Tennis
Verzicht oder Aufstieg? Lido Luzerns Frauen haben ein Luxusproblem

4. Runde im NLB-Interclub: Die Luzernerinnen holen sich wie im vergangenen Jahr den Titel.

Albert Krütli
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Lido Luzern mit Jessica Crivelletto ist vorzeitig NLB-Meister. Verzichten die Luzernerinnen erneut auf den Aufstieg?

Lido Luzern mit Jessica Crivelletto ist vorzeitig NLB-Meister. Verzichten die Luzernerinnen erneut auf den Aufstieg?

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 15. Mai 2021)

Vier von fünf Runden sind im NLB-Interclub gespielt – und das Frauen-Team von Luzern Lido steht vorzeitig als Meister fest. Die Titelverteidigerinnen verdienten sich den Erfolg mit ihrer Konstanz, denn sie traten – im Gegensatz zu einigen anderen Equipen – wenn immer möglich mit ihrer Topbesetzung an und realisierten zwei 5:1- und zwei 6:0-Siege.

Beim 5:1-Erfolg in Sion musste nur Jenny Dürst als Verliererin vom Platz. Im Duell der beiden Nummern 1 lieferte die 22-jährige Zürcherin gegen die um fünf Positionen besser klassierte Ylena In-Albon aber wie die übrigen Lido-Spielerinnen ebenfalls ein gutes Match ab. «Wir sind überglücklich und stolz, dass wir zum zweiten Mal hintereinander den Titel geholt haben», bilanzierte Captain Chiara Volejnicek. Im letzten Herbst verzichteten die Luzernerinnen aus finanziellen und personellen Gründen auf den Aufstieg. Und jetzt? Volejnicek verrät:

«Am Samstag beenden wir die Saison mit dem Heimspiel gegen Zug. Danach werden wir die Situation mit unseren Donatoren und den Vereinsverantwortlichen besprechen und etwas später entscheiden, wie es weitergehen soll.»

Allmends Frauen bestehen den ersten Härtetest

Von diesem Luxusproblem können die Allmend-Frauen natürlich nur träumen. Die Equipe von Nicole Riner bestand den ersten Härtetest im Kampf gegen den Abstieg mit dem 4:2-Sieg in Nyon und zeigte dabei eine starke Vorstellung. Damit liegen die Luzernerinnen vor der entscheidenden fünften Runde drei Punkte vor den Waadtländerinnen, die zum Abschluss auf Les Iles Sion treffen, Allmend empfängt am Samstag Dählhölzli Bern. «Es wird schwierig», vermutet Riner, die vor allem hofft, dass Sion gegen Nyon mit der bestmöglichen Formation aufläuft. «Aber in erster Linie müssen wir auf uns selber schauen und einfach so viele Punkte wie möglich holen.» Drei Punkte würden auf jeden Fall reichen, selbst wenn Nyon 6:0 gewinnen sollte. Dann kämen beide Teams auf zehn Zähler, bei Punktgleichheit zählt die Direktbegegnung.

Den angestrebten Ligaerhalt haben die Zugerinnen mit dem 3:3 gegen Dählhölzli BE bereits geschafft. Zum ersten Mal in dieser Saison setzte die 40+-Equipe die erst 13-jährige Julia Stusek ein. Das Nachwuchstalent aus der Tennisschule von Melanie Molitor, der Mutter von Martina Hingis, verlor zwar ihr Einzel gegen die besser klassierte Xenia Knoll, revanchierte sich aber im Doppel an der Seite von Hingis.

Allmends Männer dürfen noch hoffen

Des Regens wegen musste die Heimpartie von Allmend Luzern gegen Seeblick ZH in die Krienser Pilatushalle verlegt werden. Das spielte der Mannschaft von Philipp Dillschneider durchaus in die Karten, am Ende stand ein nicht erwarteter 8:1-Erfolg zu Buche. Adam Moundir zum Beispiel verlor in der letzten Saison auf Sand gegen Alexander Sadecky klar mit 1:6, 3:6, am Samstag ging Allmends Nummer 2 gegen den gleichen Gegner als Sieger vom Platz (4:6, 7:5, 7:5). Und auch Jonas Schär und Laurent Wickli fühlen sich auf schnellen Plätzen wohl, im Gegensatz zu Noah López, der als einziger Luzerner nicht auf Touren kam. Allmend profitierte aber auch von der Aufgabe von Seeblicks Nummer 1 Robin Roshardt, der sich am Freitag gegen Corona impfen liess, entsprechend etwas schlapp wirkte, nach dem 2:5-Rückstand gegen Mischa Lanz das Handtuch warf und zum Doppel gar nicht erst antrat. Somit hat Allmend Luzern nur noch leise Hoffnungen, den Gruppensieg von 2020 zu wiederholen. Der Rückstand auf Leader Horgen beträgt nämlich satte fünf Punkte. «Ja, Horgen ist der klare Favorit, aber wir geben gegen Thun nochmals Gas», sagt Dillschneider, der jetzt schon von einer tollen Saison spricht.

