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Für den Langläufer Cyril Fähndrich geht der Medaillentraum in Erfüllung

Der 19-jährige Eigenthaler Cyril Fähndrich sorgt an den Junioren-Weltmeisterschaften in Lahti (FIN) für die einzige Schweizer Medaille. Und er träumt von einer weiteren Medaille an den Schweizer Meisterschaften in Engelberg.
Roland Bösch
Cyril Fähndrich unterwegs auf dem Weg zu Bronze, 0,9 Kilometer vor dem Ziel beisst er auf die Zähne. (Bild: Edi Zihlmann (Lahti, 24. Januar 2019)

Cyril Fähndrich unterwegs auf dem Weg zu Bronze, 0,9 Kilometer vor dem Ziel beisst er auf die Zähne. (Bild: Edi Zihlmann (Lahti, 24. Januar 2019)

Am Sonntag ist der Luzerner Cyril Fähndrich von den Junioren-Weltmeisterschaften in Lahti zurückgekehrt. Seine Bronzemedaille über 30 Kilometer im klassischen Stil, den er am letzten Donnerstag gewinnen konnte, erhielt auf dem Rückflug aus Finnland einen Ehrenplatz. Der Eigenthaler gibt zu: «Ich habe in den letzten Tagen nicht so gut geschlafen. Ich war irgendwie aufgewühlt und voller Freude zugleich.» Die Gefühlslage von Cyril Fähndrich ist nachvollziehbar. Der Athlet des Skiclub Horw ist in einen kleinen Kreis von Schweizern aufgestiegen, die je eine Medaillen an Junioren-Weltmeisterschaften gewinnen konnten. Seiner vier Jahre älteren Schwester Nadine, die mittlerweile im Weltcup für Furore sorgt, gelang dies beispielsweise in Cyrils Alter nie. Als U23-Athletin folgten dann aber bekanntlich zwei Vize-Weltmeistertitel im Sprint und eine weitere bronzene Auszeichnung über 10 Kilometer im klassischen Stil.

«Die Juniorenweltmeisterschaften in Lahti waren trotz den tiefen Temperaturen sehr schön», zieht Cyril Fähndrich in seiner gewohnt ruhigen Art Bilanz. Der C-Kaderathlet von Swiss-Ski hat mit dem Medaillengewinn kein Ziel erreicht, sondern sich einen Traum erfüllt. «Grosse Ziele zu setzen, ist nicht mein Ding. Ich träume während des Trainings lieber von einer möglichen Medaille und motiviere mich so eine weitere Trainingsrunde anzuhängen», erklärt Cyril Fähndrich. Wenn man solche Aussagen hört, kann man sich fast nicht vorstellen, dass der 19-Jährige auf der Rennstrecke so ans Limit gehen kann. Gerade beim Zielsprint des 30 Kilometer-Rennens war diese Qualität von grosser Bedeutung. «Es hat sich gelohnt, dass ich in den letzten Wochen den Zielspurt noch bewusster trainiert habe. Wenn man eigentlich ‹blau› ist, muss man mit dem Oberkörper noch schnell stossen können», lässt der Schüler der Sportmittelschule Engelberg in die Karten blicken.

Mit der Staffel den zehnten Rang belegt

Was nach dem Zieldurchlauf erfolgt ist, nennt Cyril Fähndrich Hektik pur. Umziehen, Siegerehrung, Pressekonferenz und vieles mehr. Gross gefeiert wurde am Donnerstagabend in Lahti nicht mehr. Stand doch am Samstag noch das Staffelrennen auf dem Programm. Mit der fünftbesten Abschnittszeit zeigte Cyril Fähndrich erneut eine solide Leistung. In der Endabrechnung belegte das Schweizer Team den 10. Schlussrang. Und ja, dann fand Cyril Fähndrich doch noch Zeit, um mit den restlichen Team-Mitgliedern seine WM-Medaille zu feiern.

Und ab sofort nimmt sich Cyril Fähndrich hoffentlich wieder viel Zeit zum Träumen. Es warten ja noch andere Höhepunkte in der noch jungen Karriere des Eigenthalers. Am kommenden Wochenende beispielsweise der erste Teil der Langlauf-Schweizer-Meisterschaften in Engelberg. «Ich bin schon etwas müde und brauche dann einmal etwas Zeit zum Herunterfahren. Auf der Gerschnialp hoffe ich aber, den Flow der WM-Medaille mitnehmen zu können», blickt Cyril Fähndrich zuversichtlich in die nahe Zukunft.

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