Mark Marleku empfiehlt sich beim FC Luzern U21 wieder für Höheres

Luzerns U21-Equipe bezwingt Buochs mit 5:1. Die Nidwaldner rutschen immer näher an die Abstiegszone.

Stephan Santschi
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Viel Dynamik nach vorne: FCL-Stürmer Ardi Molliqaj (vorne) lässt den Buochser Leonardo Würmli stehen.

Viel Dynamik nach vorne: FCL-Stürmer Ardi Molliqaj (vorne) lässt den Buochser Leonardo Würmli stehen.

Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 25. Oktober 2020

Das Super-League-Team des FC Luzern hat jüngst kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen, das wirkt sich auch auf die Aufstellung der vereinseigenen U21-Auswahl aus. Junioren wie Julian Hermann, Ardon Jashari, Ashvin Balaruban oder Mark Marleku, die in den letzten Monaten in der 1. Mannschaft ihre Duftmarken gesetzt haben, kommen wieder vermehrt auf der ältesten Nachwuchsstufe zum Einsatz. Sie alle zeigten am Sonntag beim 5:1-Sieg im 1.-Liga-Spiel gegen den SC Buochs ihr Können – vor allem Marleku, der Stürmer. Gleich drei Treffer trug der 20-Jährige zum Erfolg bei, was ihn am Ende entsprechend glücklich stimmte: «Egal in welchem Team ich spiele, ich gebe immer alles. Das war ein sehr guter Auftritt von uns.»

In der 42. Minute eröffnete Marleku das Skore, nach einem weiten Ball zog er alleine aufs Tor zu und traf aus halbrechter Position mit einem satten Schuss zum 1:0. Nach etwas mehr als einer Stunde profitierte er von einem Prellball, Marleku brauchte nur noch zum 3:1 abzustauben. Und in der Nachspielzeit, als die Gegenwehr der Nidwaldner komplett erloschen war, dribbelte er ungehindert durch den Strafraum und schob den Ball locker zum 5:1 ins Netz. «Unsere Mentalität war besser. Vor dem Tor haben wir den grösseren Willen gezeigt», fand Marleku. Die U21-Equipe des FC Luzern blieb damit auch im fünften Heimspiel der Saison ungeschlagen, 13 von 15 Punkten behielt sie in ihrem Leichtathletikstadion auf der Hubelmatt.

Buochser befinden sich in einer «zähen Phase»

Weniger rosig sieht derweil die Gegenwart für den SC Buochs aus. Seit nunmehr fünf Partien wartet er auf einen Sieg, die Abstiegszone ist darum auf unmittelbare Nähe an die Nidwaldner herangerückt. In Luzern waren sie über weite Strecken ebenbürtig, sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht. Gute Abschlussgelegenheiten sind allerdings selten und wenn sich eine ergibt, lassen sie die Konsequenz vor dem Tor vermissen. «Wir stecken derzeit in einer zähen Phase», meinte Trainer Marco Spiess und fügte an: «Auch nach dem Gegentreffer zum 1:3 war das Spiel noch nicht gelaufen, hätten wir nochmals zurückkehren können.» Weder der linke Aussenläufer Jérôme Bühler (69.) noch Mittelfeldspieler Goran Stojanov (88.) brachten aber genug Präzision und Wucht in ihre Versuche, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Und so entschwanden die drei Punkte in so weite Ferne, wie die drei Heissluftballone, die kurz nach dem Anpfiff in den Himmel über der Allmend emporgestiegen waren.

Wenig Freude bereitete Spiess freilich die Nachspielzeit, in der seine Akteure sogar Auflösungserscheinungen offenbarten und mit zwei weiteren Gegentreffern eine Kanterniederlage zuliessen. «Nun brauchen wir ein Erfolgserlebnis und dieses müssen wir erzwingen», forderte Spiess. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Mittwoch, wenn der SC Buochs in der Cup-Qualifikation der 1. Liga beim SC Goldau gastiert.

«Mit Goals mache ich auf mich aufmerksam»

Die Luzerner U21-Junioren verabschieden sich derweil in die erste Hälfte der Tabelle. «Wenn wir nun auch auswärts zu siegen beginnen, können wir oben angreifen», hielt Mark Marleku fest. Persönlich besitzt er dank seiner Kaltschnäuzigkeit gute Karten, trotz der offensiven Verstärkungen bald auch in der Super League wieder seine Aufwartung machen zu können. «Mit Goals kann ich auf mich aufmerksam machen.»