NLC: Horw ist neuer Leader

In der 2. Interclub-Runde der NLC mussten diverse Partien verschoben werden, darunter das Zentralschweizer Derby der Männer zwischen Meggen und Zug. In der Gruppe 10 siegten die Horwer gegen Wiesendangen gleich mit 9:0 und grüssen damit als neuer Leader. (a.k.)

NLC. Männer. Gruppe 2. 2. Runde: Meggen – Zug und Montchoisi – Scheuren verschoben. – Rangliste (alle 1 Spiel): 1. Meggen 8. 2. Montchoisi 5. 3. Zug 4. 4. Scheuren 1. – 3. Runde. Samstag, 12.00: Meggen – Montchoisi, Zug – Scheuren. – Modus: Platz 1 und 2 Aufstiegsspiele, Platz 3 und 4 Abstiegsspiele. Gruppe 9. 2. Runde: Marly FR – Allmend Luzern verschoben. – Rangliste: 1. Kleinbasel 2/12. 2. Marly FR 1/8. 3. Allmend Luzern 1/5. 4. Airport Bassersdorf 2/2. – 3. Runde. Sonntag, 10.00: Airport Bassersdorf – Allmend Luzern. Gruppe 10. 2. Runde: Wiesendangen – Horw 0:9. Aarau – Weinfelden 9:0. – Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Horw 15. 2. Aarau 12. 3. Wiesendangen 8. 4. Weinfelden 1. – 3. Runde. Samstag, 13.00: Horw – Weinfelden. Wiesendangen – Horw 0:9 Gian-Carlo Besimo (R2) v. Adrian Sikora (N3.36) 2:6, 1:6. Marco Moschen (R2) v. Frederic Vögeli (N3.55) 3:6, 0:6. Stefan Bösiger (R3) v. David Limacher (N4.143) 1:6, 0:6. Marco Principato (R4) v. Jakob Bodziony (R2) 1:6, 4:6. Claude Von Bergen (R4) v. Andreas Schläpfer (R3) 4:6, 4:6. Pascal Arndt (R4) v. Eric Zürcher (R3) 2:6, 7:5, 2:6. Bösiger/Principato v. Vögeli/Limacher 3:6, 2:6. Yves Piccand (R4)/Moschen v. Sikora/Bodziony 3:6, 2:6. Von Bergen/Marco Huber (R5) v. Schläpfer/Zürcher 4:6, 3:6. NLC. Frauen. Gruppe 5. 2. Runde: Gaster – Luzern Lido 6:0. Horgen – Dufour 2 verschoben. – Rangliste: 1. Gaster 2/12. 2. Horgen 1/3. 3. Luzern Lido 2/3. 4. Dufour 2 1/0. – 3. Runde. Sonntag, 9.00: Dufour 2 – Luzern Lido. – Modus: Platz 1 und 2 Aufstiegsspiele, Platz 3 und 4 Abstiegsspiele. Gaster – Luzern Lido 6:0 Josephine Kunz (N4.50) s. Lena Peyer (R1) 6:0, 6:1. Isabella Kellenberger (R1) s. Esmeralda Brunner (R1) 6:1, 6:1. Ilaria Felice (R2) s. Chantal Prêtre (R4) 6:2, 6:2. Anna Schällibaum (R2) s. Nora Schärer (R6) 6:0, 6:0. Kunz/Kellenberger s. Peyer/Prêtre 6:4, 6:4. Felice/Schällibaum s. Brunner/Schärer 6:3, 6:2. Gruppe 6. 2. Runde: Allmend Zug – Waldmann ZH 3:3. Froburg Trimbach – Scuola Tennis by Margaroli 6:0. – Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Froburg Trimbach 10. 2. Allmend Zug 8. 3. Waldmann ZH 5. 4. Scuola Tennis by Margaroli 1. – 3. Runde. Samstag, 9.00: Allmend Zug – Froburg Trimbach. Allmend Zug – Waldmann ZH 3:3 Sara Radojevic (R1) 3. Ronia Hutterli (R1) 6:1, 6:4. Radina Rakic (R1) v. Mirjam Gämperli (R1) 6:3, 4:6, 4:6. Tanja Grzan (R3) s. Kim Heng Siep (R4) 6:3, 6:2. Sharon Franzo (R3) v. Claudia Buchmann (R6) 1:6, 2:6. Grzan/Radojevic s. Siep/Gämperli 6:1, 6:3. Rakic/Larisa Merz (R4) v. Hutterli/Buchmann 2:6, 6:7.

