Radball
Die Minder-Brüder aus Rothenburg starten durch

An der kürzlich ausgetragenen Finalqualifikation der 3. Liga, die aus drei Spieltagen bestand, legte der RBC Rothenburg mit Tobias Minder (18) und dessen älterem Bruder Lukas Minder (20) einen überzeugenden Auftritt hin.

Urs Hanhart
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Lukas (links) und Tobias Minder überraschen positiv.

Lukas (links) und Tobias Minder überraschen positiv.

Bild: PD

Das Luzerner Duo gewann sämtliche acht Partien und setzte sich souverän an die Spitze. Damit kann es am Samstag aus der Pole Position mit dem Maximum von drei Bonuspunkten ins Finalturnier, das in Pfungen durchgeführt, starten.

Die Chancen der Minder-Brothers, angesichts der erstklassigen Ausgangslage den Sprung in die 2. Liga zu schaffen, stehen sehr gut. Mit einem derart fulminanten Auftritt hatte RBC-Rothenburg-Präsident Patrick Steiner nicht gerechnet. Er betont:

«Die starken Leistungen sind eine positive Überraschung, zumal die Akteure sonst nicht zusammen spielen. Tobias Minder ist relativ kurzfristig als Ersatz nachgerückt.»

Lukas Minder bildet normalerweise mit Louis Zumbühl ein Team. Sein Standardpartner zog sich aber nach Einführung der Zertifikatspflicht zurück, Tobias Minder sprang kurzerhand in die Bresche.

Einen Steigerungslauf hingelegt

Vor rund anderthalb Monaten wurde das Verlegenheitsgespann gebildet und seither ist es richtiggehend durchgestartet. Die anfangs Oktober abgeschlossene Qualifikation beendete Rothenburg noch an vierter Stelle. Seither ist die Leistungskurve steil nach oben gegangen. Das Brüderpaar hat bei seinem Stammverein sämtliche Nachwuchskategorien durchlaufen und verfügt somit bereits über einen ansehnlichen Erfahrungsschatz in dieser komplexen Sportart, die viel koordinatives Geschick, taktisches Gespür und nicht zuletzt auch eine gute Kondition erfordert.

Der RBC Rothenburg ist ein kleiner Verein, der aber aus seinen beschränkten Möglichkeiten, insbesondere in Bezug auf die Hallennutzungszeit, viel macht. Das Fanionteam spielt in der 1. Liga und hat den Ligaerhalt bereits geschafft, Dem bisherigen Zweitliga-Team lief es hingegen weniger gut. Es muss in den sauren Abstiegsapfel beissen. Immerhin besteht aber jetzt noch die Chance, dass Rothenburg dank den Gebrüdern Minder auch in der nächsten Saison in der 2. Liga vertreten sein wird. «Es ist durchaus denkbar, dass Tobias und Lukas Minder nach einem allfälligen Aufstieg gemeinsam weitermachen. Aber entschieden ist diesbezüglich noch nichts», so der Vereinspräsident.

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