Luzerner Volleyballer gehen unter

Damit konnte man nicht rechnen: Luzerns NLA-Volleyballer verlieren gegen den Aufsteiger Traktor Basel mit 3:0.

Theres Bühlmann
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Volley Luzerns Nick Amstutz (vorne) und Dominik Fort blocken einen Ball.  Bild: Philipp Schmidli

Volley Luzerns Nick Amstutz (vorne) und Dominik Fort blocken einen Ball.  Bild: Philipp Schmidli

Enttäuschte Gesichter hüben und drüben. Nach dem umjubelte 3:1-Sieg von Volley Luzern im Europacup am vergangenen Mittwoch gegen den luxemburgischen Meister Diekirch, hielt wieder der Meisterschaftsalltag Einzug. Dieser gestaltete sich gestern aber zu einem rabenschwarzen Sonntag. Zu Gast war Traktor Basel, auch mit Lars Ulrich aus Zell in den Reihen. Der Aufsteiger stand vor dieser Partie noch ohne Sieg da, holte sich aber je einen Punkt gegen Jona und Näfels und liess diese höher eingestuften Mannschaften im Tiebreak jeweils ins Zittern geraten. Die Basler tankten so Zuversicht und Motivation, um auch in Zukunft dem einen oder anderen Team ein Schnippchen zu schlagen. Und das taten sie gestern, lagen von Beginn weg vorne und holten sich den ersten Satz. Luzern schaffte es erstmals im zweiten Durchgang in Führung zu gehen (10:9), doch das Spiel der Gastgeber war zu fehlerhaft, immer wieder Servicefehler und auch bei den Abnahmen haperte es.

Die Zuschauer versuchten mit Anfeuerungsrufen ihr Team nach vorne zu bringen, doch es fruchtete nicht, Traktor Basel setzte weiterhin viel Druck auf, und war für die Equipe von Trainer Liam Sketcher ein ebenbürtiger Gegner. Manch einer der Zuschauer hatte nach der Pause die Hoffnung auf eine Wende noch nicht aufgegeben, denn Luzern vermochte in der Vergangenheit schon mehrfach positive Schlagzeilen zu erzeugen, aber gestern nicht. Mit einer nicht erwarteten 0:3-Niederlage verabschiedete sich die Equipe von den Zuschauern, die das Gesehene auch nicht so richtig fassen konnten. Traktor Basel feierte seinen ersten NLA-Sieg und zeigt auf, dass die Teams in dieser Saison näher zusammengerückt sind. «Es war eine schwierige Partie gegen einen technisch versierten Gegner», sagte der 26-jährige Luzerner Mittespieler Nick Amstutz. «Wir waren nicht in der Art und Weise bereit, wie wir dies wollten. Probiert haben wir es, aber es gelang uns nicht.» Es gelte nun, diese Niederlage weckzustecken, zu analysieren, und daraus die Lehren zu ziehen.

Neues Spiel, neues Glück. Bereits am Sonntag kann sich Luzern im Heimspiel gegen Lausanne rehabilitieren.

Volleyball

Männer, NLA: Näfels – Lutry-Lavaux 3:1 (25:12, 25:16, 23:25, 30:28). Volley Luzern – Traktor Basel 0:3. – Samstag: Amriswil – Lausanne UC 3:2 (25:14, 17:25, 25:22, 21:25, 15:11). Schönenwerd – Chênois 3:0 (25:18, 25:15, 20:13). – Rangliste: 1. Schönenwerd 7/18. 2. Amriswil 6/16. 3. Näfels 6/11. 4. Chênois 6/10. 5. Jona 6/9. 6. Volley Luzern 6/8. 7. Lausanne UC 6/7. 8. Traktor Basel 7/5. 9. Lutry-Lavaux 6/0.

Volley Luzern – Traktor Basel
Sporthalle Bahnhof. – 150 Zuschauer. – Spieldauer: 76 Minuten – Sätze: 20:25, 22:25, 20:25. – Volley Luzern: Amstutz, Köpfli, Fort, Jucker, Hepburn, Buivids, Gautschi (Libero), Döös Traagstad, Perezic, Ulrich, Widmer.

Frauen, NLA: Schaffhausen – Cheseaux 3:2. Neuchâtel – Toggenburg 3:0. Lugano – Düdingen 1:3. Genève – Aesch-Pfeffingen 0:3. Val-de-Travers – Franches-Montagnes 3:1. – Rangliste (alle 7 Spiele): 1. Aesch-Pfeffingen 21. 2. Düdingen 19. 3. Neuchâtel 18. 4. Schaffhausen 13. 5. Cheseaux 8. 6. Lugano 7. 7. Franches-Montagnes 6. 8. Val-de-Travers 6. 9. Genève 4. 10. Toggenburg 3.

Frauen, NLB. Ostgruppe: Volleya Obwalden – Aadorf 1:3 (25:22, 17:25, 19:25, 21:25). Kanti Baden – Glaronia 3:2 (25:23, 25:15, 22:25, 26:28, 15:10). Volley Luzern – Züri Unterland 3:0 (25:21, 25:15, 25:17).
Rangliste (alle 6 Spiele): 1. Aadorf 18. 2. Obwalden 11. 3. Baden 11. 4. Luzern 10. 5. Glaronia 8. 6. Giubiasco-Bellinzona 3. 7. Züri Unterland 2.