Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Dragi Salatic will mit Charakter Berge versetzen

Der Aufsteiger Ägeri will in der 2. Liga interregional eine gute Figur abgeben und die Ligazugehörigkeit sichern. Spielertrainer Dragi Salatic spricht von einer schwierigen, aber machbaren Mission.
Michael Wyss
Dragi Salatic hat es geschafft, eine schlagkräftige Truppe zu formen. (Bild: Michael Wyss (6. August 2018))

Dragi Salatic hat es geschafft, eine schlagkräftige Truppe zu formen. (Bild: Michael Wyss (6. August 2018))

«Dass wir im Juni in die 2. Liga interregional aufstiegen, ist alles andere als selbstverständlich. Die Vorzeichen zu Beginn der Saison waren schlecht», kann sich Ägeris Spielertrainer Dragoljub «Dragi» Salatic genau erinnern. «Wir starteten mit 13 Spielern in die Vorbereitung.» Salatic schaffte es aber, eine schlagkräftige Truppe zu formen. Das Gros der Spieler stammte aus dem Verein. «Teamgeist und Wille haben uns damals weitergebracht. Eine Top-5-Platzierung war trotz der nicht idealen Voraussetzungen mein Wunsch. Ich sah Potenzial im Team schlummern.»

Der Aufstieg war dann schon überraschend, oder? «Absolut. Mit uns hat in der Liga niemand gerechnet. Als der Spielplan herauskam, ahnte ich jedoch, dass wir vorne mitspielen könnten. Wenn du vier Runden vor Schluss aufsteigst, ist es aber mehr als verdient.» Letztmals kickte Ägeri 2009 auf diesem Niveau. «Für unseren Dorfclub ist das natürlich ein sehr freudiges Ereignis.»

Die Wurzeln müssen stimmen

Dass das Amt des Spielertrainers, das Salatic nun die zweite Saison in Ägeri bekleidet, nicht einfach sein würde, war ihm klar. «Nach Ägeri, das nicht am Nabel der Welt liegt, kannst du nicht jede Saison fünf Spieler transferieren. Wir leben von einheimischen Spielern, die ihr Herz hier haben oder mit dem Verein verbunden sind. Wer bei uns spielt, muss es aus Freude tun. Ich habe lieber einen kleineren Kader mit hier verwurzelten Akteuren. Alle ziehen am gleichen Strick. Weniger ist mehr», ist der 36-jährige Familienvater überzeugt.

Was mit Kameradschaft machbar ist, bewies das Nationalteam Frankreichs an der Weltmeisterschaft in Russland. Der Trainer Didier Deschamps erklärte den Weltmeistertitel folgendermassen: «Ich hatte nicht die besten Spieler, aber das beste Team.» Salatic sagt: «Mit den richtigen Charaktertypen kannst du Berge versetzen und Defizite wettmachen.»

Die Freude zum Fussball entdeckte Salatic, dessen Bruder Vero (32) aktuell Profi in Russland ist, bei seinem Stammverein Zug 94. Später spielte er unter anderem in der Challenge League für den SC Cham. Er lebt mit und für den Fussball und wird an die Matches jeweils von seiner Ehefrau Sladjana und den beiden Kindern Stefan (4) und David (6) begleitet. «Fussball ist meine Leidenschaft, Teil meines Lebens. Dass ich dabei von meiner Familie unterstützt werde, bedeutet mir sehr viel. Sie sind eine grosse Stütze für mich.»

120 Prozent sind gefordert

Salatic kann ein lieber Kumpel sein, aber auch ein «harter Hund», der viel verlangt. Er sagt: «Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie die richtige Einstellung mitbringen. Das beginnt schon in den Trainings. Sie sollen mit Stolz die Vereinsfarben tragen und für das Fanionteam auflaufen, sie sind auch Vorbilder für unseren Nachwuchs.» Auf dem Weg zum Klassenerhalt sagte Salatic: «Es wird kein Selbstläufer und wir stehen vor einer grossen Challenge. Wir müssen 120 Prozent geben, damit wir die Klasse halten können. Als Aufsteiger streben wir nach dem Ligaerhalt. Das wird nicht einfach, können wir aber schaffen, wenn wir uns als Team präsentieren.»

