Luzerner Lions werden es in der Barrage richten müssen

Die Luzern Lions kämpfen in der Meisterschaft um den Verbleib in der NLA. Trotz der achten Niederlage in Serie ist der Nidwaldner Nathan Tompsett zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Michael Wyss
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Nathan Tompsett muss als Quarterback einspringen. Bild: Michael Wyss

Nathan Tompsett muss als Quarterback einspringen. Bild: Michael Wyss

«Die Tabelle zeigt kein schönes Bild. Wir spielten nicht immer derart schlecht, wie es die Resultate vermuten lassen. Doch wir sind uns bewusst, dass wir uns nun im Abstiegskampf befinden», sagt der 19-jährige Ennetmooser Nathan Tompsett. Der 190 Zentimeter grosse und 85 Kilogramm schwere Athlet der Luzern Lions spielte am Sonntag bei der 0:53-Niederlage gegen die Calanda Broncos aus Chur erstmals als Quarterback (Offensive). Aus personellen Gründen – Trainer Sebastian Fandert hat derzeit 13 verletzte Spieler zu beklagen – konnte der frühere U16- und U19-Spieler der Lions nicht auf seiner gewohnten defensiven Position als Safety spielen. «Als Quarterback bin ich mehr gefordert, ich muss das Spiel noch besser lesen können als in der Defensive, wo ich mich auf eine Aufgabe konzentrieren kann», so Tompsett. Trainer Fandert war zufrieden: «Für sein erstes Spiel auf dieser neuen Position hat er das sehr gut gemacht. Mit seinen Läufen und Pässen hat er das Spiel gut lesen können.»

Abstiegsbarrage gegen Renegades Zürich droht

Gegen den Titelverteidiger setzte es für die Lions die achte Niederlage ab. Trotz dieser Negativserie können Luzern Lions den direkten Ligaerhalt (5. Rang) immer noch schaffen. Mit zwei Siegen zum Abschluss der Qualifikation gegen die Winterthur Warriors (15. Juni, in Winterthur) und Titelaspirant Geneva Seahawks (23. Juni, in Luzern) wäre dies geschafft, sofern der einzige Konkurrent Warriors auf zwei Punkten sitzen bleibt.

Verbleiben die Lions jedoch auf Rang 6, müssen sie gegen den B-Meister Zürich Renegades um den letzten Platz in der höchsten Liga kämpfen. Olaf Kupschina, der Präsident der Zürcher, beobachtete die Luzerner am Sonntag im Leichtathletik-Stadion. «Wir steigen nicht ab. Wir haben das Rüstzeug, um in der obersten Liga zu bleiben. Die Stimmung im Team ist gut, wir glauben an die Klassenzugehörigkeit», gibt sich Tompsett, der im September an der ETH Zürich Rechnergeschützte Wissenschaften (Mathematik, Informatik und Physik) studiert, kämpferisch. «Und fehlt einzig ein Erfolgserlebnis.»

Football, Basketball und Musik

Woher stammt eigentlich die Begeisterung zum Football? «Ich habe früher am Fernsehen die Spiele der National Football League geschaut, das hat mich einfach fasziniert. Ich bin ein grosser Fan von Quarterback Ben Roethlisberger der Pittsburgh Steelers», so Tompsett, dessen Vater Amerikaner und die Mutter Schweizerin ist. Übrigens spielt der 19-Jährige noch Basketball beim Viertligisten Sarnen. «Typisch amerikanische Sportarten», lacht Tompsett. Auch Musik spielt im Leben des Nidwaldners eine gewichtige Rolle: «Ich spiele Bass in einer Stanser Band.»

Männer, NLA: Bern Grizzlies – Gladiators Basel 24:7. Geneva Seahawks – Winterthur Warriors 17:6. Luzern Lions – Calanda Broncos 0:53. – Rangliste: 1. Geneva Seahawks 8/14. 2. Calanda Broncos 7/12. 3. Bern Grizzlies 7/10. 4. Gladiators Basel 8/8. 5. Winterthur Warriors 8/2. 6. Luzern Lions 8/0.