Nachswuchs-Elite Frauen: Amy Leibundgut überrascht sich selbst

Dieses Rennen war in diesem Jahr eine besonders knappe Angelegenheit. Mit Amy Leibundgut stand bei den Juniorinnen eine Innerschweizerin auf dem Podest.

Stefanie Barmet
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Amy Leibundgut ist auch im Crosslauf zu Hause. (Bild: Hanspeter Roos)

Amy Leibundgut ist auch im Crosslauf zu Hause. (Bild: Hanspeter Roos)

Schneeregen prägte die Rennen der Nachwuchs-Elite-Kategorien. Davon beeindrucken liessen sich die Zukunftshoffnungen, welche sich via Swiss Athletics Cross Cup für dieses Einladungsrennen qualifiziert hatten, jedoch nicht – im Gegenteil. Zum Abschluss des Stadtlauftages wurden noch einmal Höchstleistungen geboten. So gingen die Podestplätze mit deutlich besseren Zeiten weg als noch im Vorjahr. Bei den Juniorinnen konnte der Sieg aufgrund der Vorleistungen eigentlich nur über die Bielerin Joceline Wind oder die Triathletin Nora Gmür (LAR TV Windisch) führen. Doch das Rennen war wider Erwarten alles andere als eine klare Angelegenheit. Für Spannung sorgte die Obwaldnerin Amy Leibundgut von der LA Alpnach. «Im Vorfeld habe ich mir Chancen auf den dritten Rang ausgerechnet, nach der ersten Runde habe ich jedoch gemerkt, dass ich immer noch an Joceline dran bin und habe einfach versucht, mitzulaufen», so die 18-Jährige.

Bis eine Runde vor Schluss liefen die beiden zusammen, ehe sich die Bielerin im kurzen Aufstieg nach dem Schwanenplatz leicht absetzen konnte und den Sieg in 8:24,1 Minuten nach Hause lief. Amy Leibundgut zog ihr Rennen durch und wurde dafür mit dem zweiten Platz vor Nora Gmür belohnt. Mit einer Zeit von 8:29,4 Minuten war sie schneller als bei ihren bisherigen drei Starts am Nachwuchs-Elite-Rennen und stand nach 2016 erstmals wieder auf dem Stadtlauf-Podest.

Der Lehrabschluss steht im Fokus

«Ich bin mega zufrieden mit diesem zweiten Rang und dem kleinen Abstand auf Joceline. Schon beim Einlaufen habe ich mich gut gefühlt. Auch im Trainingslager in Tenero von letzter Woche habe ich mich positiv überrascht.» Die nasskalten Bedingungen, welche in Luzern herrschten, hätten sie nicht beeinflusst. «Klar laufe ich lieber bei schönem Wetter, beirren lasse ich mich davon aber nicht. Von den Crossläufen her bin ich mir garstige Bedingungen gewohnt. Im Elite-Rennen vor dem Heimpublikum zu starten ist immer ein Highlight, leider war das nun altersbedingt meine letzte Teilnahme.» Nach dem Stadtlauf beginnt die Bahnsaison. Momentan geniesst bei Amy Leibundgut jedoch die Ausbildung Priorität. «Im Sommer werde ich meine vierjährige Lehre als Zeichnerin mit Fachrichtung Architektur abschliessen. Deshalb habe ich das Trainingspensum momentan von sechs auf fünf Einheiten reduziert und werde mich vorerst auf die Lehrabschlussprüfungen konzentrieren. Im Herbst möchte ich dann sicher an den Junioren-SchweizerMeisterschaften über 1500 Meter teilnehmen.» Ebenfalls in Luzern am Start war Amy Leibundguts Team- und Trainingskollegin Noemi Jakober. Die 800-Meter-Spezialistin beendete das Rennen als Viertplatzierte in einer Zeit von 8:49,7 Minuten.

Valentina Rosamilia siegt im Endspurt Frauen U18

Noch knapper als das Rennen der Juniorinnen fiel jenes der U18 aus. Valentina Rosamilia (BTV Aarau Athletics) und Laura Giudice (Gerbersport) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches erst auf der Ziellinie entschieden wurde. Mit einem Vorsprung von 0,4 Sekunden hatte die ein Jahr jüngere Aarauerin am Ende die Nase vorn und durfte sich nach 2018 über ihren zweiten Sieg freuen. Dabei war sie in 8:12,3 Minuten ganze 20 Sekunden schneller als im Vorjahr. Auch Laura Giudice (Gerbersport / 8:12,7) sowie die Drittplatzierte Livia Wespe (SC Diemberg / 8:19,7) zeigten im Schneeregen tolle Leistungen und waren alle schneller als die besten Juniorinnen. Mit Nicole Niederberger (LA Nidwalden/ 10:06,3) war auch in diesem Rennen eine Innerschweizerin am Start. 

Valentina Rosamilia spurtet dem Ziel entgegen. (Bild: Pius  Amrein)

Valentina Rosamilia spurtet dem Ziel entgegen. (Bild: Pius Amrein)