Tennis

Interclub. NLB. Männer. Gruppe 1. 4. Runde: Büsingen – CT Neuchâtel 8:1. Belvoir ZH – Lugano 1903 5:4. Teufenthal – Arlesheim 6:3. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Büsingen 24. 2. Teufenthal 23. 3. Belvoir ZH 22. 4. Lugano 1903 19. 5. Arlesheim 11. 6. CT Neuchâtel 9. Gruppe 2. 4. Runde: Allmend Luzern – Seeblick ZH 8:1. Rapperswil – Horgen 1:8. Tennisclub Thun – Nyon 5:4. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Horgen 29. 2. Allmend Luzern 24. 3. Seeblick ZH 22. 4. Tennisclub Thun 13. 5. Rapperswil 12. 6. Nyon 8. – 5. und letzte Runde. Samstag, 12.00: Allmend Luzern – Tennisclub Thun. Seeblick ZH – Horgen. Nyon - Rapperswil. – Modus: Der Sieger im Final der beiden Gruppenersten steigt in die NLA auf, die beiden Gruppenletzten steigen in die NLC ab.

Allmend Luzern – Seeblick ZH 8:1
Mischa Lanz (N2.21) s. Robin Roshardt (N2.17) 5:2 w.o. Adam Moundir (N2.26) s. Alexander Sadecky (N2.28) 4:6, 7:5, 7:5. Jonas Schär (N3.33) s. Daniel Valent (N3.35) 6:2, 7:6. Noah López (N3.34) v. Dylan Dietrich (N3.62) 1:6, 4:6. Raphael Lustenberger (N3.53) s. Ioannis Von Meyenburg (N4.109) 6:0, 6:1. Laurent Wickli (N4.99) s. Björn Schilter (R1) 6:7, 6:3, 6:3. Lanz/Schär s. Sadecky/Dietrich 7:5, 6:3. Moundir/Lustenberger s. Von Meyenburg/Schilter 6:1, 6:0. 3. Doppel w.o. für Allmend Luzern (Roshardt verletzt).

NLB. Frauen. Gruppe 1. 4. Runde: Les Iles Sion – Luzern Lido 1:5. Nyon – Allmend Luzern 2:4. Zug – Dählhölzli BE 3:3. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Luzern Lido 22 (NLB-Meister und Aufsteiger). 2. Dählhölzli BE 14. 3. Zug 13. 4. Les Iles Sion 12. 5. Allmend Luzern 7. 6. Nyon 4. – 5. und letzte Runde. Samstag, 12.00: Allmend Luzern – Dählhölzli BE. Luzern Lido – Zug, Nyon – Les Iles Sion.

les Iles Sion – Luzern Lido 1:5
Ylena In-Albon (N1.8) s. Jenny Dürst (N2.13) 6:4, 6:3. Julie Schalch (N4.60) v. Sandy Marti (N3.28) 1:6, 1:6. Jessica Morisod (R3) v. Chiara Volejnicek (R1) 4:6, 0:2 w.o. Magali Chételat (R3) v. Jessica Crivelletto (R1) 0:6, 5:7. In-Albon/Schalch v. Dürst/Crivelletto 0:6, 2:6. Chételat/Inès Delaloye (R2) v. Marti/Volejnicek 1:6, 0:6.

Nyon – Allmend Luzern 2:4
Yasmine Mansouri (N2.19) s. Kiara Cvetkovic (N3.25) 6:1, 6:2. Naïma Karamoko (N3.30) v. Sophie Lüscher (N3.32) 2:6, 4:6. Paule Wuarin (N4.58) v. Corina Mäder (N3.37) 0:6, 2:6. Nathalie Guerrée-Spitzer (R3) v. Sina Amrhein (N4.73) 1:6, 3:6. Mansouri/Karamoko s. Cvetkovic/Mäder 6:4, 6:2. Wuarin/Alicia Da Re (R1) v. Lüscher/Nicole Riner (R2) 3:6, 1:6.

Zug – Dählhölzli BE 3:3
Martina Hingis (N1.10) s. Noelia Zeballos (N2.20) 6:2, 4:6, 6:3. Julia Stusek (N4.70) v. Xenia Knoll (N2.24) 2:6, 4:6. Nadine Kenzelmann (R2) s. Noemi Stroh (R1) 6:2, 6:4. Barbara Suter (R3) v. Tamara Arnold (R2) 0:6, 0:6. Hingis/Stusek s. Zeballos/Knoll 6:2, 7:6. Kenzelmann/Suter v. Arnold/Angelina Joy Hug (N4.46) 2:6, 0:6.