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Neunter Nuller in Serie für den Weggiser SC, aber keine Panikmache ist angesagt

Drittligist Weggis durchlebt eine Misere. Der Ligaerhalt ist aber immer noch möglich.
Michael Wyss
Thomas Maurer, Trainer Weggiser SC. Bild: Michael Wyss

Thomas Maurer, Trainer Weggiser SC. Bild: Michael Wyss

Neun Spiele, neun Niederlagen. «Das ist bitter und frustrierend. Gerade für meine jungen Spieler ist das demoralisierend, wenn man jedes Wochenende verliert. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren fehlt es uns halt auch an Erfahrung. Wir bezahlen viel Lehrgeld und wissen, dass wir vor einer grossen Challenge in der zweiten 3.-Liga-Saison stehen», so Trainer Thomas Maurer (32). «Ich habe zwei Akteure, die über 30 Jahre sind und 15, die Jahrgang 2000, 2001 und 2002 haben.» Die Weggiser mussten im Sommer elf Rücktritte verkraften. Darunter verliess der talentierte Luca Küttel (18, Mittelfeld), der sich im Nachwuchs beim FC Luzern und SC Kriens ausbilden liess, das Team Richtung Amerika für ein Studium. «Da Weggis nicht gleich am Nabel der Welt liegt, rennen uns auch keine neuen Spieler die Türe ein. Doch wir tragen die Philosophie des Vereins, mit eigenen Spielern zu arbeiten. Das Augenmerk gilt unseren Eigengewächsen», so Maurer.

Was der Mannschaft fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Momentan ist das aber eher schwierig, denn Weggis erzielte praktisch keine Tore. Neun Treffer in neun Partien, das genügt nicht, um Spiele zu gewinnen. Allerdings mussten Weggis nur in zwei Partien klare Niederlagen einstecken: gegen Baar (0:8) und Sins (0:5). «In den anderen Partien waren wir immer an Punkten dran. Wir haben nie mit mehr als zwei Toren Differenz verloren. Das zeigt, dass wir Qualität haben», ist Routinier und Captain Benjamin Arbia (30, Stürmer) überzeugt und sagt: «Wir schalten die Tabelle bewusst aus und lassen uns nicht verrückt machen. Uns interessiert nur das nächste Duell und was wir besser machen müssen.» Die Spieler seien, trotz dieser Misere, in guter Verfassung und bei guter Laune. Arbia: «Die Stimmung ist gut, unser Kollektiv ist unsere Stärke. Wir unternehmen auch neben dem Platz gemeinsam viel und gehen im Februar ins Trainingslager ins Tessin. Das ist gut für den Kitt und wird uns noch mehr zusammenschweissen.»

«Ein Abstieg wäre kein Weltuntergang»

Warum steigt Weggis Ende Saison nicht ab? «Wir haben 90 Prozent Eigengewächse und viele Spieler, die schon seit längerer Zeit im Fanionteam spielen. Wir haben alle Hochs und Tiefs in der 4. und 3. Liga miterlebt. Das kann das Zünglein an der Waage sein, wenn es um Sein oder Nichtsein gehen wird», glaubt Maurer. Doch Präsident Didier Hofstetter (55) macht kein Geheimnis daraus und sagt: «Ein Abstieg wäre kein Weltuntergang. Weggis ist ein Ausbildungsverein und wir wollen im Fanionteam möglichst viele Spieler weiterbringen und ihnen Spielpraxis ermöglichen. Ob das nun in der 3. oder 4. Liga ist, geniesst keine grosse Priorität.»

Aktuell hat Weggis eine Hypothek von sechs Punkten auf den rettenden 10. Rang. Machbar, oder? Maurer: «Das wird schwierig, doch wir kämpfen weiter. Wir sind ehrgeizig genug und das Ziel muss immer sein, jedes Spiel gewinnen zu wollen.» Zum Abschluss der Vorrunde warten zwei Heimspiele gegen Zug 94 und Küssnacht. Wer weiss, vielleicht wird die Negativserie ja noch vor der Winterpause gebrochen.

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