Familienlauf: Erstmals mit dem Göttibub am Start

Die in Willisau aufgewachsene Zürcher Kantonsrätin Franziska Barmettler nahm den 42. Luzerner Stadtlauf gemeinsam mit ihrem Göttibub Oskar in Angriff – ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten.

Stefanie Barmet
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Franziska Barmettler und ihr Göttibub Oskar haben die Strecke mit Bravour gemeistert. (Bild: Dominik Wunderli, 4. Mai 2019)

Franziska Barmettler und ihr Göttibub Oskar haben die Strecke mit Bravour gemeistert. (Bild: Dominik Wunderli, 4. Mai 2019)

1,51 Kilometer galt es für Franziska Barmettler und ihren Göttibub Oskar Dompert in Luzern zu absolvieren. «Wir hatten Glück und waren noch vor dem Regen im Ziel», so die gebürtige Luzernerin. «Die Stimmung entlang der Strecke war dank den vielen Zuschauern sehr gut und die Musiker sorgten für willkommene Unterhaltung.» Während die ehemalige Sprinterin des STV Willisau schon x-mal am Lauf teilgenommen hat – sei es als Kind oder Erwachsene – war der Start am Luzerner Stadtlauf für den 5-jährigen Oskar eine Premiere. «Oskar hat mich einmal am Halbmarathon in Luzern tatkräftig als Zuschauer unterstützt und wollte danach unbedingt selbst die Laufschuhe schnüren, so entstand die Idee von einem gemeinsamen Start. Trainiert haben wir zwar nie gemeinsam, dennoch hat er die Distanz mit Bravour gemeistert. Die Strecke war sehr abwechslungsreich und es gab für ihn immer etwas zum Bestaunen.»

Besonders gut in Erinnerung wird die 36-Jährige das geführte Warm-Up behalten. «Das war wirklich lustig. Zudem liebe ich die Stadt Luzern und es ist immer ein Heimkommen. Vor so vielen Zuschauern durch Luzern zu rennen macht extrem Spass.» Eine Herausforderung sei es hingegen gewesen, den Göttibub in der Menschenmasse nicht aus den Augen zu verlieren. «Oskar wollte mir nicht immer die Hand geben, da muss man schon etwas aufpassen. Zudem hatte ich etwas Angst, dass er auf den Pflastersteinen ausrutschen und stürzen würde – zum Glück ging alles gut.»

Leistungssport und Politik – viele Parallelen

Bereits als Sprinterin sei sie immer gerne gelaufen, erklärt Franziska Barmettler, welche jahrelang dem Schweizer Nationalkader angehörte. Nach der Karriere sei klar gewesen, dass der Laufsport weiterhin Teil ihres Lebens sein sollte. «Als Hobby zu sprinten ist keine Option, so war klar, dass ich auf längere Läufe ausweichen würde.» Je nach Phase trifft man die Wahlzürcherin ein- bis dreimal pro Woche laufend an. «Draussen zu sein und einfach zu laufen, egal wo man ist, das ist ein Freiheitsgefühl. Man braucht dazu nur Turnschuhe und los geht’s. Auch auf Reisen bin ich oft laufend unterwegs und entdecke so fremde Städte. Beim Laufen kann ich sowohl abschalten als auch über etwas Bestimmtes nachdenken und grübeln.»

Die Neu-Kantonsrätin, welche der GLP angehört, arbeitet seit diesem Jahr als Leiterin Nachhaltigkeit bei «IKEA Schweiz». «Politik und Sport haben viele Gemeinsamkeiten. Der Leistungssport hat mich geprägt und hilft mir auch heute in vielen Bereichen. Auf einen wichtigen Auftritt bereite ich mich beispielsweise wie früher auf einen Wettkampf vor. Sich auf etwas zu fokussieren und dann im richtigen Moment 100 Prozent Leistung zu geben, habe ich im Leistungssport gelernt.» Am Stadtlauf stand jedoch der Spass im Vordergrund. «Für Oskar war natürlich die Medaille im Ziel wichtig. Ich bin sicher, dass wir auch in einem anderen Jahr wieder dabei sind. Bewegung, Koordination und Rhythmusgefühl sind extrem wichtige Aspekte in der Entwicklung eines Kindes. Der Familienlauf ist der ideale Anlass, um die Kinder für den Laufsport und den Sport allgemein zu begeistern», so die 36-Jährige.