Luzerner Volleyballerinnen machen einen wichtigen Schritt in Richtung Ligaerhalt

Die NLB-Frauen von Volley Luzern gewinnen das «Sechs-Punkte-Spiel» gegen Kanti Baden mit 3:1-Sätzen.

Ruedi Vollenwyder
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Die Luzernerin Adrijana Smiljkovic (rechts) blockt einen Ball.

Die Luzernerin Adrijana Smiljkovic (rechts) blockt einen Ball. 

Patrick Huerlimann

Volley Luzern hat die Heimaufgabe gegen Kanti Baden gut gelöst. Nicht selbstverständlich, mussten doch die Luzernerinnen in diesem Spiel auf ihre verletzte Spielertrainerin Leona Neumannova (Bänderzerrung im Fussgelenk) verzichten. Es schaute ein zuletzt hart umkämpfter 3:1-Sieg heraus. «Ich bin nach dem Ausfall von Leona glücklich, dass mein Team so toll agierte und diese drei Punkte verdient ins Trockene brachte», strahlte Coach Martin Flückiger nach diesem wichtigen Sieg im Kampf um einen der ersten vier Plätze, welche auch den Ligaerhaltbedeuten würden. Und auch Leona Neumannova meinte an Krücken gehend mit einem Schmunzeln im Gesicht: «Yes, es geht auch ohne mich.»

Im ersten Satz (25:11) traten die Luzernerinnen fokussiert auf, servierten hervorragend. Nach einem 2:4-Rückstand holte Luzern mit der hervorragend spielenden Zuspielerin Adrijana Smiljkovic am Aufschlag elf Punkte in Serie. Badens Spielerinnen konnten kaum einen Ball kontrollieren. Nach 15 Minuten war der erste Satz im Trockenen. Der zweite Set (25:14) war eine Kopie des ersten: Die glänzend aufgelegten Luzernerinnen spielten sich in einen Flow, dominierten mit weiteren guten Services, spielten druck- und variantenreich und streuten immer wieder überraschende Finten ein, liessen die Aargauerinnen so nie ins Spiel finden.

Doch dann riss der Faden: Im gleichen Masse, wie Luzern nachliess, steigerten sich die Badenerinnen unter der Regie der stark spielenden Lisa Adler. Immer mit ein paar Punkten in Führung liegend (5:1/21:16) holten sie sich verdient den 25:22-Satzsieg. Im vierten Satz sahen die toll mitgehenden Zuschauer ein «Spiel auf Augenhöhe, das auf beide Seiten hätte kippen können», so Coach Flückiger. Bei den Luzernerinnen zitterten die Hände weiter. Der verlorene dritte Satz beschäftigte die Luzernerinnen noch immer. Nach dem 14:14-Ausgleich fand sich das Team dann wieder zu ihrem konzentrierten und druckvollen Spiel zurück. Chiara Wigger sicherte ihm mit einem harten Smash den 3:1-Sieg, den die als Kollektiv stark spielenden Luzernerinnen denn auch ausgiebig feierten. Ein weiterer Schritt in Richtung Ligaerhalt war geschafft.

17-Jährige stärkt das Luzerner Kollektiv

Einen wesentlichen Anteil im starken Luzerner Kollektiv hatte auch Libera Patricia Häfliger, das 17-jährige «Küken» im Team. Nach einer Gehirnerschütterung ist die quirlige, in Triengen wohnhafte Häfliger ein wichtiger Puzzleteil im Gefüge des Teams. In der dritten Saison spielt sie mit Volley Luzern und fühlt sich ausgesprochen wohl.

«Wir sind nicht nur auf dem Spielfeld eine verschworene Truppe. Auch neben dem Spielfeld stimmt es für mich.» Angesprochen auf den verlorenen dritten Satz meinte sie scherzend: «Wir machen es gerne spannend.» Und ernsthaft: «In den beiden ersten Sätze ging es fast zu einfach. Nach dem verlorenen dritten Satz mussten wir im vierten zuerst nach Lösungen suchen, um wieder auf den Siegesweg einbiegen zu können. Diese haben wir dann mit einem konzentrieren Auftreten wie zu Beginn des Spiels wieder gefunden.» Der Sieg in diesem «Sechs-Punkte-Spiel» ist die Bestätigung der Suche nach einer erfolgreichen Lösung.

Volleyball, Frauen NLB

Ostgruppe, 10. Runde: Volley Luzern – Kanti Baden 3:1. Aadorf – Glaronia Glarus 3:0. Volleya Obwalden – Giubiasco 3:0 (25:19, 27:25, 25:22). – Rangliste: 1. Aadorf 9/26. 2. Volleya Obwalden 8/17 (20:8). 3. Volley Luzern 8/14 (18:13). 4. Glaronia Glarus 9/14. 5. Kanti Baden 9/11. 6. Giubiasco/Bellinzona 9/6. 7. Züri Unterland 8/2.

Volley Luzern – Kanti Baden 3:1
Säli-Turnhalle. – 100 Zuschauer. – SR Bernasconi/Nasr. – Spieldauer: 82 Minuten. – Sätze: 25:11, 25:14, 22:25, 25:21. – Volley Luzern: Nussbaumer, Wigger, Smiljkovic, Schepers, Gehrig, Bühler, Häfliger (Libera); Hofstetter, Smith, Buchli, Müller, Böbner (Libera).

Nächste Spiele. Samstag. 16.00: Glaronia Glarus – Volleya Obwalden. – 17.00: Giubiasco/Bellinzona – Volley Luzern. Kanti Baden – Züri Unterland.