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Neu formierte Luzerner Volleyballer nehmen Fahrt auf

Volley Luzern gewinnt das NLA-Heimspiel gegen Chênois Genève mit 3:0 und erlebt seinen eigenen Marathon.
Stephan Santschi
Edvarts Buivids gefällt bei Volley Luzern mit seiner Zuverlässigkeit. Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 27. Oktober 2019)

Edvarts Buivids gefällt bei Volley Luzern mit seiner Zuverlässigkeit. Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 27. Oktober 2019)

Am Ende jubelten sie ausgelassen über den zweiten Sieg im dritten NLA-Spiel, die Luzerner Volleyballer. Was war das für ein dritter Satz gewesen, den sie sich mit Chênois Genève geliefert hatten. Ausgeglichen war er bis in die Schlussphase, Hin und Her ging es zwischen Luzerner Matchball und Genfer Satzball, ehe ein Smash des Gegners im Out landete und Luzern 32:30 gewann. «Einige der Spieler waren davor als Zuschauer am Swiss City Marathon. Scheinbar wollten sie ihren eigenen Marathon erleben», sagte Luzerns Trainer Liam Sketcher mit einem Schmunzeln.

Schliesslich stand für sein Team aber ein blitzsauberer 3:0-Sieg zu Buche und das gegen einen Kontrahenten, den sie im vergangenen Jahr auf dem Weg zu Platz vier im Playoff-Viertelfinal ausgeschaltet hatten. Auch in dieser Saison dürften sich die Genfer wieder im Tabellenbereich der Luzerner bewegen, umso wertvoller war der sonntägliche Vollerfolg.

Hartnäckige Reaktion nach dem Fehlstart

Zunächst sah es allerdings nicht danach aus, der Gastgeber startete fehlerhaft in die Partie und sah sich bald einem 8:14-Rückstand ausgesetzt. «Ich hätte mir einen stärkeren Auftakt gewünscht», meinte Sketcher, «doch wir blieben hartnäckig und erarbeiteten uns gute Gelegenheiten.» Wie ein Rennwagen, der mitunter die Leitplanke touchiert, letztlich aber doch auf Kurs bleibt, so wirkten die Luzerner in der Folge. Sie servierten besser als Genf, steigerten sich in Angriff und Defensive, und erzwangen bereits in Satz eins die Wende – 25:23 ging er nach einem gelungenen Block von Mathis Jucker an die Blau-Weissen.

In Durchgang zwei nahmen die Luzerner schnell Fahrt auf, distanzierten den Verfolger früh vorentscheidend (12:6) und kamen mit beträchtlichem Vorsprung (25:18) ins Ziel. «Vor allem mit den Blocks und der Defensive war ich zufrieden», erklärte Sketcher. Dann folgte Satz drei, der an Spannung kaum zu überbieten war und der das bessere Ende für Luzern bereit hielt. «Wir zeigten den Willen zum Kampf», sagte Sketcher und Aussenspieler Tim Köpfli hielt fest:

«Wir hatten mehr Feuer als unser Gegner.»

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Luzerner nach den personellen Veränderungen im Sommer erwartungsgemäss noch an einigen Stellschrauben drehen müssen, damit sich die Automatismen einspielen. Das Potenzial in Sachen Mentalität und volleyballerischer Qualität ist aber beträchtlich. Die neuen Ausländer gefallen mit Zuverlässigkeit (Dominik Fort), Wucht (Edvarts Buivids) und Dynamik (Shonari Hepburn) und scheinen bereits gut integriert zu sein. «Vor der Saison fragten wir uns, was wir verkörpern möchten, welche Eigenschaften uns wichtig sind», erzählte der stark aufspielende Tim Köpfli. Das Ergebnis: «Brave, unified, limitless.» Mutig, vereint und ohne sich Grenzen zu setzen, so möchten die Luzerner NLA-Volleyballer in dieser Saison also auftreten. Nach drei Runden haben sie auf diese Weise schon zweimal gewonnen – so darf es zweifellos weitergehen.

Volleyball

Männer. NLA: Volley Luzern – Chênois 3:0. Traktor Basel – Schönenwerd 0:3 (18:25, 16:25, 14:25). – Samstag: Jona – Lausanne UC 3:1 (18:25, 25:17, 25:18, 25:17 ). Lutry-Lavaux – Amriswil 0:3 (20:25, 17:25, 21:25). Rangliste: 1. Amriswil 4/12 (12:0). 2. Schönenwerd 4/9 (9:5). 3. Jona 4/8 (10:7). 4. Chênois 3/6 (6:4). 4. Volley Luzern 3/6 (6:4). 6. Näfels 3/3 (5:7). 7. Lausanne UC 4/3 (6:9). 8. Traktor Basel 4/1 (2:12). 9. Lutry-Lavaux 3/0 (1:9).

Volley Luzern - Chênois Genève 3:0
Bahnhofhalle. – 150 Zuschauer. – Sätze: 25:23, 25:18, 32:30. – Spieldauer: 83 Minuten. – Luzern: Hepburn, Amstutz, Köpfli, Jucker, Gautschi (Libero), Fort, Buivids; Von Wyl.

Frauen. NLA: Aesch-Pfeffingen – Val-de-Travers 3:0 (25:15, 25:14, 25:10). Franches-Montagnes – Genève Volley 3:1 (17:25, 28:26, 25:22, 25:19). Cheseaux – Toggenburg 3:0 (25:13, 25:19, 25:17). – Samstag: Düdingen – Neuchâtel UC 3:0 (26:24, 25:19, 25:13). Volley Lugano – Kanti Schaffhausen 1:3 (25:16, 22:25, 11:25, 15:25).
Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Aesch-Pfeffingen 12 (12:1). 1. Düdingen 12 (12:1). 3. Neuchâtel UC 9 (9:5). 4. Kanti Schaffhausen 6 (8:7). 5. Franches-Montagnes 6 (6:7). 6. Volley Lugano 5 (7:8). 7. Cheseaux 4 (6:9). 8. Val-de-Travers 3 (3:9). 9. Toggenburg 2 (3:11). 10. Genève Volley (4:12).

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