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Neues Mekka für die Zentralschweizer Schwimm-Elite in Oberkirch

Die neue Halle im Campus Sursee ist mit dem Regionalen Jugend-Cup eingeweiht worden. Sportler, Trainer und Funktionäre schwärmen vom modernen Leistungszentrum, das den Zentralschweizer Schwimmsport weiterbringen soll.
Stephan Santschi
Richard Georgiev vom Swim Team Lucerne stürzt sich ins Wasser. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Richard Georgiev vom Swim Team Lucerne stürzt sich ins Wasser. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Eric Köhler vom ST Lucerne beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Eric Köhler vom ST Lucerne beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Selina Achermann (links) und Valentina Burri, die beiden Aushängschilder des STL, beim Aufwärmtraining. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Selina Achermann (links) und Valentina Burri, die beiden Aushängschilder des STL, beim Aufwärmtraining. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Das Swim Team Lucerne mit dem Cheftrainer Richard Barth (Dritter von rechts) fiebert mit. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Das Swim Team Lucerne mit dem Cheftrainer Richard Barth (Dritter von rechts) fiebert mit. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Übersicht der neuen Halle im Campus Sursee (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Übersicht der neuen Halle im Campus Sursee (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Beim Crawlwettbewerb. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Richard Georgiev vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Richard Georgiev vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Am Beckenrand. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Am Beckenrand. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Richard Georgiev vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Richard Georgiev vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Am Start. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Am Start. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Am Beckenrand. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Am Beckenrand. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Aufmerksamkeit ist angebracht. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Aufmerksamkeit ist angebracht. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Gian Germann beim Start. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Gian Germann beim Start. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Gian Germann vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Gian Germann vom ST Lucerne. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Vor dem Wettkampf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Vor dem Wettkampf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
Nach dem Wettkampf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))Nach dem Wettkampf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Oberkirch, 9. März 2019))
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Neues Mekka für die Zentralschweizer Schwimm-Elite in Oberkirch

Der Schiedsrichter bläst durch seine Trillerpfeife, die Athleten steigen auf die Startblöcke. «Take your marks», befiehlt er, auf die Plätze also. Das Startsignal ertönt, die Schwimmer stürzen sich ins warme Nass, der Wettkampf hat begonnen. Die Trainer stehen am Beckenrand, schreien, pfeifen und rudern mit den Armen. Es ist als Anfeuerung gedacht für ihre Schützlinge, die im Kampf um gute Platzierungen durch das Wasser pflügen. Auf der 700-Zuschauer fassenden Tribüne fiebern die Angehörigen mit, am Ende eines Rennens spenden sie Applaus. Dann tritt wieder der Schiedsrichter in Aktion, die nächste Gruppe macht sich für ihren Einsatz bereit, das Programm ist dicht gedrängt.

Erstmals fand der Regionale Jugend-Cup des Regionalverbands Zentralschweiz-West in der neuen Schwimmhalle im Campus Sursee in Oberkirch statt – in den letzten Jahren war er jeweils in Nottwil ausgetragen worden. 220 Athleten aus den Kantonen Luzern, Solothurn, Bern, Aargau und beider Basel suchten in sechs verschiedenen Disziplinen nach den besten Nachwuchssportlern der Region.

60 Millionen-Bau wird im April offiziell eröffnet

Inklusive den Staffelrennen kam es zu fast 1000 Starts und 68 Entscheidungen in fünf Alterskategorien (16-jährig bis 12 Jahre und jünger). «Wir sind froh, dass wir diesen Anlass durchführen können. Er dient uns zum Homologisieren der Anlage. Zeitmessung, Bahnlänge – alles wird getestet», erklärt Mathias Hecht, der Leiter der Sportarena. Am 13./14. April wird hier mit den Multinations bereits der erste internationale Wettkampf über die Bühne gehen. Am 15. April wird die Sportarena dann offiziell eröffnet.

Rund 60 Millionen Franken hat der Neubau im Campus Sursee gekostet. Ein Parkhaus ist erstellt worden, auch eine Dreifachsporthalle wurde gebaut. Für die Sportler, die an diesem Wochenende ihr Können präsentieren, ist aber die riesige Schwimmhalle das grosse Highlight. «Hochmodern und superneu ist sie», schwärmt Martin Grapentin stellvertretend für alle Anwesenden. Er ist Co-Präsident im Swim Team Lucerne, das den Regionalen Jugend-Cup veranstaltet hat. 2017 ist das Swim Team Lucerne als Fusionsprodukt aus der Zusammenlegung des SV Kriens und des SV Emmen entstanden. Mit über 300 Mitgliedern und rund 100 lizenzierten Leistungsschwimmern gilt er als grösster und ambitioniertester Schwimmklub in der Zentralschweiz. Noch seien die Verträge nicht unterschrieben, doch die Anlage im Campus Sursee soll Swiss Swimming künftig als nationales Leistungszentrum dienen. Und damit der 16-köpfigen Elite des Swim Team Lucerne als neue Heimat. «Mit dieser Anlage möchten wir unser Einzugsgebiet erhöhen und den Bodensatz in unserem Nachwuchsbereich vergrössern», hält Grapentin fest.

