die Sarner zu spät, nur selten konnten sie sich in der Angriffszone festsetzen. «Wir hatten sehr wenig Ballbesitz in dieser Phase, entsprechend viel Laufarbeit mussten wir machen. Das hat Kraft gekostet», so Markström.

Jonas von Wyl wird zum Stürmer umfunktioniert

Enttäuscht gab Markström nach Spielschluss zu, dass die Niederlage ein Dämpfer sei: «Wir wussten, dass diese Saison nicht einfach wird und jedes Spiel eine Herausforderung ist. Aber diesmal hatten wir uns Chancen auf Punkte ausgerechnet und uns diese aber mit einer mangelhaften Leistung, vor allem in der Defensive, selbst genommen», gab Markström zu Protokoll. In einem Spiel, in welchem es Sympathisanten von Ad Astra schwerfällt, positive Punkte hervorzuheben, gab es trotzdem einen Lichtblick: Jonas von Wyl, als Flügel umfunktioniert, traf doppelt.

Markström: «Trotz allem: Wir lassen den Kopf nicht hängen. Aber es ist klar: Um in dieser Liga zu punkten, müssen wir unsere beste Leistung an den Tag legen. Sonst wird es sehr schwer.» Weitere Gelegenheiten folgen: Am nächsten Wochenende empfängt Ad Astra am Samstag Floorball Köniz in Sarnen (20.00 Uhr). Tags darauf reisen die Sarner nach Thun zum Cup-Achtelfinal. Markström bleibt zuversichtlich: «Es wäre wieder mal Zeit für ein Erfolgserlebnis.»

Winterthur – Sarnen 9:3 (2:1, 3:0, 4:2)

AXA-Arena. – 1012 Zuschauer 1012. – SR Geissbühler/Schmocker.

Tore: 4. Püntener (Iiskola) 1:0. 12. Krebs (N. Conrad) 2:0. 16. J. von Wyl (R. Schöni) 2:1. 21. N. Conrad (Studer) 3:1. 33. Püntener (Doza) 4:1. 34. Schwerzmann (Aeschimann) 5:1. 45. Nussbächer (Doza) 6:1. 46. Krebs (Braillard) 7:1. 51:22 Braillard (N. Conrad/Ausschluss Schaub!) 8:1. 51:27 Markström (Läubli/Ausschluss Schaub) 8:2. 58. Doza (Püntener) 9:2. 59:11 J. von Wyl (Dubacher) 9:3.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Winterthur.

Winterthur: Gruber; N. Conrad, L. Conrad; Gutknecht, Nussbächer; Aeschimann, Schaub, Sager; Studer, Braillard, Krebs, Püntener, Doza, Iiskola, Lutz, Grunder, Schwerzmann, Neubauer, Kern, Keller.

Sarnen: Britschgi; Höltschi, Markström; Kunelius, Berchtold; Läubli, Kramelhofer; Dubacher, R. Schöni, J. von Wyl; B. von Wyl, M. Schöni, Durot; Bitterli, Ma. Furrer, Gnos.

Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein (Ersatz), Boschung, Liikanen, Savinainen und C. von Wyl (alle verletzt). 30. Timeout Sarnen. 34. Timeout Winterthur.

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