Seinen Lebensunterhalt verdient der in Sins wohnhafte Salatic als Bauführer. Welche Eigenschaften treffen auf ihn am besten zu? «Loyal, ehrgeizig und zielstrebig. Das Einbringen meiner Spieler ist mir wichtig und ich habe ein offenes Ohr für Ideen und Rückmeldungen. Letztlich liegt die Entscheidung aber bei mir, denn als Cheftrainer trage ich Verantwortung.» Er lache gern, sei manchmal aber auch etwas stur, denn er sei im Sternzeichen «halt ein richtiger Widder».

Zum Auftakt kommt es für Ägeri gleich zum Derby in Einsiedeln (Samstag 17 Uhr, Rappenmösli). «Wir freuen uns auf das Spiel. Die Mannschaft kann den Start kaum erwarten.» Dass Ägeri in der Gruppe 5 und nicht in der Gruppe 4 mit den Zentralschweizern spielt, betrachtet Salatic als weniger schlimm: «Die Liga ist für uns ein Erlebnis und eine gute Erfahrung. Da spielt es keine Rolle, ob der Gegner nun aus der Zentralschweiz oder aus den Kantonen Aargau, Zürich oder Schwyz kommen. Für mich hat das keine Bedeutung.»

Ägeri bekommt es in der Gruppe unter anderem mit Wettingen zu tun, das in der Saison 1989/90 noch gegen Napoli mit Maradona im damaligen Europacup spielte.

Kader: Elsener Fabio, Torhüter, 1996; Ott Ivan, Verteidiger, 97; Huber Sven, Verteidiger, 85; Bürgi Cyrill, Mittelfeld, 95; Becirbasic, Adnan, Verteidiger, 98; Salatic Dragoljub, Mittelfeld, 82; Pfrunder Linus, Mittelfeld, 94; Schwarzenberger Marco, Verteidiger, 90; Schwarzenberger Michael, Sturm, 88; Meier Sandro, Verteidiger, 94; Djakovic Antonjie, Mittelfeld, 97; Pereira Do Canto Jorge, Mittelfeld, 90; Blättler Roman, Mittelfeld, 96; Savanovic Miroslav, Mittelfeld, 85; Lüönd Elmar, Sturm, 88; Dunjic Dragan, Torhüter, 87; Steger Nicolas, Torhüter, 85; Schelbert Lukas, Mittelfeld 98; Jankovic Dejan, Mittelfeld, 98; Lukic Nedeljlo, Mittelfeld, 00; Petrovski Boyan, Mittelfeld, 89; Stoykov Roberto, Sturm, 95. – Zuzüge: Schelbert (Rotkreuz); Jankovic (Affoltern am Albis); Lukic (Affoltern am Albis); Petrovski (Baar); Stoykov (Dietikon). – Abgänge: Alaj Gramoz, Rotkreuz; Curaci Koray ?; Durmaz Serkan, Zug 94 II; Meisinger Mario, Ägeri II; Rogenmoser Andre, Ägeri 30+; Julen Yannick, Rücktritt; Marcel Bucher (Masseur), Familie. Trainer-staff: Dragoljub Salatic (Spielertrainer); Sanel Halilovic (Assistenztrainer); Sebastian Haas (Masseur); Peter Nussbaumer (Materialchef).

1. Runde. Samstag, 16.00: Dietikon – Freienbach. – 17.00: Einsiedeln – Ägeri. – 18.00: Pajde – Muri AG, Eagles Aarau – Adliswil. – 19.45: Wohlen II – Olten. – Sonntag. 14.00: Dulliken – Wettingen. – 15.30: Schöftland – Wangen bei Olten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.