Erstes 50-Meter-Becken in Zentralschweizer Halle

Doch was ist hier in Oberkirch so besonders, was macht den Mehrwert dieser Schwimmhalle aus? Über allem steht der 50-Meter-Olympic-Pool, ein vom internationalen Schwimmverband FINA anerkanntes 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen. Das hat es bisher in der Zentralschweiz nicht gegeben. Egal, wo die Schwimmer sonst trainieren, in Emmen, Kriens, Nottwil oder auf der Allmend in Luzern, überall ist in der Halle nach 25 Metern im Wasser Schluss. «Wir haben hier sehr viel Platz. Die Trainingsintensität ist viel höher», erklärt Grapentin.

Der Grund: In einem 25-Meter-Becken kann ein Schwimmer jeweils viel früher eine Wende machen und mit kräftigem Abstossen wieder Tempo generieren. «Alle 20 Sekunden macht er so eine kleine Pause», erklärt Richard Barth, der Cheftrainer im Swim Team Lucerne. Und er fügt an: «Nachwuchssportler, die sich die Langbahn nicht gewohnt sind, sind am Ende völlig erschöpft. Auf diese Weise können wir die Ausdauer viel besser trainieren.» Co-Präsident Grapentin betont zudem, dass «die wichtigen Anlässe in der Schweiz und international alle auf der Langbahn ausgetragen werden. Sie hat einen grösseren Stellenwert als die Kurzbahn.»

Wer nicht sauber schwimmt, wird disqualifiziert

Auffällig ist zudem, dass die Bahnlänge in der neuen Schwimmhalle dank eines mobilen Mittelblocks verstellt werden kann. Modern ist auch die Zeitmessung. Neben einer elektronischen Anlage stoppen Zeitnehmer jede Wende der Schwimmer mit einer halbelektronischen Vorrichtung, als dritte Absicherung wird handgestoppt. «An der Seite des Beckens überprüfen derweil Stilrichter, ob korrekt geschwommen wird. Bei Unsauberkeiten kann ich einen Athleten disqualifizieren», sagt Schiedsrichterchef Daniel Laube. Der Aarauer ist auch Präsident des Regionalverbands Zentralschweiz-West und in dieser Funktion hält er fest: «Es ist eine wahnsinnige Freude, hier zu sein.»

Der Regionale Jugend-Cup ist dabei kein Anlass für Krethi und Plethi, vielmehr musste man sich mit dem Erreichen von Zeitlimiten qualifizieren. 13 Vereine beschickten das Teilnehmerfeld, wobei das Swim Team Lucerne die einzige Vertretung aus der Zentralschweiz war. «Unsere Elite ist derzeit noch ziemlich jung, weil eben auch unser Verein sehr frisch ist», berichtet Co-Präsident Martin Grapentin. Während der männliche Nachwuchs noch etwas länger brauche, bis er national konkurrenzfähig sei, finden sich bei den Juniorinnen die beiden Aushängeschilder des Vereins: die 16-jährige Valentina Burri aus Rothenburg und die 15-jährige Emmenbrückerin Selina Achermann. «Beide zählen im Jahrgang 2003 zu den besten der Schweiz», hält Cheftrainer Richard Barth fest.

Selina Achermann und Valentina Burri sind top

Eine Reputation, der die zwei jungen Frauen am Regionalen Jugend-Cup gerecht wurden. Alle ihre sieben Wettkämpfe schlossen sie auf dem Podest ab. Absolut überragend waren die Auftritte von Selina Achermann, die sechs Siege einfuhr und sich nur über 100 Meter Rücken von Valentina Burri geschlagen geben musste. Beide sprechen geradezu sinnlich über ihren Sport. «Im Wasser kann ich die Schule und alles andere vergessen», erklärt Selina. «Ich fahre runter, tauche in eine eigene Körperwelt ein», sagt Valentina. Beide sind sehr ambitioniert, nennen Teilnahmen an internationalen Grossanlässen als ihre Fernziele. Cheftrainer Barth attestiert ihnen jedenfalls «grosses Potenzial».

Zwei Jahre dauere es aber mindestens noch, bis das neu formierte Swim Team Lucerne einen ersten Schweizer Meistertitel feiern könne. Die letzten Topcracks aus dem Kanton Luzern, die auf nationalem Level Goldmedaillen gewannen, sind mit Corinne Meier (ehemals SV Emmen) und Lukas Räuftlin (Kriens) mittlerweile zurückgetreten. Höchste Zeit also, dass ihre Nachfolger gefunden werden. Mit der topmodernen Schwimmarena in Oberkirch sind die infrastrukturellen Voraussetzungen jedenfalls geschaffen. Nächstes Jahr sollen im April hier bereits die Schweizer Langbahn-Schweizer-Meisterschaften durchgeführt werden.

Infos und Resultate unter: www.swimteam-lucerne.ch

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