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Unihockey Luzern setzt auf Finnen-Power

Erstligist Luzern revanchiert sich im ersten Rückrundenspiel gegen Frauenfeld für die 6:8-Vorrundenniederlage. Dank sechs Toren der Finnen-Connection siegt Luzern 6:5.
Ruedi Vollenwyder
Janne Uotila (links) und Markus Piittisjärvi sind fleissige Skorer bei den Luzernern. (Bild: Corinne Glanzmann (Meggen, 24. November 2018)

Janne Uotila (links) und Markus Piittisjärvi sind fleissige Skorer bei den Luzernern. (Bild: Corinne Glanzmann (Meggen, 24. November 2018)

In den Jahren 2016, 2017 und 2018 stiess Unihockey Luzern bis in den Playoff-Final der 1. Liga vor – auch dank Verstärkungen aus dem hohen Norden. Die Luzerner bleiben dieser Tradition treu. Auf diese Saison hin suchte und fand Sportchef Sergio Lämmler mit Markus Piittisjärvi (25) erneut einen finnischen Spieler, «der zu uns passt». Und im Verlaufe der Vorrunde stiess mit dem 36-jährigen Janne Uotila vom Ligakonkurrent Jona-Uznach ein weiterer Landmann zu den Luzernern. Lämmler zu dessen Übertritt: «Er war im Job nebst dem Unihockey nicht glücklich. Der «heisse Draht glühte. Da packten wir zu.» Uotila zeigte einen glanzvollen Einstand: Im mit 7:6 nach Verlängerung gewonnenen Match gegen Bassersdorf schoss er gleich fünf seiner zwölf Tore aus vier Partien. Die Finnen-Connection komplettiert der 30-jährige Vorbereiter Miika Nieminen (3 Tore/22 Assists), der seit der Saison 2015 für die Luzerner spielt.

Markus Piittisjärvi stiess von der Salibandyliiga, der höchsten Spielklasse in Finnland, zu den Luzernern. Sein grösster Erfolg: Mit 31 Toren holte er in der Saison 2015/16 mit Red Devils Wernigerode den Titel des Topskorers in der Deutschen Floorball-Bundesliga. Doch dem Filigrantechniker Markus Piittisjärvi klebte in Luzern das Pech am Unihockey-Stock. Er verletzte sich vor dem Match gegen Bülach (4. Runde) beim Einspielen (Muskelfaserriss in der Wade) und konnte erst nach sechswöchiger Pause wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen.

Sie sorgen für spielerische Qualität und Stabilität

Der Sinn und Zweck dieser Verstärkungen aus dem hohen Norden: Die drei Finnen sollen «im jüngsten Luzerner Team aller Zeiten», so Sportchef Sergio Lämmler, für die spielerische Qualität und Stabilität sorgen. Denn in den Reihen der Luzerner kam es auf diese Saison hin zu einem grossen Umbruch. Die Routiniers Elias Wyss, Basil Schürch, Etienne Petermann, Jeremy Stucki, Thomas Muggli und Pavel Machala sind nicht mehr dabei. Ergänzt wurde der Kader nur mit eigenen Talenten aus dem U21-Team. «Uns war klar, dass es unseren jungen Talenten noch an der Konstanz und Reife fehlt, um den Karren allein zu ziehen», begründet Sergio Lämmler die Notwendigkeit, auf die Karte der Finnen-Connection zu setzen. «Von der technischen Klasse eines Markus Piittisjärvi, der mentalen Stärke von Janne Uotila oder der tollen Übersicht eines Miika Nieminen können unsere Rookies viel lernen», meint er weiter.

Ausgleich fällt 76 Sekunden vor Schluss

Die Bilanz nach der Vorrunde kann sich sehen lassen Das stark verjüngte Team schloss die Vorrunde mit drei Siegen in Folge ab. Der Lohn: der 4. Rang und 20 hereingespielte Punkte. «Wir sind auf Kurs. Auch wenn der Lernprozess der jungen Garde noch lange nicht abgeschlossen ist», bilanziert Sergio Lämmler.

Der Aufwärtstrend der Luzerner hielt auch im ersten Rückrundenspiel an. Es brauchte auch in diesem Match viel Finnen-Power, bis der Gegner aus Frauenfeld «in die Knie gezwungen» wurde. Nach einem guten ersten Drittel (zweimal Janne Uotila) und einem späteren 3:1 mit einem «sensationellen Airhook-Goal» (Sergio Lämmler) von Markus Piittisjärvi (26.) konnten die Luzerner das Resultat erst 76 Sekunden vor Spielende auf 5:5 stellen. Janne Uotila (Mikka Nieminen) rettete sein Team in die Verlängerung. Und dort schlug die Finnland-Fraktion erneut zu: Mit dem vierten persönlichen Treffer sicherte der nervenstarke Uotila auf Zuspiel von Mikka Nieminen seinem in Überzahl spielenden Team, den 6:5-Sieg und den zweiten Zusatzpunkt (63.). Sergio Lämmler schmunzelnd: «Ja, in diesem Match haben unsere Finnen wirklich zugeschlagen.»

Grossfeld, Gruppe 2: Luzern – Frauenfeld 6:5 n. V. Toggenburg Bazenheid – Vipers Innerschwyz 3:6 (1:3, 0:3, 2:0). Uznach-Jona Bülach 3:4. Zürisee – Zuger Highlands 7:6 (3:2, 0:2, 4:2). Bassersdorf-Nürensdorf – Widnau 9:3. Herisau – Limmattal 8:7 n. P.

Rangliste (alle 12 Spiele): 1. Zürisee 29. 2. Uznach-Jona Flames 28. 3. Bülach 24. 4. Luzern 22 (69:583). 5. Limmattal 20. 6. Bassersdorf-Nürensdorf 19. 7. Vipers Innerschwyz 18 (77:75). 8. Herisau 16. 9. Frauenfeld 14. 10. Zuger Highlands 13 (69:84). 11. Widnau 13 (70:91). 12. Toggenburg Bazenheid 0.

Luzern – Frauenfeld 6:5 (2:0, 1:2, 2:3, 1:0) n. V.

Sporthalle Hofmatt, Meggen. – 80 Zuschauer. – SR Eisenmann/Renggli.

Tore: 14. Uotila 1:0. 18. Uotila 2:0. 26. Guhl 2:1. 26. Piittisjärvi 3:1. 31. Guhl 3:2. 43. Casagrande 3:3. 52. Krucker 3:4. 54. Piittisjärvi 4:4. 56. Ullmann 4:5. 58. Uotila 5:5. 63. Uotila 6:5.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Luzern; 4-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld.

Luzern: Graf; Wagner, Kramelhofer, Bobst, Nieminen, Piittisjärvi, Jeffrey, Fischer, Uotila, Sievi, Brönnimann, Ling, Bolliger, Gerber, Huber, Rutschmann, Umiker, Ulmer, Emmenegger, Wernli, Gilli.

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