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Nationale Titelkämpfe der Geräteturner finden im Wochentakt statt

Während dreier Wochenenden misst sich die Schweizer Geräteturnszene an den nationalen Titelkämpfen in Winterthur, Biasca und Dietikon. Gute Medaillenchancen rechnet sich auch der Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden aus.
Stefanie Meier
Ist bei den Frauen aktuell die erfolgreichste Turnerin aus dem Verbandsgebiet: die 24-jährige Melanie Konzelmann aus Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 19. Oktober 2018)

Ist bei den Frauen aktuell die erfolgreichste Turnerin aus dem Verbandsgebiet: die 24-jährige Melanie Konzelmann aus Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 19. Oktober 2018)

Die Serie der Schweizer Meisterschaften beinhaltet Mannschafts-Wettkämpfe sowie Mehrkampf- und Gerätefinals der Kategorien 5 bis 7 sowie der Frauen und Männer. Alles, was die Geräteturnszene zu bieten hat, wird an den nächsten Wochenenden im Fokus stehen. Wohl inklusive Tränen der Enttäuschung, denn auch das gehört beim Sport dazu. Aber darüber wollen wir zum heutigen Zeitpunkt keinen Gedanken verlieren. Vielmehr soll die Vorfreude auf diese drei spannenden Wochenenden geweckt werden. Der Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden kann auch dieses Jahr wieder vorne mitmischen und hat gute Chancen auf Spitzenklassierungen in den verschiedenen Wettkämpfen.

Den Start machen die Wettkämpfe im Mannschaftsturnen der Frauen sowie Sie-&-Er am nächsten Wochenende in Winterthur. Im Teamwettkampf wird pro Verband und Kategorie je ein Fünferteam am Start sein. Das Team des regionalen Turnverbandes steht als Vorjahressieger in der höchsten Kategorie (K7) die Favoritenrolle. Folglich sind sie auch in der Rolle des Gejagten, sie müssen sich gegen 18 Teams behaupten. «Wir behalten unsere Konkurrenz gut im Auge. Vor allem jene aus dem Thurgau und dem Waadtland könnten uns gefährlich werden», sagt Coach Beni Boos vom BTV Luzern.

Gnos/Müller starten als Titelverteidiger

Jede der fünf Turnerinnen absolviert einen Vierkampf (Reck, Boden, Schaukelringe und Sprung). Pro Gerät zählen die vier besten Noten (addiert) – eine Note wird zum Streichresultat. Ein etwas anderer Modus kommt beim Sie-&-Er-Wettkampf zur Anwendung. Es ist ein Paarwettkampf mit den Disziplinen Bodenturnen mit Musik (Paar), Schaukelringe (Paar) sowie Reck, Schulstufenbarren und Barren (alle Einzel). Die Gesamtnote pro Paar berechnet sich aus den Noten der Paarübungen Boden und Schaukelringe sowie aus dem Durchschnitt der beiden Einzelübungen. Somit werden in der Vorrunde wie auch in der Hauptrunde je drei Noten zusammengezählt. In dieser Disziplin brillierte im Vorjahr das Goldteam Marisa Gnos und Oliver Müller aus Hünenberg. Müller gibt sich im Voraus bescheiden. «Man weiss nie, welche neuen Paare am Wettkampf teilnehmen und was auf uns zukommt. Wir geben unser Bestes und freuen uns auf den Wettkampf.»

Am Wochenende vom 10. und 11. November stehen dann die Männer im Mittelpunkt des Geschehens. Das Kräftemessen beginnt am Samstag mit dem Mehrkampf und endet sogleich am Sonntag mit dem Teamwettkampf. Der Vorjahres-Drittklassierte der Königskategorie (K7), Simon Stalder aus Rickenbach erwartet erneut ein hohes Niveau und weiss, dass jeder noch so kleine Fehler einer zu viel sein könnte. Nicht weniger spannend verspricht der Teamwettkampf vom Sonntag zu werden. Die im Vorjahr siegreiche «Berner Wand» zu durchbrechen wird auch heuer ein hartes Unterfangen sein. «Unsere A-Mannschaft ist sehr stark aufgestellt. Die Chancen stehen gut, wieder vorne mitzumischen», sagt Stalder. Bei den Männern werden die Teamwettkämpfe in zwei Kategorien ausgetragen. Die Innerschweiz ist mit zwei ambitionierten Teams am Start.

Am dritten und letzten SM-Wochenende vom 17. und 18. November stehen noch die Mehrkampffinals der Frauen sowie die Gerätefinals der Frauen und Männer auf dem Plan. Der Verband Luzern, Ob- und Nidwalden weist ein Kontingent von 32 Turnerinnen für die Mehrkampffinals auf. Auch hier sind die Chancen auf einige Top-Rangierungen intakt. Vor allem in der Königskategorie (K7), wo Luzern mit Sandra Garibay (BTV Luzern), Paciane Bo Studer (Nidwalden) und Nicole Strässle (BTV Luzern) im vergangenen Jahr gleich einen Dreifachsieg feierte.

Gerätefinals sind der krönende Abschluss

An den Gerätefinals vom Sonntag werden dann nochmals die besten Cracks der Schweizer Geräteturnszene zu sehen sein. Die Crème de la Crème, so zu sagen. Die besten sechs Turnerinnen und Turner pro Gerät aus der Kategorie 7 am Mehrkampffinal qualifizieren sich für die Gerätefinals. Die Vornote aus dem Mehrkampffinale wird im Gerätefinal nicht mitgezählt. Jede Turnerin und jeder Turner erhält also von neuem die Chance auf einen SM-Titel. Es ist zu erwarten, dass der Verband Luzern, Ob- und Nidwalden auch am Sonntag wieder einige Finaltickets für sich reservieren wird.

Aber noch sind keine Wettkämpfe geturnt und noch steht alles offen. Aber eines ist sicher: Die Schweizer Turnszene freut sich auf die kommenden Wochenenden, an denen wohl einmal mehr ein Stück Turngeschichte geschrieben wird.

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